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Unser Top Small Cap für das Jahr 2020! (Okta)

Ein Motley Fool Sonderbericht

Tip der Motley Fool Redaktion: Wir wissen, dass das Auf und Ab an den Aktienmärkten in volatilen Zeiten wie aktuell nervenaufreibend sein kann. Deshalb empfehlen wir unseren Mitgliedern (und dem Rest der Welt): Keine Panik, keine Verkäufe. Investieren ist ein langfristiges Spiel, und wir glauben, dass auch die jetzigen Turbulenzen vorübergehen werden.

Unser Top Small Cap für das Jahr 2020!

Okta

Die Okta Identity Cloud ermöglicht es Unternehmen, die richtigen Personen sicher mit den richtigen Technologien zur richtigen Zeit zu verbinden.

Foto: Getty Images


Das Geschäftsmodell

Oktas Identity Cloud-Plattform bietet Unternehmen jeder Größe eine einfache Möglichkeit, über Cloud-basierte Sicherheitstechnik zu steuern, welche Personen auf welche Teile ihres Netzwerks zugreifen dürfen.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Paketes ist eine Einzelanmeldung, welche alle Passwörter und Berechtigungen steuert, die ein Benutzer benötigt. Aber Okta geht mit einem umfassenden Paket von Zugangsmanagement-Tools noch weiter. Das Unternehmen ist ein Komplettanbieter für interne und externe Sicherheitslösungen. Mit über 6.000 vorgefertigten Integrationen zu Anwendungen und Infrastrukturanbietern können Okta-Kunden einfach und sicher die besten Technologien für ihr Unternehmen nutzen.

Dazu gehören führende Cloud-Computing-Plattformen wie Amazon (WKN: 906866) Web Services, Microsofts (WKN: 870747) Office 365 und Alphabets (WKN: A14Y6F) Google G-Suite, aber auch direktere Produktivitätsplattformen wie Oracle (WKN: 871460) und SAP (WKN: 716460) Datenbanken, Splunks (WKN: A1JV4H) Datenanalysetools und Workdays (WKN: A1J39P) Finanzmanagement-Services. Du nennst eine Anmeldesituation, und Okta hat wahrscheinlich ein Plug-in dafür.

Etwa 94 % von Oktas Umsatz stammt aus Abonnements für seine Software-as-a-Service-Lösungen. Der verbleibende Teil entfällt auf professionelle Dienstleistungen wie technischen Support und Unterstützung beim Aufbau der Identitätsmanagement-Plattform für den Kunden.

Das Unternehmen zählt heute über 7.000 Kunden, darunter Markennamen wie JetBlue (WKN: 541867), Slack (WKN: A2PGZL), Nordstrom (WKN: 867804) und 20th Century Fox. Aber Oktas erklärte Vision ist, „jedem Unternehmen die Möglichkeit zu geben, seine Technologie zu verwenden“. Um dieses Ziel zu erreichen, besteht der Großteil der derzeitigen Okta-Kundschaft aus kleinen und mittelgroßen Firmen.

Warum Okta eine Kursvervielfacher-Gelegenheit ist

Okta erwirtschaftet den überwiegenden Teil seines Umsatzes in den USA. Der Auslandsanteil lag im Geschäftsjahr 2018/2019 bei 15,5 % des Umsatzes. Das Management sieht die globale Expansion als einen wesentlichen Treiber für sein langfristiges Wachstum. Doch von einer Sättigung des amerikanischen Marktes ist das Unternehmen noch weit entfernt, wie das Inlandsumsatzwachstum im Geschäftsjahr 2018/2019 in Höhe von 53,1 % zeigt.

Okta sollte zudem langfristig in der Lage sein, zusätzliche Dienste an seine bestehenden Kunden, die sich an die Anmeldefunktion gewöhnt haben, zu verkaufen. In vielen Fällen ersetzt die Firma eigenentwickelte Anmelde- und Zugriffsmanagementlösungen. Zudem erleichtern Oktas Tipps, sobald die Kunden mit der Cloud-Plattform vertraut und zufrieden sind, den Kauf weiterer Tools.

Dies ist ein wertvoller Service, für den es viele Anwendungsmöglichkeiten gibt. Für Okta gibt es noch viele Möglichkeiten, und wir glauben, dass Investoren davon profitieren können.

Risiken

Okta ist immer noch unrentabel, während sich das Umsatzwachstum bereits verlangsamt. Das Unternehmen ist angehalten, von wachstumsstarken Ideen, wie der internationalen Expansion und mehr Umsatz je Kunde, zu profitieren, da die US-Einnahmen in einigen Jahren nicht mehr so leicht steigen werden. Dies sind im Moment keine großen Probleme, aber in ferner Zukunft schon.

Im ersten Geschäftshalbjahr 2019/2020 steigerte Okta seinen Abonnenten-Umsatz um 52 %, was sowohl auf neue Kunden, eine gesteigerte Kundenanzahl und mehr Umsatz je Kunde zurückzuführen ist. Das internationale Wachstum (56,2 % im GJ 2018/2019) übertrifft weiterhin die inländischen Umsatzsteigerungen (53,1 % im GJ 2018/2019). Okta macht im Grunde genommen alles richtig. Das Unternehmen muss nur weiter am Ball bleiben und sein Geschäft weiter ausbauen.

Oktas Ergebnisse: Die Zahlen

Internetsicherheit ist im heutigen Geschäftsleben ständig ein Thema. Zudem greifen Unternehmen zunehmend auf die Cloud zurück, um ihre wachsenden Softwareanforderungen zu erfüllen. Diese beiden Faktoren treiben Oktas Wachstum an. Seit dem Börsengang 2017 ist der Umsatz deutlich gestiegen.

Mit dem Bericht zum zweiten Geschäftsquartal 2019/2020 hofften die Investoren, dass sich das Umsatzwachstum fortsetzen konnte. Und wieder einmal wurden sie nicht enttäuscht.

Kennzahl  Q2 2019/20 Q2 2018/19 Veränderung
Umsatz 140,5 Mio. USD 94,6 Mio. USD 48,5 %
Operativer Gewinn -43,6 Mio. USD -38,4 Mio. USD N /A
Gewinn je Aktie (bereinigt) -0,37 USD -0,37 USD N/A

Quelle: Okta Gewinn-Mitteilung

Was ist im zweiten Geschäftsquartal 2019/2020 mit Okta passiert?

Der Spezialist für Digital Identity Management hob Ende Mai 2019 seinen Ausblick an, nachdem er insbesondere bei seinen hochwertigen Aufträgen ein überraschend starkes Umsatzwachstum verzeichnete.

Okta hat im Quartalsbericht diesen Ausblick erneut angehoben, nachdem es seine jüngsten Umsatzziele übertroffen hat. Anleger, die sich Sorgen über die Höhe der Nettoverluste machen, konnten sich darüber freuen, dass das Cybersicherheits-Unternehmen dem Break-even näher kommt.

Okta verzeichnete einen Umsatz von 140,5 Mio. US-Dollar, was einem Wachstum von 48,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. CEO Todd McKinnon und sein Team hatten einen Umsatz von 131 Mio. USD und eine Wachstumsrate von 38 % prognostiziert, so dass das tatsächliche Ergebnis erneut weit über den Erwartungen lag.

Das Management verdankt den hohen Umsatzzuwachs seinen Großkunden, wobei Jahresverträge im Wert von über 100.000 US-Dollar um 46 % auf 1.200 Unternehmen anstiegen. „Unsere Dynamik wird durch die massiven und unvermeidlichen Veränderungen angetrieben, welche die Unternehmen heute prägen“, sagte McKinnon in einer Telefonkonferenz.

Führungskräfte hoben hervor, dass Okta im Berichtszeitraum dank seiner flexiblen Plattform von Lösungen, die Identitäten in komplexen, cloudbasierten Technologieumgebungen verwalten helfen, mehrere große Neukunden gewonnen hat. Diese Geschäftsbeziehungen werden immer größer, wobei sich die Top 25 der Verträge im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt verdoppelt haben.

Okta erzielte bemerkenswerte Rentabilitätszuwächse, einschließlich einer höheren Brutto- und operativen Gewinnmarge. Der Cash Burn (Liquiditätsverlust) verbesserte sich auf 1 Mio. US-Dollar oder 1 % des Umsatzes, verglichen mit 5 Mio. US-Dollar oder 6 % des Umsatzes vor einem Jahr. Der Betriebsverlust lag bei 31 % des Umsatzes, verglichen mit 41 % im Vorjahr.

Das Unternehmen befindet sich jedoch nach wie vor fest im Investitions-Wachstumsmodus, wie die hohen Verluste zeigen. Okta erhöhte seine Mitarbeiterzahl im Jahresvergleich um 40 %, wobei sich die meisten Mitarbeiter auf Bereiche wie Vertrieb und Marketing konzentrierten. Die gesamten Betriebskosten stiegen von 105 Mio. auf 145 Mio. US-Dollar, was vor allem auf die Versuche zurückzuführen ist, die Reichweite auf größere Unternehmen zu erweitern. „Wir investieren weiterhin in unser Geschäft, während wir uns auf ein nachhaltiges Wachstum einstellen“, sagte Finanzvorstand Bill Losch den Investoren.

Was das Management zu sagen hatte

„Wir hatten ein weiteres außergewöhnliches Quartal mit starkem Wachstum bei den Abonnement-Einnahmen, dem Transaktionsvolumen und den übrigen Leistungszusagen“, sagte Todd McKinnon, Chief Executive Officer und Mitbegründer von Okta.

„Identitätsmanagement spielt eine grundlegende Rolle, da Unternehmen mehr Cloud-Technologien einsetzen und die digitale Transformation ihrer Unternehmen auf eine hochsichere und einfach zu bedienende Weise beschleunigen wollen. Die jüngste Anerkennung, die wir von namhaften Industrieforschungsfirmen erhalten haben, bestätigt unsere Ansicht, dass Okta zum Identitätsstandard für Unternehmen weltweit geworden ist, von schnell wachsenden bis hin zu den größten Firmen der Welt.

Unser Erfolg wird dadurch erzielt, dass wir diesen Unternehmen bei ihren unternehmenskritischen Initiativen mit unserer wachsenden Plattform für Identitätslösungen helfen. Wir könnten nicht mehr begeistert sein von den enormen Marktchancen, die vor uns liegen.“

Ausblick

Okta besitzt den Vorteil robuster Umsatzaussichten, um seine aggressiven Ausgabenpläne zu finanzieren. Zu diesem Zweck hob das Management seinen Ausblick das zweite Quartal in Folge an und strebt nun im Geschäftsjahr 2019/2020 einen Umsatz zwischen 560 und 563 Mio. US-Dollar an. Diese Prognose lag Ende Mai 2019 zwischen 543 und 548 Mio. US-Dollar und reichte zu Beginn des Jahres 2019 von 530 bis 535 Mio. US-Dollar.

Oktas bereinigter Gewinnausblick verbessert sich ebenfalls, aber Investoren dürfen bei dem Softwarespezialisten in absehbarer Zeit nicht mit einem stabilen Gewinn rechnen. Die Non-GAAP-Nettoverluste sind auf dem besten Weg, in diesem Geschäftsjahr bei 0,44 bis 0,42 US-Dollar pro Aktie zu liegen, verglichen mit 0,32 US-Dollar pro Aktie im Vorjahr.

Fazit

Sicher, es ist normalerweise ein schlechtes Zeichen für Investoren, wenn die Firmenverluste steigen. Aber in diesem Fall gibt es viele Belege dafür, dass das Management den Anspruch hat, zuerst seine Branchenposition zu festigen, die noch eine lange Wachstumsphase vor sich hat. Dieser Erfolg sollte die Grundlage für deutliche Gewinne schaffen, vielleicht bereits im Geschäftsjahr 2020/21.

Alles in allem erwarten wir in den nächsten zehn Jahren und darüber hinaus eine stabile Wachstumsgeschichte. Investoren sind dieser These bereits gefolgt, so dass Oktas Aktie derzeit schon zu einem hohen Kurs-Umsatz-Verhältnis von 31,3 (22.11.2019) gehandelt wird. Seid also geduldig, wenn Oktas Aktienkurs stärker schwanken sollte, während er in diese großen Erwartungen hineinwächst – unserer Meinung nach bleibt das Unternehmen auf lange Sicht ein Vermögensbilder.

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Offenlegung: John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten, eine Mitarbeiterin von LinkedIn, einer Microsoft-Tochtergesellschaft, ist Mitglied im Vorstand von The Motley Fool. Aaron Bush besitzt Aktien von Alphabet (C-Aktien), Amazon und Okta. David Gardner besitzt Aktien von Alphabet (C-Aktien) und Amazon. Emily Flippen besitzt Anteile an Okta. Matthew Argersinger besitzt Aktien von Alphabet (C-Aktien), Amazon und Okta. Tom Gardner besitzt Aktien von Alphabet (C-Aktien). The Motley Fool besitzt Aktien von Alphabet (C-Aktien), Amazon, Microsoft, Okta, Oracle, Splunk und Workday und besitzt folgende Optionen: Short Dezember 2018 52 USD Calls auf Oracle und Long Januar 2020 30 USD Calls auf Oracle. The Motley Fool besitzt eine Offenlegungspolitik.