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BioNTech vs. Moderna: In diesen Impfstoffhersteller würde ich eher investieren!

Foto: Getty Images

Sowohl BioNTech (WKN: A2PSR2) als auch Moderna (WKN: A2N9D9) haben der Menschheit mit der Entwicklung einer Impfung gegen Corona wohl einen großen Dienst erwiesen. Diese konnten nachweislich Infektionen verhindern und Symptome reduzieren. Mit dem Aufkommen der neuen Virusvariante Omikron steht jedoch erneut eine große Herausforderung bevor. Denn zum aktuellen Zeitpunkt sind weder der verbesserte Impfstoff von BioNTech noch von Moderna zugelassen.

Indes hat sich die Bewertung beider Konzerne signifikant reduziert. Denn wer weiß schon, ob wir in den nächsten Jahren überhaupt noch auf Impfstoffe der beiden Unternehmen angewiesen sind? Für Anleger ergibt sich somit ein ähnliches Bild wie im Herbst 2020. Enorme Chancen stehen signifikanten Risiken gegenüber. Für welches Unternehmen würde ich mich wohl entscheiden, wenn ich aktuell in eines der beiden Unternehmen investieren müsste?

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Absatzmengen und Preise

Offensichtlich setzt die US-Regierung höhere Erwartungen in den Impfstoff von BioNTech. Denn während das Unternehmen aus Deutschland über einen Auftrag von 105 Mio. Impfdosen à 30,48 US-Dollar verfügt, muss sich Moderna mit 66 Mio. Impfdosen à 26,36 US-Dollar zufriedengeben.

Dennoch muss bedacht werden, dass sich BioNTech die Erlöse mit Pfizer teilen muss, wonach absolut gesehen vermutlich Moderna mehr verdienen wird als BioNTech. Dennoch steht ein großes Fragezeichen hinter diesen Auftragsbeständen. Denn aus meiner Sicht wird jenes Unternehmen das Rennen machen, das am frühesten die Zulassung des neuen Omikron-Wirkstoffs erhalten wird. In der Vergangenheit war BioNTech schneller.

Pipeline

Der langfristige Gewinner zwischen den beiden Unternehmen wird vermutlich nicht ausschließlich durch die Umsatzerlöse bzw. Gewinne durch den Absatz von Corona-Impfungen definiert. Viel eher wird jenes Unternehmen langfristig erfolgreicher sein, das die liquiden Mittel besser in der eigenen Pipeline verwenden kann. Denn nur so lassen sich nachhaltig Umsätze und Gewinne in den nächsten Jahren sichern. Denn es ist nicht davon auszugehen, dass BioNTech und Moderna die aktuellen Verkaufspreise und Mengen langfristig halten können.

In Hinblick auf die Pipeline der beiden Unternehmen lässt sich jedenfalls festhalten, dass Moderna über ein diversifizierteres Portfolio an neuen Wirkstoffen bzw. Zielgebieten verfügt. Denn ein Großteil der Pipeline von BioNTech fokussiert sich auf die Onkologie, wobei die Wirksamkeit einer mRNA-Therapie in dieser Indikation erst weiter untersucht werden muss.

Wie BioNTech verfügt Moderna zwar auch über mögliche mRNA-Wirkstoffe gegen Krebs. Jedoch kann das Unternehmen zum Beispiel auch eine Phase-3-Studie gegen das Zytomegalievirus sowie eine Phase-2-Studie gegen das Zika-Virus vorweisen.

Dennoch muss darauf hingewiesen werden, dass diese Analyse nicht per se gegen eine Investition in BioNTech spricht. Denn wie wir bereits gesehen haben, genügt ein zugelassenes Medikament, um einen gewaltigen Kurssprung auszulösen.

Bewertung

Basierend auf den unsicheren Absatzmengen und Verkaufspreisen steht hinter der aktuellen Unternehmensbewertung aus meiner Sicht ein großes Fragezeichen. Denn das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) basiert auf unsicheren Gewinnschätzungen. Demnach würde BioNTech auf ein KGV von 5 und Moderna auf ein KGV von 7 kommen. Dies könnte weiterhin ein Indikator dafür sein, dass auch der Kapitalmarkt die Pipeline von Moderna höher bewertet als jene von BioNTech.

Dennoch sind die Bewertungen in absoluten Zahlen lächerlich gering. Dies liegt jedoch an der fehlenden Prognostizierbarkeit der Umsatzerlöse und Gewinne der beiden Unternehmen. Daher sollte hier Vorsicht geboten sein.

Risiken

Das größte Risiko besteht zweifelsohne in wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die belegen, dass entweder der Impfstoff von Moderna oder der von BioNTech besser wirkt. Dies wäre für das jeweils andere Unternehmen wohl ein herber Rückschlag. Daher sollte man aus meiner Sicht nicht alles auf eine Karte setzen. Denn dieses Risiko könnte man mittels einer Investition in beide Unternehmen diversifizieren.

Das Risiko, dass eine wachsende Bevölkerungsgruppe eine negative Einstellung gegenüber den Corona-Impfstoffen entwickelt, lässt sich jedoch nicht diversifizieren. Daher sollte es nicht verwunderlich sein, dass die Bereitschaft, laufend impfen zu gehen, sinken wird. Denn auch durch die geringeren Folgen einer Omikron-Infektion werden sich einige Menschen vermutlich für eine Infektion entscheiden. Nichtsdestotrotz bin ich optimistisch gestimmt, dass Moderna und BioNTech in den nächsten Jahren attraktive Einnahmen erzielen werden und sich die Impfbereitschaft auf dem Niveau der Influenzaimpfung einpendeln wird.

Müsste ich mich für ein Unternehmen entscheiden, würde ich vermutlich eher zur Aktie von BioNTech greifen. Denn das Unternehmen war in der Vergangenheit stets schneller als Moderna, verfügt über einen höheren Auftragsbestand und hat zudem eine niedrigere Bewertung. Dennoch geht der Punkt Pipeline an Moderna.

Zusammengefasst gibt es aus meiner Sicht keinen eindeutigen Grund, der eine Investition in das eine oder andere Unternehmen ausschließt. Daher würde ich die Risiken mit einer Investition in beide Unternehmen diversifizieren.

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Michael besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Moderna.

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