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Nel-Aktie: 3 News und 1 Bewertung

Energiespeicher Batteriepack vor Windenergie und Solarenergie
Foto: Getty Images

Angesichts der aktuell steigenden Zinsen leiden Wachstumswerte besonders stark. Schreiben sie wie Nel (WKN: A0B733) noch rote Zahlen, sind die Abschläge besonders groß. Verlustreiche Wachstumswerte benötigen zur Aufrechterhaltung des Betriebes regelmäßig neue Gelder. Doch in Krisen halten sich Investoren meist zurück, um die eigene Liquidität nicht zu gefährden.

1. Elektrolyseurbedarf steigt stark

Allerdings wiesen auch Amazon (WKN: 906866)- und Tesla (WKN: A1CX3T)-Aktien in den Anfangsjahren sehr hohe Kursschwankungen auf. Entscheidend ist die langfristige Perspektive – und sie ist bei Nel weiterhin positiv. So ist in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mit einem stark steigenden grünen Wasserstoffbedarf zu rechnen.

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Zur Wasserstoffproduktion benötigen die Projektbetreiber Elektrolyseure, die Nel in hoher Qualität zur Verfügung stellt. Allein in Europa steigt der Elektrolyseurkapazitätsbedarf bis zum Ende des Jahrzehnts auf 90 bis 100 GW. Nel will deshalb bis zum Jahr 2025 die weltweite Produktion auf bis zu 10 GW erweitern.

Die Entwicklung wird von der Politik unterstützt und gefördert, was zum weiteren Wachstum der Wasserstoffbranche beiträgt. „Sauberer Wasserstoff ist unverzichtbar, um die CO2-Emissionen der Industrie zu verringern und einen Beitrag zu unserer Energieunabhängigkeit von Russland zu leisten. Wir haben keine Zeit zu verlieren und deshalb ist dieser europäische Elektrolyseur-Gipfel so günstig gelegen. Heute hat sich die Industrie auf eine Verzehnfachung der Elektrolyseur-Produktionskapazitäten in Europa geeinigt. Die Kommission wird diese wichtige industrielle Aufstockung unterstützen, um eine Führungsrolle bei den sauberen Energietechnologien der Zukunft zu erreichen“, so kürzlich der EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton.

2. Nel als Projektlieferant ausgewählt

Nel wurde darüber hinaus von EverWind Fuels als Technologielieferant für das Point-Tupper-Projekt in Nova Scotia (Kanada) für eine bis zu 200-MW-Elektrolyseanlage ausgewählt. EverWind Fuels will in Nova Scotia ein regionales Wasserstoffzentrum errichten und bis 2025 im ehemaligen NuStar Storage Terminal umweltfreundlichen Wasserstoff und Ammoniak produzieren.

Aufgrund eines angeschlossenen Tiefwasserhafens ist ein weltweiter Export möglich. In Kooperation mit Offshore-Windentwicklern möchte EverWind Fuels die Produktion zukünftig weiter ausbauen.

3. Nel tritt Unternehmensnetzwerk bei

Nel tritt dem norwegischen Netzwerk für Technologieunternehmen Nordic Industry Center bei. Es befindet sich an der Tsinghua-Universität in Peking und trägt zum Wissensaustausch der Unternehmen bei, die sich an chinesischen Megaprojekten beteiligen.

„Der Wasserstoffmarkt entwickelt sich extrem schnell und die geografische Reichweite wird immer größer. In einigen Jahren werden wir wahrscheinlich sehen, dass einige der größten Wasserstoffprojekte in Asien, Lateinamerika, Australien und dem Nahen Osten angesiedelt sind. Ein Partner im Nordic Industry Center zu sein, kann für uns bei der Erschließung dieser wichtigen Märkte sehr wertvoll sein“, sagte Nels CEO Jon André Løkke.

Bewertung

Warren Buffett würde Nel-Aktien aufgrund der fehlenden Gewinne wahrscheinlich meiden. Junge Technologieunternehmen sind risikoreich, können aber auch große Chancen bieten. Nel wächst weiterhin stark, besitzt Perspektive und verfügt zudem über eine gute Bilanz. Niemand weiß, wie weit die Kurse noch fallen, aber auf Basis der aktuellen Marktkapitalisierung ist die Aktie bereits jetzt unterbewertet.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Tesla.

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