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Passives Einkommen: Ich wette, du machst 1 dieser 3 Fehler, mindestens!

Reichtum und Geldregen
Foto: Getty Images

Es gibt so manchen Fehler, wenn man ein passives Einkommen aufbauen möchte. Offensichtliche sind zum Beispiel das Nicht-Nachdenken über andere Möglichkeiten als ein Dividendendepot. Oder aber das Abhängig-Sein von 100 % der Ausschüttungs- und Entnahmesumme.

Aber es existieren auch eine ganze Reihe von Fehlern, wenn es um den Aufbau eines passiven Einkommens geht, die nicht so offensichtlich sind. Blicken wir heute auf drei solcher Fehlerquellen. Meine Vermutung: Die Chance steht gar nicht schlecht, dass einer von dreien vielleicht auf dich zutrifft.

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Passives Einkommen: Du projizierst heute auf später

Ein erster Fehler, wenn es um das Investieren für diesen Zweck geht, betrifft direkt die Zielvorstellung. Viele Investoren projizieren das Heute auf morgen. Vor allem, wenn es um ein passives Einkommen geht, ist das sehr oft der Fall. Zum Beispiel, wenn man anhand von X Euro seine finanzielle Freiheit definiert.

Das mag zugegebenermaßen heute richtig sein. Ich könnte für mich alleine von 2.500 Euro leben, von 3.500 Euro wohl ziemlich gut. Aber was ist in 30 Jahren? Es gibt Jahrzehnte mit Inflation, mal schnell, mal langsam. Ist eine solche Zielvorstellung daher richtig und erstrebenswert? Wenn du mich fragst: nein, eher nicht.

Wenn man ein passives Einkommen aufbaut, so sollte man sich realistisch überlegen, welche Einkünfte man im Morgen benötigt. Beziehungsweise zu einem Zeitraum in zehn Jahren, vielleicht auch 30 wie bei mir, wenn es in Richtung Rentenplanung und Altersvorsorge geht. Wir haben eher ein begrenztes Gespür dafür im Jetzt und mit Blick auf unsere derzeitigen Lebenshaltungskosten, was wirklich das Erreichen solcher Ziele angeht.

Mal ehrlich: Es gibt keinen Fixpunkt

Ein passives Einkommen für die finanzielle Freiheit ist ein Fixpunkt? Vielleicht in einigen Szenarien. Wenn ich 50.000 Euro pro Monat bekäme, so würde ich sagen: In 99,9 % der Fälle dürfte mir dann nichts mehr passieren. Ansonsten gilt: Es gibt keinen Fixpunkt, egal wie man ihn gewöhnlich definiert.

Wenn wir in fünf Jahren mit 2.500 Euro an Einkünften rechnen, so kann das dann womöglich ausreichend sein. Vielleicht um eine Rentenlücke zu stopfen oder auch um sein Leben darauf aufzubauen. Was ist jedoch, wenn wir 15 Jahre weiter denken? Ziel immer noch erreicht? Oder hat sich das Ziel vielleicht verschoben?

Wir erkennen schnell, dass ein passives Einkommen eher ein Prozess ist. Es muss sich der Inflation und unseren Lebenshaltungskosten anpassen. Dividendenwachstum kann zum Beispiel ein Mittel sein, um nicht irgendwann mit bloß stagnierenden, zwar hohen Ausschüttungen dazustehen, die jedoch nicht mehr ausreichen, um die eigenen Kosten zu decken.

Passives Einkommen: Ein Teilziel

Es gibt zugegebenermaßen Lebenslagen, in denen ein passives Einkommen das einzige realistische Ziel sein darf. Wenn man zum Beispiel auf den letzten Drücker eine Rentenlücke schließen muss. Aber ansonsten gilt: Es sind auch andere Dinge entscheidend.

Die Gesamtperformance. Wenn man zwar 4 % stabile Dividende erhält, ansonsten jedoch nichts, so kann man vielleicht besser auf einen Indexfonds setzen und sich regelmäßig einen gewissen Anteil ausbezahlen. Nicht nur die Einkünfte zählen daher, was die Zielerreichung einer erfolgreichen Investition angeht.

Wer hierauf achtet und nicht nur ein passives Einkommen sieht, der ist insgesamt ein besserer Investor. Oder in Zukunft ein finanziell freierer, vermögenderer oder erfolgreicherer. Das ist in der Regel für die finanzielle Freiheit ebenfalls entscheidend.

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