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Netflix hat den ersten Schlag gelandet – die Studios haben reagiert – was wird Netflix als nächstes tun?

Netflix Aktie
Foto: The Motley Fool

Als Netflix (WKN:552484 6,54 %) vor mehr als einem Jahrzehnt den Weg für die Streaming-Industrie ebnete, konnten nur wenige ihre Auswirkungen erahnen. Millionen von Haushalten haben ihre traditionellen Kabel- und Satelliten-TV-Abonnements zugunsten von Streaming-Diensten gekündigt. Über ein Jahrzehnt hinweg hat dieser Wandel die alten Medienunternehmen Milliarden an Umsatz- und Gewinneinbußen gekostet.

Die gestörten Medienunternehmen sagten schließlich, dass sie genug haben und starteten ihre eigenen Streaming-Dienste. Infolgedessen hat sich das Abonnentenwachstum von Netflix verlangsamt und ist ins Minus gerutscht. Außerdem sind die Netflix-Aktien gegenüber ihrem Höchststand um satte 71 % gefallen. Jetzt ist also Netflix am Zug. Was wird das Unternehmen als nächstes tun?

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Der Wettbewerb wird für Netflix härter

Mehr als ein Jahrzehnt lang hatte Netflix nur wenig Konkurrenz im Bereich der Streaming-Inhalte. Amazon (WKN:906866 5,05 %) bot Prime-Mitgliedern seinen Videodienst kostenlos an, aber ansonsten gab es nur wenige nennenswerte Konkurrenten. Traditionelle Medienunternehmen zögerten, in das Geschäft einzusteigen, weil sie befürchteten, dass ihr lukratives Kabelfernsehgeschäft dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden würde. Das Segment der Walt Disney Company WKN:855686 0,66 %), zu dem auch die Kabelkanäle gehören, erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 21,9 Milliarden US-Dollar und ein Betriebsergebnis von 7,3 Milliarden US-Dollar. Es ist verständlich, dass das Unternehmen dieses profitable Geschäft so lange wie möglich aufrechterhalten möchte.

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Ende 2019 hatte Disney jedoch genug von Netflix‘ konkurrenzlosem Abonnentenwachstum und startete seinen Service Disney+. Disney+ aus dem Haus der Maus hat inzwischen 130 Millionen Abonnenten, aber noch keinen Gewinn erwirtschaftet. Mehrere Medienunternehmen folgten Disneys Weg, und plötzlich sah sich Netflix einer starken Konkurrenz gegenüber.

Im letzten Quartal, das am 31. März endete, meldete Netflix einen Verlust von 200.000 Abonnenten. Es war das erste Mal seit über 10 Jahren, dass das Unternehmen in einem Quartal keine neuen Abonnenten gewinnen konnte. Außerdem teilte das Unternehmen den Anlegern mit, dass es im zweiten Quartal mit einem weiteren Verlust von schätzungsweise 2 Millionen Abonnenten rechnen muss.

Wie wird Netflix darauf reagieren?

Netflix hat also zum ersten Mal zugeschlagen und die lukrative Einnahme- und Gewinnquelle der Medienunternehmen gestört. Die Gestörten haben zurückgeschlagen. Jetzt muss Netflix wohl einen Schritt machen, um auf den Eingriff in sein Geschäft zu reagieren. Immerhin wird die Aktie des Unternehmens durch die sinkenden Abonnenten- und Umsatzzahlen unter Druck gesetzt. Eine Möglichkeit für Netflix könnte sein, ausgewählte Filme auf der großen Leinwand zu veröffentlichen.

Derzeit veröffentlicht Netflix alle Filme direkt über seinen Streaming-Dienst und umgeht die große Leinwand komplett. Das überlässt den Konkurrenten die Kinokassen und ihre Milliardeneinnahmen, die sie gegen Netflix im Kampf um die Streamingdienste einsetzen. Die Entscheidung von Netflix, Filme in den Kinos zu zeigen, könnte zumindest einen Teil der Einnahmen abfangen, die sonst an die Konkurrenz gehen würden. Auf diese Weise haben alle Einnahmen, die Netflix an der Kinokasse erzielt, einen doppelten Nutzen.

Weitere Schritte könnten darin bestehen, das Budget für Inhalte weiter zu erhöhen und die Preise der Konkurrenten zu unterbieten. Eine Senkung der Abonnementpreise und eine Aufstockung des Inhaltsbudgets würden sich jedoch kurzfristig und vielleicht sogar langfristig auf die Einnahmen und den Cashflow von Netflix auswirken, je nachdem, wie die Konkurrenz reagiert.

Aus diesem Grund könnten die Investoren es vorziehen, dass Netflix als Reaktion auf die Konkurrenz Filme in Kinos veröffentlicht. Das nimmt den Konkurrenten Umsatz weg und könnte einen direkteren und positiveren Effekt auf Netflix‘ Einnahmen und Cashflow haben.

Zugegeben, ein harter Wettbewerb, vor allem wenn Milliarden von Dollar auf dem Spiel stehen, ist in der Regel ein komplexes Szenario, bei dem viele kluge Köpfe an der Entscheidungsfindung beteiligt sind. Vielleicht entscheidet sich Netflix am Ende für etwas, das sich nur wenige vorstellen konnten, oder für eine nicht wettbewerbsorientierte Reaktion, um die Rivalitäten zu deeskalieren. In jedem Fall sollten Investoren dranbleiben.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochter, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Dieser Artikel wurde von Parkev Tatevosian auf Englisch verfasst und am 28.04.2022 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon, Netflix und Walt Disney. The Motley Fool empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2024 $145 Calls auf Walt Disney und Short Januar 2024 $155 Calls auf Walt Disney.

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