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Streaming Wars im Gange, Aktionäre sollten auf Social Media achten

Streaming-Aktie
Foto: The Motley Fool

Beinahe jeder Leser dürfte die großen Streaming-Anbieter Netflix (WKN: 552484), Disney (WKN: 855686) und Amazon (WKN: 906866) kennen. In der westlichen Welt ist es beinahe ausgeschlossen, dass man nicht mit einer Serie oder einem Film der Unternehmen in Berührung gekommen ist. Die Giganten konkurrieren um die Gunst der Kunden. Diese haben nur ein begrenztes monetäres und zeitliches Budget und entscheiden sich für das qualitativ und quantitativ beste Angebot.

In diesem Zusammenhang wird oft von den sogenannten Streaming Wars gesprochen. Die Konkurrenten geben viel Geld für teure Lizenzen aus und sind bereit, für die Produktion immer tiefer in die Tasche zu greifen. Die letzte Staffel von Game of Thrones kostete ca. 100 Mio. US-Dollar, die Kosten bei der ersten Staffel der von Amazon produzierten Herr-der-Ringe-Serie soll ca. 465 Mio. US-Dollar gekostet haben. Bei Blockbuster-Filmen sind dreistellige Budgets ebenfalls längst Standard.

Der große Vorteil von Social Media

Die Geschäftsmodelle der Streaming-Anbietern sind damit relativ kapitalintensiv. Die Studios müssen für die Produktion in Vorleistung gehen und darauf hoffen, dass das Angebot die Kunden von einem Abo überzeugt. Alphabet (WKN: A14Y6F) mit YouTube, die Social-Media-Plattformen von Meta Platforms (WKN: A1JWVX) oder der neue Herausforderer TikTok kennen dieses Problem nicht. Hier kann jeder User Inhalte erstellen und wird erst bezahlt, wenn der hochgeladene Content auch wirklich Beachtung bei den Anwendern findet.

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53,5 % der Zeit, die Internetnutzer im erwerbsfähigen Alter online verbringen, entfielen im Jahr 2021 auf Mobiltelefone. Die Anbieter sozialer Netzwerke profitieren von diesem Trend zum orts- und zeitunabhängigen Konsum mit ihren viel schneller zu konsumierenden Formaten. Die wenigsten Menschen sehen sich eine Folge von House of the Dragon an, während sie fünf Minuten auf ein Date warten. Bei TikTok ist das im Gegensatz dazu problemlos möglich.

TikTok lässt sich viel einfacher konsumieren als alle anderen Formate zuvor. Automatisch springt man von Video zu Video. Gefällt ein Video nicht, kann man es wegwischen, der Algorithmus lernt dadurch und passt das zukünftige Angebot an. In Kombination mit der Kürze der Videos erreicht TikTok ein wöchentliches Engagement von zwölf Stunden bei den Jugendlichen in den USA. Der einzige westliche Dienst, der hinsichtlich der Intensität der Nutzung der Jugendlichen noch mithalten kann, ist YouTube.

Ein Konkurrent weniger und eine Überreaktion

Den Streaming-Diensten steht eine harte Zeit bevor. Sie kämpfen an mehreren Fronten um die Gunst der Kunden. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kommt es hier noch zu einer weiteren Konsolidierung. Mein Favorit ist und bleibt dabei Amazon, da das Unternehmen als Cloud-Anbieter für Netflix und Disney+ auftritt. Damit profitiert das Unternehmen, solange nur mehr gestreamt wird.

Daneben bin ich nach wie vor von Alphabet und Meta Platforms überzeugt. Zwar gibt es hier mit TikTok einen starken Herausforderer, allerdings glaube ich eher an ein Verbot der chinesischen Plattform als an eine Zerschlagung der heimischen Tech-Giganten.

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Florian besitzt Aktien von Alphabet, Amazon und Meta Platforms. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- & C-Aktien), Amazon, Meta Platforms, Netflix und Walt Disney und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2024 $145 Call auf Walt Disney und Short January 2024 $155 Call auf Walt Disney.

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