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Ist dieser Wachstumswert nach einem Minus von 22 % innerhalb eines Jahres am Ende?

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Foto: Getty Images

In 3 Sätzen:

  • Biogen kapituliert bei Aduhelm und stellt seine Bemühungen um die Vermarktung des Medikaments ein.
  • Darüber hinaus sind die Umsätze mit den wichtigsten Medikamenten von Jahr zu Jahr rückläufig.
  • Dennoch hat das Unternehmen so viele Projekte in der Pipeline, dass es wieder wachsen könnte.

Wegen des Kursrückgangs um mehr als 22 % in den letzten zwölf Monaten ist Biogen (WKN: 789617) nun nicht mehr der starke Wachstumswert von einst.

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Seit dem gescheiterten Versuch im letzten Jahr, sein heftig kritisiertes Alzheimer-Medikament Aduhelm zum Verkauf zuzulassen, haben sich die Probleme des Unternehmens weiter verschlimmert. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn aus den Kernprodukten des Unternehmens sind in den letzten drei Jahren stark zurückgegangen. Wie aus dem Ergebnisbericht für das erste Quartal vom 3. Mai hervorgeht, verlässt nun auch der seit 2017 amtierende CEO das Unternehmen.

Gibt es überhaupt noch Hoffnung für Biogen, zu dem Wachstum von einst zurückzukehren? Dazu sollten wir zunächst die finanziellen Auswirkungen der jüngsten Ereignisse bewerten, um zu sehen, wie sehr sie die Zukunft des Unternehmens tatsächlich bedrohen.

Rückschläge ohne Ende

Der letzte große Rückschlag für Biogen kam, als die Centers for Medicare and Medicaid Services entschieden, dass Aduhelm aufgrund seiner fragwürdigen Wirksamkeit und Sicherheit weder von Medicare noch von Medicaid übernommen wird. Damit ist der Markt für das Medikament, das für die Behandlung von Senioren mit Alzheimer-Krankheit gedacht war, die größtenteils auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, praktisch tot. Es löste auch eine neue Welle von Entlassungen aus, die noch weiter andauern könnte.

Die Schließung der weltweiten Produktions- und Vertriebsinfrastruktur für Aduhelm soll zu jährlichen Einsparungen in Höhe von rund 500 Mio. US-Dollar führen. Obwohl einige verbleibende Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) für Aduhelm weitergeführt werden, kann man mit Sicherheit sagen, dass Aduhelm den Umsatz wohl nicht mehr steigern wird.

Darüber hinaus deuten die Quartalsergebnisse von Biogen auf ein Unternehmen in Not hin. Der Umsatz von 2,5 Mrd. US-Dollar im ersten Quartal ist im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Unternehmen fast 2,7 Mrd. US-Dollar einnahm, um 6 % gesunken. Und der Gewinn pro Aktie (EPS) ist von 5,34 US-Dollar auf 3,62 US-Dollar nur ein Jahr später eingebrochen.

Gleich mehrere Geschäftssegmente haben zu kämpfen. Das Portfolio an Medikamenten gegen Multiple Sklerose (MS) und Biosimilars hat in diesem Jahr etwas weniger verdient als im Vorjahr, ebenso wie das Medikament Spinraza gegen spinale Muskelatrophie (SMA), das erst seit ein paar Jahren auf dem Markt ist. Und zu allem Überfluss sind die vierteljährlichen Herstellungskosten (COGS) im Vergleich zum Vorjahr um 58 % gestiegen.

Allerdings ist die Lage nicht annähernd so schlimm, wie sie erscheinen mag.

Die Erholung dürfte dauern

Trotz der Tatsache, dass sich die Investitionen von Biogen in Aduhelm nicht auszahlen werden, deutet wenig auf einen bevorstehenden Zusammenbruch hin. Die Verschuldung von Biogen in Höhe von 7,3 Mrd. US-Dollar ist nicht sehr beängstigend, wenn man die Barmittel in Höhe von 4,8 Mrd. US-Dollar und die jährlichen Betriebskosten von knapp über 6 Mrd. US-Dollar im Jahr 2021 bedenkt. Denk daran, dass das Unternehmen ungeachtet seiner jüngsten Probleme immer noch profitabel ist – und Aduhelm war auch nicht das einzige Projekt in der Pipeline. 

Biogen arbeitet derzeit an zwei laufenden Zulassungsanträgen für zwei Programme, die, sofern sie genehmigt werden, fast marktreif sind. Dabei handelt es sich um Zuranolon zur Behandlung von Depressionen und um Lecanemab zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit. Darüber hinaus plant das Unternehmen, in Kürze mindestens vier neue klinische Studien im Spätstadium für andere Programme zu starten. Nicht weniger als zehn der insgesamt 32 Projekte, die sich in der klinischen Phase befinden, werden derzeit in Phase 3 geprüft.

Kurz gesagt, Biogen verfügt über zahlreiche Wachstumschancen, von denen zumindest einige den Prozess der klinischen Erprobung wahrscheinlich überstehen werden, um irgendwann in der Zukunft Einnahmen zu erzielen. Biogen ist nach wie vor bestrebt, ein Stück des entstehenden Marktes für Alzheimer-Therapien für sich zu beanspruchen, und es konzentriert sich nach wie vor auf neuropsychiatrische Erkrankungen. Selbst wenn man das Aduhelm-Fiasko in Betracht zieht, ist das Unternehmen nachweislich in der Lage, Medikamente gewinnbringend zu entwickeln und zu vermarkten. Und all das macht es sehr wahrscheinlich, dass es irgendwann ein Comeback geben wird. 

Dennoch gibt es für Anleger, die auf der Suche nach Wachstum im Gesundheitssektor sind, derzeit bessere Möglichkeiten. Schließlich steigern andere Biopharmaunternehmen ihre Gewinne stetig und vermeiden dabei größere Pannen und Führungswechsel.

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Alex Carchidi besitzt keine der angegebenen Aktien. The Motley Fool empfiehlt Aktien von Biogen. Dieser Artikel erschien am 6.5.2022 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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