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Schritt 11: Gehe mit Stil in Rente

Und jetzt meine Damen und Herren, die inflationsbereinigte Millionenfrage. Kannst du dir den Ruhestand deiner Träume leisten?

Während du darüber nachdenkst, kann es sein dass einige weitere Fragen auftauchen:

  • Wie viel Geld brauche ich, wenn ich in Rente gehe?
  • Welchen Lebensstil kann ich mir leisten?
  • Was wird die gesetzliche Rentenversicherung mir zahlen?
  • Muss ich zusätzlich zum gesetzlichen Rentenversicherungssystem investieren?
  • Muss ich meine Sparpläne anpassen?
  • Hat irgendjemand eine braune Papiertüte? Mir ist etwas schwindelig.

Entspann dich. Wir werden dir beinahe alles erzählen was du zur Rente wissen musst, jetzt gleich, in weniger als fünf Minuten.

1. Zahle in die richtigen Konten ein
Wenn du diese Investitions-Fibel mit den 13 Schritten der Reihenfolge nach gelesen hast, und wenn du dir die 15 bis 30 Minuten für die Maßnahme in Schritt 4 genommen hast, ist dieser Teil erledigt.

Nur zur Wiederholung: Wenn du ein beitragsabhängiges Rentenmodell hast, dein Chef so viel einzahlt wie du und deine Firma gute Anlagemöglichkeiten anbietet, dann zahl zumindest so viel ein dass du die Beiträge deines Unternehmens voll ausschöpfst. Das kann dir auch Steuervorteile bringen.

Abhängig von deiner persönlichen Situation können Modelle wie die Riester-Rente in Deutschland Vorteile bringen. Du musste allerdings sorgfältig darauf achten, in was du investierst, da viele private Rentenversicherungen hohe Gebühren und geringe Ertragserwartungen haben. Vor allem sollten alle privaten Rentenversicherungen nur ein Teil deiner Anlageplanung sein.

Investitionen außerhalb von Rentenversicherung sind ebenfalls sehr wichtig, alleine deshalb weil sie dir die höchste Investitions-Flexibilität bieten. Mit diesen Investitionen kannst du in einzelne Aktien, in Aktienfonds und Indexfonds (ETFs) mit den niedrigsten Gebühren investieren.

2. Wähle die richtigen Investitionen
Viele Menschen stolpern hier. Lass dich dadurch aber nicht davon abhalten, deinen Plan auch umzusetzen.

Die “richtigen” Investitionen verändern sich im Laufe der Zeit, wenn du zu dem Punkt kommst, wo du damit aufhörst, weiteres Geld zu investieren und damit beginnst, das Gesparte auszugeben.

Es ist aber wichtig daran zu denken, der Renteneintritt ist nicht die Ziellinie deiner Investitionen. Nachdem du Rentner geworden bist, hast du wahrscheinlich noch viele produktive Jahre vor dir. Obwohl das Einkommen und die Sicherheit von Staatsanleihen, Lebensversicherungen und andere festverzinsliche Anlagen attraktiv erscheinen mag, eine Daumenregel besagt, dass rund die Hälfte deines Portfolios immer noch in Aktien stecken sollte, um deine Kaufkraft zu erhalten und die Folgen der Inflation auszugleichen.

3. Lege genug zurück
Mit einer sprunghaft ansteigenden Lebenserwartung solltest du berücksichtigen, dass du noch 30 Jahre im Ruhestand leben wirst wenn du mit 65 in Rente gehst. Das sind viele Stromrechnung und Mittelmeer-Kreuzfahrten.

Also, wie viel solltest du sparen? So viel wie möglich.

Eine etwas genauere Auskunft gibt dir die folgende Tabelle. Sie geht davon aus, dass du noch nicht damit angefangen hast für den Ruhestand zu sparen.

Dein Alter Der Prozentsatz deines Einkommens, den du sparen solltest
20iger 10%-15%
30iger 15%-20%
40iger 20%-30%
50iger 30%-40%
60iger 40%-50%
70iger 50%-60%
80iger Jetzt ist es Zeit, sich die Welt anzuschauen!

4. Gehe durch deine Zahlen, um zu prüfen, ob du auf dem richtigen Weg bist (und dann gehe noch einmal durch)

Sparst du genug, um dann in den Ruhestand zu gehen wenn du es möchtest? Hebst du im Ruhestand zu viel ab? Es gibt einen guten Weg das herauszufinden: Gib deinen Plan in eine gute Rentenberechnungs-Software ein.

Schau dir einige der kostenlosen Finanzrechner im Internet an. Da dir jeder ein anderes Ergebnis liefern wird, probiere mindestens drei aus. Auf der Website deines Brokers könnte eine brauchbare Software sein, oder sogar in deiner Finanzsoftware.

Wenn du jetzt alles berechnest, dann bekommst du wenigstens keinen Herzanfall. Die gute Nachricht ist, im Ruhestand verringern sich viele Ausgaben oder fallen ganz weg.

5. Hör auf damit für die Rente anderer Leute zu zahlen
Du hast wahrscheinlich nicht die Absicht das Konto der Person zu füllen, die dein Geld im Investmentfond verwaltet oder dir eine Lebensversicherung verkauft, wenn sie nicht gerade durch Eheschließung oder Blutsverwandtschaft an dich gebunden ist

Zu viele Invstoren zahlen zu viel für enttäuschende Investitionen und verschwenden damit einen erheblichen Teil ihres Geldes an Verwaltungskosten oder Versicherungskosten. Und das für Produkte, die ihnen nicht helfen ihre finanziellen Ziele zu erreichen.

Deine Großzügigkeit wird nicht angemessen geschätzt. Indem du kostengünstige und gute Fonds auswählst, kannst du die Ergebnisse deines Portfolios deutlich verbessern. Über viele Jahre aufsummiert reden wir hier über richtig viel Geld.

Also achte gut auf die Gebühren.

Lebe aber auch im hier und jetzt!
Wir wären nachlässig, wenn wir einen sehr wichtigen Lebensabschnitt nicht auch berücksichtigen würden: Das hier und jetzt.

Um es mit den Worten von John Lennon zu sagen: „Leben ist das, was passiert, während du andere Pläne schmiedest.“ Bei The Motley Fool glauben wir fest, dass sparen für die Zukunft nicht bedeutet sich heute aufzuopfern. Man muss nur das richtige Gleichgewicht finden. Also  schließen wir diese Lektion mit deinem Blick auf Foolish Zen: Sich etwas zu leisten und reich zu werden, das schließt sich nicht gegenseitig aus.

Maßnahme: Finde heraus, ob du genug für deinen Ruhestand sparst. Tust du das? Dafür gibt es Rechner! Suche dir eine gute Software zur Rentenberechnung und rechne dir aus, wie viel du gespart haben musst, um mit dem Stil in den Ruhestand zu gehen, den du erwartest. Mit vielen dieser Rechner kannst du sogar “was wäre wenn”-Berechnungen durchführen, indem du Parameter wie Lebenserwartung, Steuern und Verzinsungen deiner Investitionen veränderst.