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BASF-Aktie: 1 Chance und 3 News

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Foto: BASF SE

Besonders deutsche Industrie- und Chemiewerte wie BASF (WKN: BASF11) haben in den letzten Monaten unter den Folgen des Ukrainekrieges gelitten. Wie bereits in vorherigen Artikeln beschrieben, notieren BASF-Aktien nun unter Buchwert und sind unterbewertet.

Wie es weitergehen könnte

Was wird also nun als Nächstes passieren? Dreht Russland den Gashahn endgültig zu und BASF bricht weiter ein oder kommt es zwischen den Mächten endlich zu einem Aufeinanderzugehen? Früher oder später tritt letzterer Fall ein, denn wenn die Wirtschaft krankt und Menschen ihre Unzufriedenheit zeigen, lenkt die Politik meist ein.

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Aktuell ist eine weiterhin geringe Erdgas-Lieferung durch Russland am wahrscheinlichsten. Je nachdem, wie sich die Beziehungen entwickeln, kann sich dieser Zustand jeden Tag ändern.

Aber auch unter den aktuellen Bedingungen stellt sich der Markt sehr schnell auf die Gegebenheiten ein. Mit jedem Tag finden auch die deutschen Unternehmen mehr Lösungen, ohne russisches Erdgas produzieren zu können. Langfristig sind BASF-Aktien deshalb heute wahrscheinlich eher eine Chance als ein Risiko, auch wenn kurzfristige Bewegungen unkalkulierbar sind.

BASF baut chinesischen Standort weiter aus

BASF möchte zukünftig über den chinesischen Markt stärker wachsen. Nun hat der Konzern eine abschließende Genehmigung für den Bau des Verbundstandortes Zhanjiang erteilt. Die Bauarbeiten konzentrieren sich auf einen Steamcracker und mehrere nachgelagerte Anlagen. Sie produzieren Petrochemikalien und weitere Zwischenprodukte.

BASF hat 2020 mit dem Bau seines dritten Verbundstandortes in China begonnen, der etwa 10 Mrd. Euro kostet und bis 2030 vollständig fertig sein soll. Aktuell produziert der Konzern in Zhanjiang bereits technische Kunststoffe. 2023 geht eine Anlage für thermoplastische Polyurethane in Betrieb.

BASF erweitert US-Standort Geismar

In den USA baut BASF seinen Verbundstandort Geismar (Louisiana) mit einer Investition in Höhe von 780 Mio. US-Dollar für den finalen Bauabschnitt weiter aus. Die Produktionskapazität für Methylendiphenylisocyanate (MDI) steigt so bis 2025 auf jährlich 600.000 Tonnen.

Die Standort-Erweiterung wurde bereits 2018 begonnen. Ein erster Abschnitt inklusive MDI-Syntheseeinheit hat BASF im Oktober 2020 in Betrieb genommen. Nun erfolgt der letzte Bauabschnitt.

„BASF hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit unseren MDI-Kunden in Nordamerika zu wachsen – sei es im Baugewerbe, im Verkehrswesen, in der Automobilindustrie oder in der Schuh- und Möbelherstellung. Dank dieser integrierten Anlage werden wir unsere nordamerikanischen Kunden auch in Zukunft unterstützen, indem wir unsere Kapazitäten gemäß ihrem Bedarf erhöhen“, so der Monomers-Bereichsleiter Ramkumar Dhruva.

Bank of America erkennt die Unterbewertung

Zuletzt hat auch Bank of America (WKN: 858388)-Analyst Matthew Yates BASF-Aktien als unterbewertet eingestuft und ein Kursziel von 50 Euro ausgerufen. Seiner Meinung nach hat der Markt die Absicherungsgeschäfte der Öl- und Gastochter Wintershall nicht erkannt und eingepreist.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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