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HelloFresh-Aktie: Was jetzt für den DAX-Absteiger spricht

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Foto: Getty Images

Die HelloFresh-Aktie (WKN: A16140) ist einer der großen Verlierer des laufenden Jahres. Seit Jahresbeginn ist der Aktienkurs um mehr als 50 % auf 25,66 Euro gefallen (Stand: 13.09.2022). Vor wenigen Tagen kam dann auch noch dazu, dass das Unternehmen den DAX40 nach etwa einem Jahr schon wieder verlassen muss.

Aktuell läuft es also alles andere als rund für das Berliner Unternehmen. Tatsächlich steht der Aktienkurs inzwischen wieder so niedrig wie zu Beginn der Pandemie, als das Unternehmen noch sehr viel kleiner war.

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Langfristig hat HelloFresh aber große Pläne und genau das könnte der Aktie wieder zu alter Stärke verhelfen.

HelloFresh wächst und wächst

Tatsächlich entwickelt sich das operative Geschäft bei HelloFresh deutlich besser, als die Aktienkursentwicklung vermuten lässt. HelloFresh hat im letzten Quartal einen langen Trend fortgesetzt und einmal mehr die Markterwartungen übertroffen. Sowohl der Umsatz als auch der angepasste Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (AEBITDA) lagen höher, als von Analysten erwartet.

Der Umsatz ist um sehr ordentliche 26 % auf 1,957 Mrd. Euro gestiegen. Seit Beginn der Pandemie hat sich der Umsatz inzwischen mehr als verdoppelt.

Trotz der soliden Umsatzsteigerung konnte HelloFresh den Gewinn aber nicht weiter steigern. Tatsächlich ist der Nettogewinn sogar um etwa ein Viertel auf 63 Mio. Euro oder 0,35 Euro je Aktie gesunken.

Auslöser dafür waren gestiegene Kosten für Marketing, Verwaltung und noch einige weitere Posten. Das ist aber auch nicht verwunderlich, da HelloFresh in den letzten beiden Jahren in mehrere neue Märkte eingetreten ist. Diese Märkte verursachen erst mal hohe Kosten, um Kunden zu gewinnen und die nötige Infrastruktur aufzubauen und zu optimieren.

Auch in diesem Jahr investiert HelloFresh viel Geld in die Erweiterung der weltweiten Produktionskapazitäten und die Steigerung der Effizienz. Diese Investitionen sind ein wesentlicher Bestandteil der Wachstumspläne.

Denn bis 2025 will HelloFresh den Umsatz auf mehr als 10 Mrd. Euro steigern. Gegenüber dem letzten Jahr wäre das noch mal ein ordentlicher Anstieg um 66 %. In der ersten Jahreshälfte ist der Umsatz schon um mehr als 29 % gestiegen. Das Ziel ist also keineswegs unrealistisch.

Bald dürften die Gewinne wieder steigen

Aber in den Zahlen finden sich noch weitere Details, die dafürsprechen, dass HelloFresh eine rosige Zukunft bevorstehen dürfte. Denn das Unternehmen hat in der Pandemie mehrere Millionen neue Kunden gewonnen. Und entgegen aller Befürchtungen bleiben die Kunden dem Unternehmen bisher treu. Tatsächlich kommen sogar noch weitere hinzu. Im letzten Quartal wurde die Zahl der aktiven Kunden gegenüber dem Vorjahr um 4 % auf 8 Mio. gesteigert.

HelloFresh versucht zudem, sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem stationären Handel zu erarbeiten. Wie das Unternehmen betont, steigen die Preise für die Kochboxen langsamer als die Lebensmittelpreise im Einzelhandel. So wird das Angebot für die Kunden noch attraktiver.

Trotzdem will HelloFresh in den nächsten Jahren aber auch die Gewinne kräftig steigern. Die im letzten Jahr gestartete Expansion in neue Märkte und auch die Ausweitung der Produktionskapazitäten haben die angepasste Gewinnmarge deutlich zusammenschmelzen lassen. Im letzten Quartal ist der Wert auf nur noch 7,5 % gefallen.

Bis 2025 soll es aber wieder auf mehr als 10 % raufgehen. Starkes Umsatzwachstum bei gleichzeitig steigenden Margen bedeutet letztendlich auch stark steigende Gewinne. Und genau das ist es, was der Aktie wieder neuen Auftrieb verleihen kann.

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Dennis Zeipert besitzt Aktien von HelloFresh. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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