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Shell-Aktie: Vergiss nicht, wie unproblematisch ein Ölpreis unter 100 US-Dollar ist

silhouette of working oil pumps on sunset background
Foto: Getty Images

Bei der Shell-Aktie (WKN: A3C99G) hat sich zuletzt wieder etwas Pessimismus gezeigt. Die Anteilsscheine fielen leicht, weil die Notierungen von Brent und WTI sich rückläufig entwickelt haben. Tatsächlich sind die Ölpreise wieder unter die Marke von 100 US-Dollar gefallen. Immerhin: Die Verbraucher dürfte es freuen, dass Tanken kurzfristig wieder preiswerter ist.

Aber auch die Investoren müssen sich definitiv nicht sorgen. Für die Shell-Aktie ist ein Ölpreis von unter 100 US-Dollar gewiss kein Weltuntergang. Lassen wir noch einmal die aktuellen Zahlen Revue passieren, die genau diesen Rückschluss zulassen.

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Shell-Aktie: Ölpreis unter 100 US-Dollar? No problem!

Falls dir etwas Kontext hilft: Brent und WTI notieren jetzt knapp unter 100 US-Dollar. Wobei das Barrel Brent zum Zeitpunkt, während ich diese Zeilen schreibe, bei 99,57 US-Dollar liegt. Im zweiten Quartal hat es drei kurzfristige Zeiträume gegeben, in denen das Barrel Brent diese Marke nach unten durchbrochen hat. Auch das war kein Beinbruch, ganz gewiss nicht.

Bei der Shell-Aktie gab es schließlich ein Quartalszahlenwerk, das definitiv sehr, sehr stark war. Konkret lag das bereinigte Ergebnis bei 11,47 Mrd. US-Dollar. Wobei der operative Cashflow mit einem Wert von 18,65 Mrd. US-Dollar noch stärker überzeugen konnte. Der britische Öl- und Erdgaskonzern hat dadurch innerhalb eines Vierteljahres einen zweistelligen Milliardenbetrag verdient.

Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, wie knapp im Moment Erdgas ist. Das ist wiederum ein Segment, das bei der Shell-Aktie ebenfalls sehr, sehr relevant ist. Im zweiten Quartal konnte in diesem Segment ein bereinigtes Ergebnis in Höhe von 3,75 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet werden. Der operative Cashflow lag hier sogar bei über 8 Mrd. US-Dollar. Das zeigt: Brent und WTI unter der Marke von 100 US-Dollar mögen etwas operativen Einfluss haben. Aber eben keinen großen. Sowohl mit Erdgas als auch mit Öl dürfte der Konzern weiterhin Milliarden scheffeln.

Die Bewertung passt sich moderat an

Bemerkenswert ist, dass die Bewertung der Shell-Aktie sich lediglich moderat anpasst. Bei einem Aktienkurs von ca. 25,50 Euro dürfte das Kurs-Gewinn-Verhältnis im Laufe dieses Geschäftsjahres voraussichtlich bei einem Wert von unter 12 liegen. Womöglich sogar deutlich darunter, die Notierungen von Brent und WTI haben darauf natürlich etwas Einfluss.

Trotzdem: Ein Ölpreis von unter 100 US-Dollar ist kein Weltuntergang für eine Öl-Aktie. Shell hat gezeigt, wie solide ein großer Konzern in diesem Marktumfeld wirtschaften kann. Derzeit befinden wir uns lediglich leicht unter diesem Preismaß, was trotzdem noch eine überaus profitable Ausgangslage darstellen sollte. Das ist es, worum es Investoren jetzt im Kern gehen sollte. Sowie um die Frage, wie lange sich der Markt in dieser extremen Phase hält und ob diese Bewertung auch langfristig für solide Renditen reicht.

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Vincent besitzt Aktien von Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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