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Amazon-Aktie: 3 Gründe, warum sie langsam interessant wird!

Amazon Aktie
Foto: The Motley Fool

Amazon (WKN: 906866)-Aktien sind vor allem nach der Bekanntgabe der Zahlen zum ersten Quartal 2022 stärker gefallen. Für Anleger ist dies sicherlich eine ungewohnte Situation, sind sie doch seit vielen Jahren fast durchgängig nur gestiegen.

1. Amazon-Aktien sind nun leicht unterbewertet

Die Gründe für den Einbruch sind schnell aufgezählt.

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Zum einen war auch die Amazon-Aktie bei 3.731 US-Dollar schon überbewertet. Mit der Korrektur sind die Aktien günstiger geworden. Aktuell gehe ich von einer leichten Unterbewertung aus. Zwar kann sie kurzfristig auch noch tiefer fallen, aber dadurch wird sie eher noch attraktiver. Dies ist ein Pluspunkt.

2. Verlust entstand durch Sondereffekte

Zum anderen gibt es derzeit aber auch besondere Gründe, warum die Aktie fällt. So musste Amazon im ersten Quartal 2022 über einen Verlust in Höhe von -3.844 Mio. US-Dollar berichten. Er trat für viele Analysten und Anleger überraschend auf, denn der Konzern weitet seit dem Einstieg ins Cloudgeschäft die Gewinnmarge kontinuierlich aus.

Ein Verlust an sich sagt jedoch wenig über die operative Entwicklung aus und kann auch durch Sonderbelastungen entstanden sein, die schnell wieder verschwinden. Auf Amazon trifft dies derzeit zu.

So musste der Konzern aufgrund seiner Rivian Automotive (WKN: A3C47B)-Beteiligung einen Bewertungsverlust von 7,6 Mrd. US-Dollar ausweisen. Steigt die Rivian-Aktie, wird Amazon später sehr wahrscheinlich ebenso über einen sprunghaft steigenden Gewinn berichten.

Im E-Commerce wird das Geschäft derzeit durch die hohe Inflation belastet. Viele Menschen schränken aufgrund der steigenden Preise ihren Konsum ein. Das Segment musste infolge hoher Kosten über einen Verlust berichten.

3. Amazon ist im Vorteil und gleich zweimal Marktführer

Doch langfristig ist Amazon im Vorteil. So sind viele Produkte im Onlinehandel günstiger als im Geschäft, was Kunden anlockt. Steigende Kosten wird der Konzern hingegen mittelfristig über höhere Verkaufspreise kompensieren.

Doch viel wertvoller als der E-Commerce ist für Amazon mittlerweile das Cloudgeschäft (AWS). Der Konzern ist mit einem Marktanteil von 33 % derzeit Marktführer. Microsoft (WKN: 870747) folgt mit 21 % auf Platz zwei und Alphabet (WKN: A14Y6F) ist mit 8 % abgeschlagen.

Allein im ersten Quartal 2022 wuchs der Gewinn in diesem Bereich um 56,6 % auf 6.518 Mio. US-Dollar. Darüber hinaus erzielt Amazon hier eine Gewinnmarge von 35,3 %.

Das Unternehmen wird somit zukünftig Verlustjahre wahrscheinlich hinter sich lassen und große Gewinneinbrüche ebenfalls. So sind die Einnahmen aufgrund der regelmäßig zu zahlenden Gebühren im Cloudgeschäft sehr stetig. Nach dem E-Commerce dominiert Amazon so bereits einen zweiten wichtigen Markt. Dies können nur wenige Unternehmen von sich behaupten.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- & C-Aktien), Amazon und Microsoft.

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