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Russland verliert vielleicht die OPEC: Was bedeutet das für Öl-Aktien?!

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Foto: Getty Images

Russland ist zwar nicht direkt Teil der OPEC, aber der sogenannten OPEC+. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung des Kartells um strategisch relevante Partner. Insbesondere Russland mit einem hohen Output hat einen bedeutenden Beitrag zur Förderpolitik der vergangenen Jahre geleistet.

Allerdings hat die OPEC+-Nation auch einen Krieg in der Ukraine angefangen, was zu einer vollkommen neuen Bewertung führte. Immer mehr Nationen reagieren negativ auf Russland. Das führte zuletzt zu Diskussionen rund um ein Embargo gegen das Land.

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Offenbar gibt es auch ersten Widerstand (oder konkurrierende Eigeninteressen?) innerhalb des Kartells. Die Machtposition Russlands scheint hier jedenfalls zu bröckeln.

Russland: Bald ohne OPEC+ im Rücken?

Nachrichtenagenturen berichteten zur Mitte der Woche jedenfalls, dass die OPEC den Ausschluss Russlands aus einer Ölvereinbarung in Erwägung ziehe. Einzelne Mitgliedsnationen argumentierten offenbar in diese Richtung. Das wäre formal zwar kein Rauswurf. Aber doch ein signifikantes Zeichen. Die Ölvereinbarungen sind schließlich das entscheidende Mittel, das das Kartell derzeit zur Regulierung des Marktes verwendet.

Sofern man Russland an dieser Stelle ausklammere, ergeben sich möglicherweise neue Perspektiven. Insbesondere Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate könnten mehr produzieren, um die neuen Produktionsziele zu erreichen. Durch einen solchen Affront könne jedoch auch das Ende der sogenannten OPEC+, also der Erweiterung um andere Nationen, eingeläutet werden.

Ob sich das Kartell zu diesem Schritt final entschließt, bleibt abzuwarten. Monat für Monat gibt es jedenfalls seit geraumer Zeit entsprechende Beratungen, wie zukünftig mit dem Öl-Markt verfahren werden soll.

Was hieße das für Öl-Aktien

Für Marktbeobachter ergeben sich mehrere Fragen. Zum einen: Wie stabil wäre die OPEC, wenn man Russland verlieren würde? Durch die Partnerschaft ergaben sich auch aufgrund von Russland neue Möglichkeiten und mehr Kontrolle über einen noch höheren Anteil des Outputs. Damit würden jedenfalls mehr Konkurrenten entstehen. Aber eben auch wieder mehr Nähe zum europäischen Markt.

Durch eine zukünftige Nichtbegrenzung Russlands und höherer Produktionsziele innerhalb der OPEC könnte sich ein neues Angebots- und Nachfragegefüge ergeben. Oder eine Perspektive, in der wieder mehr willkürlich gefördert wird, ohne dass ein Kartell sehr detailliert auf das Angebots- und Nachfrageverhältnis schaut. Das wiederum könnte ein früher Mechanismus sein, der zumindest mittelfristig sinkende Notierungen in Aussicht stellt.

Insofern gibt es viele Dinge, die wir auch hinsichtlich von Öl-Aktien bedenken sollten. Trotzdem bleibt die Marktlage im Moment von einem geprägt: Zu wenig Angebot für eine zu hohe Nachfrage. Daran sollte sich kurzfristig auch kaum etwas verändern, selbst wenn die OPEC sich zukünftig stärker von Russland distanziert.

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