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Ein Sonderbericht

Unser Top Small Cap für das Jahr 2020! (Okta)

Ein Motley Fool-Sonderbericht

Tip der Motley Fool Redaktion: Wir wissen, dass das Auf und Ab an den Aktienmärkten in volatilen Zeiten wie aktuell nervenaufreibend sein kann. Deshalb empfehlen wir unseren Mitgliedern (und dem Rest der Welt): Keine Panik, keine Verkäufe. Investieren ist ein langfristiges Spiel, und wir glauben, dass auch die jetzigen Turbulenzen vorübergehen werden.

Unser Top Small Cap für das Jahr 2021!

Okta

Die Okta Identity Cloud ermöglicht es Unternehmen, die richtigen Personen sicher mit den richtigen Technologien zur richtigen Zeit zu verbinden.

Foto: Getty Images


Das Geschäftsmodell

Oktas Identity Cloud-Plattform bietet Unternehmen jeder Größe eine einfache Möglichkeit, über Cloud-basierte Sicherheitstechnik zu steuern, welche Personen auf welche Teile ihres Netzwerks zugreifen dürfen.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Paketes ist eine Einzelanmeldung, welche alle Passwörter und Berechtigungen steuert, die ein Benutzer benötigt. Aber Okta geht mit einem umfassenden Paket von Zugangsmanagement-Tools noch weiter. Das Unternehmen ist ein Komplettanbieter für interne und externe Sicherheitslösungen. Mit über 7.000 vorgefertigten Integrationen zu Anwendungen und Infrastrukturanbietern können Okta-Kunden einfach und sicher die besten Technologien für ihr Unternehmen nutzen.

Dazu gehören führende Cloud-Computing-Plattformen wie Amazon (WKN: 906866) Web Services, Microsofts (WKN: 870747) Office 365 und Alphabets (WKN: A14Y6F) Google G-Suite, aber auch direktere Produktivitätsplattformen wie Oracle (WKN: 871460)- und SAP (WKN: 716460)-Datenbanken, Splunks (WKN: A1JV4H) Datenanalysetools und Workdays (WKN: A1J39P) Finanzmanagement-Services. Du nennst eine Anmeldesituation und Okta hat wahrscheinlich ein Plug-in dafür. Oder nimmt es in Zukunft noch ins Produktportfolio auf.

Etwa 92 % von Oktas Umsatz stammen aus Abonnements für seine Software-as-a-Service-Lösungen. Der verbleibende Teil entfällt auf professionelle Dienstleistungen wie technischen Support und Unterstützung beim Aufbau der Identitätsmanagement-Plattform für den Kunden.

Das Unternehmen zählt heute über 10.000 Kunden, darunter Markennamen wie JetBlue (WKN: 541867), Slack (WKN: A2PGZL), Nordstrom (WKN: 867804) und 20th Century Fox. Aber Oktas erklärte Vision ist, „jedem Unternehmen die Möglichkeit zu geben, seine Technologie zu verwenden“. Um dieses Ziel zu erreichen, besteht der Großteil der derzeitigen Okta-Kundschaft aus kleinen und mittelgroßen Firmen.

Warum Okta eine Kursvervielfacher-Gelegenheit ist

Okta erwirtschaftet den überwiegenden Teil seines Umsatzes in den USA. Der Auslandsanteil des Umsatzes lag zuletzt weiterhin unter 20 %. Das Management sieht die globale Expansion als einen wesentlichen Treiber für sein langfristiges Wachstum. Doch von einer Sättigung des amerikanischen Marktes ist das Unternehmen noch weit entfernt, wie das Inlandsumsatzwachstum im Geschäftsjahr 2020/2021 in Höhe von 43 % im Jahresvergleich zeigt, trotz COVID-19, wohlgemerkt.

Okta sollte zudem langfristig in der Lage sein, zusätzliche Dienste an seine bestehenden Kunden, die sich an die Anmeldefunktion gewöhnt haben, zu verkaufen. In vielen Fällen ersetzt die Firma eigenentwickelte Anmelde- und Zugriffsmanagementlösungen. Zudem erleichtern Oktas Tipps, sobald die Kunden mit der Cloud-Plattform vertraut und zufrieden sind, den Kauf weiterer Tools.

Dies ist ein wertvoller Service, für den es viele Anwendungsmöglichkeiten gibt. Für Okta gibt es noch viele Möglichkeiten und wir glauben, dass Investoren davon profitieren können.

Risiken

Okta ist immer noch unrentabel, während sich das Umsatzwachstum in den letzten Jahren weiter verlangsamt hat. Das Unternehmen ist angehalten, von wachstumsstarken Ideen wie der internationalen Expansion und mehr Umsatz je Kunde zu profitieren, da die US-Einnahmen in einigen Jahren nicht mehr so leicht und stark steigen werden. Dies sind im Moment keine großen Probleme, aber in ferner Zukunft schon.

Im gesamten Geschäftsjahr 2021 steigerte Okta seinen Abonnentenumsatz um 49 %, was sowohl auf neue Kunden, eine gesteigerte Kundenanzahl und mehr Umsatz je Kunde zurückzuführen ist. Das internationale Wachstum ist weiterhin ein Wachstumstreiber im operativen Zahlenwerk, der auch zukünftig Potenzial besitzen dürfte. Okta macht im Grunde genommen alles richtig. Das Unternehmen muss nur weiter am Ball bleiben und sein Geschäft weiter ausbauen. Sowohl international als auch qualitativ.

Oktas Ergebnisse: Die Zahlen

Internetsicherheit ist im heutigen Geschäftsleben ständig ein Thema. Zudem greifen Unternehmen zunehmend auf die Cloud zurück, um ihre wachsenden Softwareanforderungen zu erfüllen. Diese beiden Faktoren treiben Oktas Wachstum an. Seit dem Börsengang 2017 ist der Umsatz deutlich gestiegen.

Mit dem Bericht zum zweiten Geschäftsquartal 2019/2020 hofften die Investoren, dass sich das Umsatzwachstum fortsetzen konnte. Und wieder einmal wurden sie nicht enttäuscht.

Kennzahl  Q4 2019/20 Q4 2020/21 Veränderung
Umsatz 167,3 Mio. USD 234,7 Mio. USD 40 %
Operativer Gewinn -44,7 Mio. USD -54,6 Mio. USD N /A
Gewinn je Aktie (bereinigt) -0,42 USD -0,58 USD N/A

Quelle: Okta Gewinnmitteilung

Was ist zuletzt im Fiskaljahr 2020/21 passiert?

Okta hat weiterhin ein solides Wachstum hingelegt. Die Umsätze kletterten im Jahresvergleich um 43 % auf 835,4 Mio. US-Dollar. Ergebnisseitig blieb Okta mit einem Nettoergebnis von -266,3 Mio. US-Dollar jedoch in den roten Zahlen. Das entspricht einem Nettoverlust je Aktie von 2,09 US-Dollar auf GAAP-Basis.

Das Management hat außerdem verkündet, dass der Erwerb von AuthO für 6,5 Mrd. US-Dollar abgeschlossen worden ist. Damit sichert sich das US-Unternehmen einen führenden Anbieter zur Identifizierung und Anmeldung von Team-Lösungen. Anorganisches Wachstum könnte für Okta daher ein weiterer Schlüssel zur künftigen Aufrechterhaltung eines stärkeren Wachstums sein.

Zudem besitzt Okta weiterhin einen Cashbestand von 2,56 Mrd. US-Dollar, der nicht nur krisensicher bleiben dürfte und zur Aufrechterhaltung der Wachstumsgeschichte benötigt wird. Nein, sondern zugleich auch weiteres Potenzial für anorganisches Wachstum schaffen kann. Okta ist inzwischen stärker als zuvor, hat mehr Produkte in sein Ökosystem integriert und verfügt mit über 10.000 Kunden über ein breites Netzwerk. Zudem ist der freie Cashflow mit rund 117 Mio. US-Dollar bereits positiv gewesen.

Ausblick

Okta besitzt weiterhin den Vorteil robuster Umsatzaussichten, um seine aggressiven Ausgabenpläne zu finanzieren. Das Management spricht deshalb im neuen Fiskaljahr 2021/22 von einem Umsatzwachstum in einer Spanne zwischen 30 und 31 % auf 237 bis 239 Mio. US-Dollar. Für das Gesamtjahr rechnet das Management hingegen mit Erlösen in Höhe von 1,08 bis 1,09 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum von 29 bis 30 % im Jahresvergleich entsprechen soll. Damit fällt die runde Milliarden-Marke voraussichtlich in diesem Börsenjahr.

Okta sieht zudem die Profitabilität immer näher kommen. Im Gesamtjahr 2021/22 soll das Non-GAAP-Ergebnis lediglich in einer Spanne zwischen -55 und -60 Mio. US-Dollar liegen. Das zeigt, dass die Profitabilität in den kommenden Jahren erreicht werden könnte. Gemessen an den freien Mittelzuflüssen schreibt Okta bereits schwarze Zahlen.

Fazit

Es ist natürlich ein schlechtes Zeichen, wenn sich das Umsatzwachstum immer weiter verlangsamt. Die Okta-Aktie könnte trotzdem noch weiteres Wachstumspotenzial besitzen. Und wenn, dann eben auch auf anorganischer Ebene. Die Umsatzwachstumsraten verlangsamen sich zwar, die Qualität des Wachstums lässt jedoch definitiv nicht nach. Zumal das Unternehmen auch im internationalen Markt noch eine Menge Wachstumspotenzial besitzen dürfte.

Okta steht außerdem kurz davor, profitabel zu werden, und das könnte der Aktie ebenfalls eine Neubewertung verleihen. Foolishe Investoren können daher weiterhin einen Blick auf diese Top-Aktie riskieren.

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Offenlegung: John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten, eine Mitarbeiterin von LinkedIn, einer Microsoft-Tochtergesellschaft, ist Mitglied im Vorstand von The Motley Fool. Aaron Bush besitzt Aktien von Alphabet (C-Aktien), Amazon und Okta. David Gardner besitzt Aktien von Alphabet (C-Aktien) und Amazon. Emily Flippen besitzt Anteile an Okta. Matthew Argersinger besitzt Aktien von Alphabet (C-Aktien), Amazon und Okta. Tom Gardner besitzt Aktien von Alphabet (C-Aktien). The Motley Fool besitzt Aktien von Alphabet (C-Aktien), Amazon, Microsoft, Okta, Oracle, Splunk und Workday und besitzt folgende Optionen: Short Dezember 2018 52 USD Calls auf Oracle und Long Januar 2020 30 USD Calls auf Oracle. The Motley Fool besitzt eine Offenlegungspolitik.