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So „dramatisch“ sind die 6,5 % Transaktionsgebühr der Etsy-Aktie

Foto: Getty Images

Das Management der Etsy-Aktie (WKN: A14P98) hat einen Schritt verkündet, der einige Verkäufer mächtig verstimmt hat. Die Transaktionsgebühr soll erhöht werden. Von zuvor 5,0 % soll es auf 6,5 % hinaufgehen, was für viele Verkäufer ein No-Go ist.

Die Folge ist ein Streik, der zwar operativ bislang kaum Auswirkungen haben dürfte, aber mit 12.000 verbundenen Händlern trotzdem eine gewisse Größe erreicht hat. Ob zu Recht oder nicht, ist zugegebenermaßen eine andere Frage. Teilweise sehen sich die Verkäufer über Etsy in ihrer Existenz bedroht.

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Allerdings ist die relevante Frage: Sind 6,5 % Gebühr bei der Etsy-Aktie unfair? Der Kontext ist entscheidend. Aber es ist gewiss nicht das Höchstmaß der Gefühle, das Verkäufer über ähnliche Plattformen ertragen müssen.

Etsy-Aktie: 6,5 % Transaktionsgebühr im Vergleich

Andere E-Commerce-Plattformen nehmen jedenfalls deutlich mehr. Ein erster sehr direkter Vergleich, den wir eins ums andere Mal bereits bemüht haben, ist der mit eBay. Hier liegt der Referenzwert bei 11 %, was bereits bedeutend höher ist. Bei meinen Recherchen habe ich jedoch noch einen anderen passenden Wert gefunden.

Amazon (WKN: 906866) Homemade ist schließlich eine ähnliche Plattform. Auf dieser bezahlen Verkäufer 15 % Gebühr für die Transaktion. Das wiederum liegt um mehr als das Doppelte über dem Wert der Etsy-Aktie. Aber damit ist der Vergleich gewiss nicht zu Ende.

Was Verkäufer von Etsy ebenfalls monieren, ist schließlich, dass ein mögliches Damoklesschwert über ihnen schwebt. Jedes Mal, wenn über externe Werbung ein Verkauf erfolgt, müssen die Verkäufer 12 % zusätzlich für diese Transaktion an Gebühr bezahlen. Unter Berücksichtigung dieses Wertes und dieser Eventualität liegt die Gebühr über dem Wert von Amazon Homemade. Wobei eben nicht jeder Verkauf mit externer Werbung erfolgt. Trotzdem sind die 12 % ein Problem, das die Verkäufermarge belasten kann.

Zudem ist fraglich, ob Etsy inzwischen die Anziehungskraft von Amazon hat. Oder selbst von Amazon Homemade, was immerhin unter dem Deckmantel des E-Commerce-Akteurs erfolgt. Wobei sich bei Self- und Handmade-Waren Etsy zugegebenermaßen als primäre Adresse durchgesetzt hat. 7,5 Mio. Verkäufer und fast 100 Mio. Verkäufe sprechen hier eine doch sehr klare Sprache über das gesamte Ökosystem, zu dem auch Elo7, Reverb und Depop gehören.

Ein Problem …?

Das große Problem bei der Etsy-Aktie ist daher für mich die variable Gebühr, die den Verkäufern sauer aufstößt. Die fixe Transaktionsgebühr, die jetzt von 5,0 auf 6,5 % erhöht worden ist, bringt womöglich das Fass zum Überlaufen. Vielleicht wäre das Management gut beraten, das besser aufzuteilen. Eine kalkulierbarere Basis mit gleichbleibender Umsatzklasse kann die Verkäufer womöglich beruhigen.

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Vincent besitzt Aktien von Etsy. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Etsy und empfiehlt eBay, sowie die folgenden Optionen: Short April 2022 $62.50 Call auf eBay.

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