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Hat der Tech-Ausverkauf PayPal zu einer stark unterbewerteten Aktie gemacht?

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Wichtige Punkte

  • PayPal ist von seinem 52-Wochen-Hoch um etwa 50 % gefallen.
  • Das Unternehmen konzentriert sich mehr auf Verbraucher als sein Konkurrent Block.
  • Das Umsatzwachstum ist hinter dem Branchendurchschnitt zurückgeblieben, obwohl die Bewertung des Unternehmens deutlich gesunken ist.

Trotz einer vielversprechenden langfristigen Zukunft ist die Aktie von PayPal Holdings (WKN: A14R7U) dem Ausverkauf im Technologiesektor nicht entgangen. Im Vergleich zu ihrem Höchststand im Juli hat sie etwa die Hälfte ihres Wertes verloren.

Anleger, die diese Aktie in Erwägung ziehen, sollten jedoch bedenken, dass einige der erfolgreichsten Tech-Wachstumswerte in der Geschichte mehrere 50-prozentige Kursrückgänge erlebt haben. Kursschwankungen sind bei starken Wachstumswerten die Regel, nicht die Ausnahme.

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Anstatt also in Panik zu verfallen, sollten Anleger genauer hinsehen, ob der brutale Kursrückgang von PayPal das Unternehmen zu einer stark unterbewerteten Anlagemöglichkeit gemacht hat.

Der Rückgang der PayPal-Aktie

PayPal erreichte am 26. Juli einen Höchststand von 310,16 US-Dollar pro Aktie. In den letzten sechs Monaten haben die Anleger die Aktie aus verschiedenen Gründen abgestoßen. Zu Beginn des letzten Jahres verlor das Unternehmen an Schwung, weil die Verbraucherinnen und Verbraucher immer seltener Fintech-Dienste nutzen und zu Offline-Einkaufsmöglichkeiten zurückkehren.

Die PayPal-Aktie ist auch aufgrund eines allgemeinen Ausverkaufs von Tech-Aktien gefallen, der auch den Erzrivalen Block (WKN: A143D6), früher bekannt als Square, getroffen hat. Der aktuelle Kurs von PayPal von etwa 157 US-Dollar pro Aktie bedeutet einen Rückgang von 38 % gegenüber dem Vorjahresniveau. Damit ist der Kurs der Fintech-Aktie auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2020 gefallen.

Bietet PayPal immer noch ein überzeugendes Wertversprechen?

Solche Veränderungen des Aktienkurses können Investoren dazu veranlassen, das Angebot von PayPal auf dem Fintech-Markt neu zu bewerten. Das führt unweigerlich zum Vergleich von sozialen Zahlungsplattformen, insbesondere von PayPals Venmo und Blocks Alternative, Cash App. In diesem Bereich konkurrieren PayPal und Block direkt miteinander.

Darüber hinaus hat sich dieser Wettbewerb vor Kurzem auf den Markt für „Buy Now, Pay Later“ (BNPL) ausgeweitet. PayPal bot diesen Service zuerst in den USA an und übernahm später das japanische Unternehmen Paidy für 2,7 Mrd. US-Dollar. Im Gegensatz dazu ist Block in diesen Markt eingestiegen, indem es 29 Mrd. US-Dollar für das australische BNPL-Unternehmen Afterpay bezahlt hat.

In anderen Bereichen ist der Wettbewerb jedoch eher indirekt. Das Square-Ökosystem von Block konzentriert sich auf das Geschäft und legt den Schwerpunkt auf Business Management, Geldmanagement und Banking. Im Gegensatz dazu helfen die Geschäftsfunktionen im PayPal-Ökosystem vor allem Unternehmen dabei, Geld digital zu versenden und einzuziehen. Außerdem nutzt PayPal seine Präsenz in über 200 Ländern, um grenzüberschreitende Transaktionen abzuwickeln. Dieses Segment macht etwa 25 % des gesamten Zahlungsvolumens des Unternehmens aus.

Doch trotz dieser Funktionen hat sich die PayPal-Plattform im Allgemeinen mehr auf die Verbraucher ausgerichtet. Im Jahr 2020 kaufte das Unternehmen Honey. Honey ist eine Coupon-Anwendung, die PayPal-Nutzer mit Rabatten von mehr als 30.000 Einzelhändlern verbindet und den Verbrauchern einen Anreiz gibt, PayPal regelmäßig zu besuchen. Im Gegensatz dazu bietet Cash App solche Rabatte nur Kunden an, die die Cash Card erhalten.

Unternehmensfinanzen und der nächste Quartalsbericht

Durch diese Vorteile und seine Plattformen im Allgemeinen erzielte PayPal in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 einen Umsatz von etwas mehr als 18,5 Mrd. US-Dollar und damit 20 % mehr als in den ersten drei Quartalen des Jahres 2020. Dies führte zu einem Nettogewinn von 3,4 Mrd. US-Dollar in den ersten drei Quartalen 2021, was einem Anstieg von 28 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2020 entspricht. Ein langsameres Wachstum der Betriebskosten und ein geringerer Steueraufwand aufgrund von Steueranpassungen trugen zum Gewinnwachstum bei.

PayPal wird seine Zahlen für das Gesamtjahr 2021 am Dienstag, den 1. Februar, veröffentlichen. Wenn das Unternehmen die Erwartungen von 25,4 Mrd. US-Dollar Umsatz erfüllt, würde der Anstieg von 18 % im Vergleich zum Vorjahr einen ähnlichen Umsatzanstieg wie im letzten Quartal bedeuten. Dennoch könnte dies die Anleger beunruhigen, da Research and Markets für die globale Fintech-Branche bis 2026 eine jährliche Wachstumsrate von 27 % prognostiziert, die deutlich über der aktuellen Wachstumsrate von PayPal liegt.

Nichtsdestotrotz ist das KGV auf 38 gesunken, nach einem Höchststand von 86 im vergangenen Februar. Es ist auch immer noch günstiger als das des Konkurrenten Block, der mit dem 103-Fachen des Gewinns gehandelt wird. Diese Differenz könnte Fintech-Anleger anlocken, die angesichts des erheblichen Rückgangs der Tech-Aktien nach einer niedrigeren Bewertung suchen.

Sollten Anleger PayPal in Betracht ziehen?

Obwohl PayPal wahrscheinlich nicht völlig unterbewertet ist, hat der Rückgang der PayPal-Aktie die Aktie zu einer attraktiveren Investition gemacht, insbesondere im Vergleich zu Block. In Anbetracht des jüngsten Gewinnanstiegs von 28 % bietet das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 38 eine großartige Kaufgelegenheit für diese riesige Fintech-Aktie.

Der Rückgang der Tech-Aktien in den letzten Monaten hat die Anleger verständlicherweise beunruhigt. Doch in der Vergangenheit haben Ausverkäufe in der Regel später zu neuem Wachstum geführt. Da PayPal zu einem niedrigeren KGV gehandelt wird, können die Anleger bei einem erneuten Kursanstieg weiter profitieren.

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Dieser Artikel gibt die Meinung des Verfassers wieder, die von der „offiziellen“ Empfehlungsposition eines Premium-Beratungsdienstes von The Motley Fool abweichen kann. Eine Investitionsthese zu hinterfragen – sogar unsere eigene – hilft uns allen, kritisch über Investitionen nachzudenken und Entscheidungen zu treffen, die uns helfen, klüger, glücklicher und reicher zu werden.

Dieser Artikel wurde von Will Healy auf Englisch verfasst und am 27.01.2022 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Will Healy besitzt Block, Inc. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Block, Inc. und PayPal Holdings.

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