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Warum die Shell-Aktie für mich kein Ausgleich für steigende Sprit-Preise ist!

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Die Shell-Aktie (WKN: A3C99G) als Ausgleich für steigende Sprit-Preise? Klingt erst einmal logisch. Als großer britischer Öl- und Erdgasmulti dürfte der Konzern von der aktuellen Marktlage profitieren. Und in der Tat: Das tut er auch. Blicken wir auf das erste Quartal, so erkennen wir einen Cashflow von über 14 Mrd. US-Dollar. Kein Zweifel, das ist ein starker Wert.

Dabei setzt das Management quasi auf alle Wege, um von steigenden Ölpreisen zu profitieren. Im Upstream-Segment, also in der Förderung profitiert man primär davon, dass das Barrel Brent oder WTI derzeit teuer ist. Aber die Shell-Aktie partizipiert im Downstream-Segment, das heißt im Tankstellenbereich, ebenfalls sehr direkt von den hohen Sprit-Preisen.

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Trotzdem ist die Aktie für mich keine gute Wahl für einen Ausgleich. Wer den Sprit-Preis ausgleichen möchte, der braucht im Idealfall eine starke Dividende, die den Mittelabfluss ersetzt. Hier ist die Öl-Aktie für mich inzwischen lediglich zweite Wahl.

Shell-Aktie: Schwache Dividende gegen Sprit-Preis …?!

Um fair zu bleiben: Die Shell-Aktie kann eine solide Gesamtrendite vorweisen, die steigende Sprit-Preise ausgleichen kann. Allerdings müsste man als Investor stets einen Teil davon verkaufen, wenn man diesen Faktor in den Fokus rückt. Bei der Dividende gibt es derzeit eine Dividendenrendite von ca. 3,54 % bei einem Aktienkurs von 27,10 Euro und den derzeitigen Wechselkursen. Das ist mir ein bisschen wenig.

Auch wenn das Management des britischen Ölkonzerns die Dividende erneut um einen US-Cent erhöht hat: Investoren sollten bedenken, dass es andere, qualitativere Dividendenaktien gibt, die mehr bezahlen. Und das ohne ein zyklisches Öl-Geschäft im Hintergrund. Vielleicht ist das ein attraktiverer Ausgleich für steigende Sprit-Preise.

Zudem hat die Shell-Aktie ihre Dividende vor zwei Jahren gekürzt und liegt mit der aktuellen Ausschüttung weiterhin bedeutend unter der Zahlung von 0,47 US-Dollar im Vierteljahr. 0,25 US-Dollar sind zwar ein solider Wert. Aber es ist trotzdem vergleichsweise wenig. Mir zeigt es außerdem, dass die Dividende nicht mehr so hohe Priorität hat. Vermutlich auch, weil das Management selbst sehr stark in den Aufbau eines Elektrizitätsgeschäfts und ein Segment mit alternativer Energie investieren möchte und muss. Ein hoher Anteil der freien Mittel dürfte in Zukunft dafür verwendet werden.

Ausgleich schon, aber nicht mein Favorit!

Mit der Shell-Aktie kann man daher steigende Sprit-Preise ausgleichen. Im Endeffekt erkennen wir am hohen freien Cashflow, dass der britische Konzern derzeit gut verdient. Der Aktienkurs tut sein Übriges und steigt konsequent. Auch das ist natürlich eine Rendite.

Aber die Dividende für den Ausgleich zu verwenden ist für mich nicht der beste Ansatz. Die Qualität des passiven Einkommens lässt zu wünschen übrig. Es gibt bessere Aktien und bei der Shell-Aktie konkret wirklich bessere Betätigungsfelder, in die man diese freien Mittel investieren kann.

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Vincent besitzt Aktien von Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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