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TeamViewer-Aktie wieder Spitze: Der Weg zu 100 Euro ist vorgezeichnet

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Foto: Getty Images

Wer hätte das gedacht? Die Aktie von TeamViewer (WKN: A2YN90) führt das Performance-Ranking im TecDAX mit einem Plus von 35 % an im Jahr 2022. Bei dem zuvor arg geprügelten Softwarespezialisten scheint das Vertrauen der Anleger zurückzukommen. Der ein oder andere Investor mag nun die Chance zum Absprung sehen. Ich hingegen sehe den Kurs der TeamViewer-Aktie auf dem Weg zu über 100 Euro.

Manchester United und Formel 1 — doch keine so schlechte Idee!

Der Absturz von TeamViewer hatte im Wesentlichen drei Ursachen: das deutlich reduzierte Wachstumstempo, heruntergeschraubte Aussichten und die stark erhöhten Marketingausgaben. Vor allem der prestigeträchtige Deal mit Manchester United war vielen ein Dorn im Auge. Sollte man nicht eher in den Betrieb investieren und das Geld zusammenhalten, wenn es schlecht läuft?

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Aber „schlecht laufen“ ist relativ. Bei TeamViewer bedeutet es noch immer eine operative Marge (EBIT) von 31 %. Allein im vierten Quartal generierte das Unternehmen einen freien Barmittelzufluss (FCF) von 68 Mio. Euro. Gleichzeitig wächst das Geschäft trotz des intensivierten Wettbewerbs weiterhin mit zweistelligen Raten.

Und das immer wichtiger werdende Enterprisegeschäft wächst mit plus 75 % sogar besonders schnell. Dort kann sich TeamViewer vom Wettbewerb klar differenzieren, braucht aber auch Vertriebs- und Implementierungspartner. Denn während das Basisprodukt genauso unkompliziert nutzbar ist wie WhatsApp, sind die ausgefeilten Businesslösungen erklärungsintensiv und müssen für den Anwendungsfall des jeweiligen Kunden angepasst werden.

Bereits jetzt hat TeamViewer einige starke strategische Partner gewinnen können, mit denen das Leistungsspektrum und die Vertriebspower ausgebaut wird. Und mit dem neuen Asienchef Sojung Lee soll die Expansion in Fernost beschleunigt werden. Wenn dieser nun mit Nachdruck das Partnernetzwerk entwickeln soll, dann dürfte es ungemein helfen, als Sponsor von Manchester United aufzutreten.

Als Softwareunternehmen aus Göppingen ist TeamViewer in Asien sicherlich noch kaum bekannt, aber den Schriftzug, der auf der Brust von Ronaldo und Co. prangt, haben viele Millionen gesehen. Das Management sagt, dass das Logo von Juli bis Dezember 11,7 Milliarden Mal für einen Zuschauer sichtbar war („Impressions“, wie die Werber sagen). Auf dieser Basis hat TeamViewer ganz andere Möglichkeiten, um zu Partnerevents einzuladen und gemeinsame strategische Initiativen zur Marktbearbeitung zu starten.

So kann die TeamViewer-Aktie auf über 100 Euro steigen

Beim bereinigten Betriebsgewinn vor Abschreibungen (EBITDA) erwartet das Management im laufenden Geschäftsjahr rund 300 Mio. Euro. Das ist ein Elftel der aktuellen Marktkapitalisierung, ein fair klingender Wert, in den TeamViewer nicht unbedingt noch hineinwachsen muss. Ich jedenfalls kann mir gut vorstellen, dass diese Relation noch ähnlich aussieht, wenn das Unternehmen in einigen Jahren um ein Vielfaches größer sein sollte.

Im Moment sieht sich TeamViewer wieder auf Kurs, um diesen Wert etwa alle vier Jahre zu verdoppeln. Dafür braucht es jährliche Steigerungsraten von knapp 20 %. Zwar soll der Umsatz nur um etwa 15 % p. a. steigen, aber die für das Geschäftsmodell so wichtigen Billings ziehen schneller hoch, vielleicht eher mit 18 % p. a. Zudem sollte die Skalierung für steigende Margen in den Bereich von 50 % sorgen. Und das aktuelle Aktienrückkaufprogramm stützt das Wachstum ebenfalls, da künftige Gewinne auf bis zu 10 % weniger Anteile verteilt werden.

Die Größe des adressierbaren Markts und die vielfältigen langfristigen Potenziale sprechen dafür, dass TeamViewer alle Hebel in der Hand hält, um diese Wachstumsgeschwindigkeit auf viele Jahre hinaus beizubehalten. Von daher scheint es nicht abwegig, 2026 mit einem doppelt, 2030 mit einem vierfach und 2034 mit einem achtfach so hohen Wert zu rechnen.

Das wären 2,4 Mrd. Euro EBITDA. Multipliziert mit 11 käme dann eine Marktkapitalisierung von 26 Mrd. Euro heraus. Es wäre aus europäischer Sicht ein durchaus stolzer Wert. Aber ein amerikanisches Softwareunternehmen aus der zweiten Reihe wie etwa Workday (WKN: A1J39P) bringt schon heute mehr als das Doppelte auf die Waage. Auch deshalb habe ich wenig Zweifel, dass eine solche Verachtfachung, welche den Kurs vom 4. Februar auf 128 Euro steigen ließe, möglich ist.

Zwar habe ich keine Ahnung, bis in welche Höhen das aktuelle Momentum den TeamViewer-Kurs treiben wird. Schwankungen in beide Richtungen sind wahrscheinlich. Aber wenn das Unternehmen operativ gute Arbeit leistet, dann sind auf Sicht von zehn bis zwölf Jahren dreistellige Kurse absolut realistisch.

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Ralf Anders besitzt Aktien von TeamViewer. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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