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Morphosys-Aktie: Warum sie 7,69 % zulegt!

Novo Nordisk
Foto: Getty Images

Morphosys (WKN: 663200)-Aktien entwickelten sich bis Anfang 2020 positiv. Doch dann setzte ein Rückschlag von mehr als 86 % ein (15.06.2022). Das biopharmazeutische Unternehmen ging mit der Constellation Pharmaceuticals-Übernahme und dem Abschluss einer Finanzierungspartnerschaft mit Royalty Pharma ein aus seiner Sicht positives Geschäft ein.

Langfristig könnte Morphosys bei einem Erfolg der beiden Krebsmittel Pelabresib CPI-0610 und CPI-0209 durchaus hohe Gewinne erzielen. Doch ihre Entwicklung kostet zunächst viel Geld, weshalb der Verlust im ersten Quartal 2022 von -41,6 auf -122,7 Mio. Euro stieg. Er erklärt den starken Kursrückgang.

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Morphosys lagert Kosten aus

Doch nun holt sich Morphosys Partner und somit finanzielle Hilfe ins Boot. So schloss das Planegger Unternehmen mit HIBio für Felzartamab und MOR210 eine Beteiligungs- und Lizenzvereinbarung.

Das in San Francisco ansässige Biotechnologieunternehmen Human Immunology Biosciences (HIBio) ist auf die Erforschung von Präzisionsmedikamenten für Autoimmun- und Entzündungskrankheiten spezialisiert.

Es erhält für Felzartamab und MOR210 die weltweiten Exklusivrechte, mit Ausnahme des Großraums China (für Felzartamab) und des Großraums China und Südkorea (für MOR210). HIBio übernimmt zudem alle zukünftigen Entwicklungs- und Vermarktungskosten.

Im Gegenzug erhält Morphosys eine 15-%-Beteiligung an HIBio, einen Sitz im Verwaltungsrat, 15 Mio. US-Dollar als Vorauszahlung und bis zu 1 Mrd. US-Dollar an Meilensteinzahlungen für alle Programme sowie Tantiemen im ein- bis niedrigen zweistelligen Bereich auf den Nettoumsatz.

Somit verschafft sich Morphosys finanziellen Spielraum, der zuletzt von vielen Investoren zunehmend infrage gestellt wurde. Das Unternehmen kann sich nun darüber hinaus auf die Entwicklung seiner Onkologie-Pipeline im späten und mittleren Stadium konzentrieren. Von dieser verspricht sich Morphosys später hohe Gewinne.

„Wir bei Morphosys werden unsere Ressourcen weiterhin darauf konzentrieren, unsere Onkologie-Pipeline in der späten und mittleren Entwicklungsphase voranzutreiben. Dazu gehören Pelabresib, unser potenziell klassenbester BET-Inhibitor, und Tafasitamab, unsere auf CD19 abzielende Immuntherapie – zwei Wirkstoffe, die das Potenzial haben, den Standard und die Qualität der Versorgung bei schwer zu behandelnden und belastenden Blutkrebsarten zu verbessern“, so der Morphosys-CEO Dr. Jean-Paul Kress.

Eine weitere Forschungskooperation

Morphosys gab weiterhin eine Kooperation mit Pfizer (WKN: 852009) und Incyte (WKN: 896133) bei einer klinischen Studie mit Monjuvi (Tafasitamab-cxix) in Kombination mit TTI-622, einem gegen CD47 gerichteten Fusionsprotein sowie eine Liefervereinbarung bekannt.

„Wir glauben, dass die Ergänzung von Monjuvi plus Lenalidomid als Rückgrat der Behandlung für neuartige Immuntherapien wie den in der Entwicklung befindlichen Anti-CD47-Blocker TTI-622 möglicherweise neue und wichtige Kombinationstherapien für Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom ergeben könnte“, so der Morphosys Forschungs- und Entwicklungsvorstand Dr. Malte Peters.

Da die Studie von Pfizer finanziert wird, spart Morphosys weitere Kosten ein. Beide Meldungen sind für die Aktie positiv, die seit Bekanntgabe zulegen konnte.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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