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Welch Wunder: Der Streaming-Markt stirbt also nicht

Streaming-Aktie
Foto: The Motley Fool

Seitdem die Netflix-Aktie (WKN: 552484) ein frisches Zahlenwerk präsentiert hat, ist den Investoren klar: Der Streaming-Markt stirbt also nicht. Welch Wunder, welch Wunder! Und welch überraschende Erkenntnis. Ich meine, wir haben immerhin Monate der Unsicherheit erlebt, die uns in Angst und Panik versetzt haben. Na klar: Das ist ironisch gemeint.

Aber um einen ernsteren Ton anzuschlagen: Es ist schon bemerkenswert, in welchen Phasen sich die Märkte bewegen können. Beziehungsweise, was kurzfristig ausreichend gewesen ist, um einem ganzen Markt wieder neues Leben einzuhauchen. Vielleicht ging es gar nicht darum, sondern darum, etwas den Kopf gerade zu rücken. Wenn’s geklappt haben sollte, können Foolishe Investoren jedenfalls wieder den Blick auf das Wesentliche richten.

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Der Streaming-Markt stirbt also doch nicht. Ach was?!

Es ist also zumindest Zeit für dieses Zwischenfazit: Der Streaming-Markt hat seine letzten Tage nicht gesehen. Zumindest noch nicht, wer weiß, was in Zukunft noch kommt. Aber Netflix hat abgeliefert. Oder zumindest nicht den absoluten Super-GAU produziert, was die Investoren in der Breite wieder deutlich optimistischer gestimmt hat.

Der Abonnentenkreis ging in Summe um ca. eine Million Nutzer zurück. Das reicht, um den Streaming-Markt wieder zu beleben. Wie gesagt: Vielleicht auch nur temporär, je nachdem, was andere Quartale bringen. Oder, nicht auszudenken: andere Zahlen von anderen Größen in diesem Markt. Vielleicht sollten wir unsere Windeln doch noch ein wenig drum lassen, falls es noch das eine oder andere Unglück gibt.

Aber auch hier wieder etwas mehr Ernsthaftigkeit: Was ist eigentlich der Erkenntnisgewinn, den wir bis jetzt gewonnen haben? Dass plötzlich doch nicht alle Verbraucher für einen gerade so zweistelligen Euro- oder US-Dollar-Betrag auf das Unterhaltungsformat ihrer bevorzugten Wahl verzichten? Oder auch, dass das Streaming womöglich doch gekommen ist, um zu bleiben, weil es viele Vorteile und den primären Vorzug des Fernsehens zu den eigenen Konditionen bietet? Eigentlich ziemlich naheliegende Erkenntnisse.

Es hat sich zudem abgezeichnet, dass der Streaming-Markt sich weiterentwickelt. Nach einer Sturm-und-Drang-Phase, in der es ein besonders starkes Wachstum gegeben hat, ist jetzt die Marktlage etwas breiter und von Konkurrenten voller. Aber das ist nicht unbedingt das Merkmal, dass es mit dem Markt zu Ende geht. Nein, ganz im Gegenteil: Es zeigt womöglich auch, wie groß das Interesse hieran ist. Zumal sich neue, kreative oder in Teilen eben auch werbefinanzierte Möglichkeiten ergeben, die ein Weiterentwicklungspotenzial aufzeigen.

Nicht abschreiben

Viel Angst und viel Panik hat es zuletzt im Streaming-Markt gegeben. Ich möchte gewiss nicht deine Stimmung trüben. Aber es dürfte auch weitere Rückschritte hin und wieder oder bei dem einen oder anderen Namen geben. Das gehört zu einem Growth-Ansatz dazu.

Netflix hat uns temporär ein wenig befreit. Aber wenn wir weiter denken: Es ist eigentlich der Streaming-Markt, der seine Intaktheit jetzt demonstriert. Oder eben mit gewissen Vorzügen aufzeigt, dass er gekommen ist, um zu bleiben. Auch, wenn einige Analysten und Marktteilnehmer zuletzt teilweise sehr, sehr schwarz malten.

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Vincent besitzt Aktien von Netflix. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix.

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