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2 Gründe, warum ich keine Chip-Aktien kaufe

Bulle und Bär Aktien Bullenmarkt
Foto: Getty Images

In den letzten Jahren zählten die Aktien der großen Technologiekonzerne zu den absoluten Favoriten der Anleger. Das hat insbesondere im letzten Jahr dazu geführt, dass die Aktienkurse und damit die Bewertungen von Unternehmen wie Nvidia (WKN: 918422) oder AMD (WKN: 863186) regelrecht durch die Decke gegangen sind.

Problematisch werden derart steile Kursanstiege insbesondere, wenn sie sich von der Unternehmensentwicklung abkoppeln. Steigt der Aktienkurs deutlich stärker als der Gewinn, wird sich die Entwicklung früher oder später umkehren.

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Und genau das ist in diesem Jahr passiert. Die Kurse dieser beiden Chipaktien und auch vieler anderer Konkurrenten sind seit Jahresbeginn stark eingebrochen. Beide Konzerne gehören in diesem Jahr zu den größten Verlierern im NASDAQ-Index und haben deutlich schlechter abgeschnitten, als der Gesamtmarkt.

Jetzt könnte man meinen, dass das vielleicht eine super Gelegenheit ist die Aktien günstig aufzusammeln. Für mich sind die Kurse allerdings noch nicht weit genug gefallen, um die Aktien wirklich attraktiv werden zu lassen.

1. Trotz Kurssturz sind die Aktien hoch bewertet

Zwar ist ein Kurssturz bei der Aktie eines profitabel wachsenden Unternehmens immer eine gute Sache. Denn prinzipiell kauft man damit einen Anteil an den zukünftigen Gewinnen des Unternehmens. Je günstiger die Aktie, desto mehr bekommt man also für sein Geld.

Aber trotz der Kurshalbierung sind die Aktien noch lange keine Schnäppchen, wenn man als Maßstab das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) verwendet. Im letzten Jahr wurde beispielsweise Nvidia mit dem 100-Fachen des Jahresgewinns gehandelt. Ein so hohes KGV findet man eher selten. Denn selbst wenn Nvidia den gesamten Gewinn an seine Aktionäre ausschütten würde, ergäbe das eine Rendite von winzigen 1 %! An diesen Zahlen kann man die Euphorie ablesen, die um diese Aktien herrschte.

Aber auch jetzt, nach dem Kurssturz, werden die Aktien noch zu einem sehr hohen KGV gehandelt. Für eine Nvidia-Aktie muss man mit 187 US-Dollar immer noch das 48-Fache des letzten Jahresgewinns auf den Tisch legen. Bei AMD liegt das KGV bei einem Kurs von 100 US-Dollar noch bei 40 (Stand: 12.08.2022).

2. Schwache Nachfrage drückt das Wachstum

Und dabei ist das KGV in beiden Fällen nur auf Basis des letzten Jahresgewinns berechnet. Würde man die letzten vier Quartale als Grundlage nehmen, würde das KGV noch deutlich höher liegen. Denn bei beiden Konzernen lag der Gewinn je Aktie in der ersten Jahreshälfte deutlich niedriger, als im Vorjahr.

Nvidia hat sich sogar vor wenigen Tagen dazu entschieden, die Zahlen des letzten Quartals Wochen früher als geplant zu veröffentlichen, da diese meilenweit unter den Erwartungen lagen. Interessant ist in der Veröffentlichung dazu, dass es zu Abschreibungen auf Lagerbestände kam. Die nachlassende Nachfrage hat Nvidia nun also dazu gezwungen, die Preise zu senken.

Natürlich ist das nur eine Momentaufnahme. Was wirklich zählt, ist die langfristige Entwicklung der Unternehmen. Wenn man sich die Aktien dieser beiden Konzerne aber jetzt ins Depot legt, sollte man auf eine möglicherweise jahrelang schwache Performance vorbereitet sein. Denn die Kombination aus hoher Bewertung und nachlassender Nachfrage ist ein potenzielles Pulverfass.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Nvidia.

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