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Netflix-Aktie: Nach dem Januar-Crash hat eine neue Zeitrechnung begonnen

Streaming-Aktie
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Die Netflix-Aktie (WKN: 552484) hat einen Januar zum Vergessen hinter sich. Der Aktienkurs des Streaming-Anbieters stürzte um 29,1 % ab. Zum Crash trugen sowohl schlechte Unternehmenszahlen als auch ein allgemein schlechtes Umfeld für Tech-Aktien bei – so die gängige Lesart.

Wer sich etwas tiefer mit dem Unternehmen beschäftigt, stellt fest, dass der Januar-Crash Ausdruck einer Zeitenwende bei der Netflix-Aktie war. Sie wird nun endgültig nicht mehr wie eine Wachstumsaktie bewertet. Anleger müssen nun immer stärker auf fundamentale Kennzahlen achten. Wachstumsfantasien dagegen werden den Netflix-Aktienkurs nicht mehr bewegen.

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Wie waren die Unternehmenszahlen der Netflix-Aktie?

Auf den ersten Blick scheint alles okay zu sein bei den Unternehmenszahlen der Netflix-Aktie. 2021 steigerte das Unternehmen die Abonnentenbasis um knapp 9 %. Der Umsatz wuchs im Vorjahresvergleich um 19 % auf etwa 30 Mrd. US-Dollar, während der Gewinn vor Zinsen und Steuern sogar um 35 % auf 6,2 Mrd. US-Dollar zulegte. Auch bei den wichtigen Filmpreisen räumte der Streaming-Konzern 2021 richtig ab.

Gleichzeitig drückten jedoch hohe Investitionen in neuen Content den operativen Cashflow deutlich unter das Vorjahresniveau. Nachdem die ersten Wellen der COVID-Pandemie scharenweise neue Kunden zu Netflix trieben, muss der Streaming-Anbieter nun immer stärker um die Gunst der Zuseher buhlen.

Der Zielmarkt reift, die Konkurrenz nimmt zu

Für die Netflix-Aktie bedeutet das fallende Wachstumsraten. Die Zeiten der großen Wachstumsfantasien sind vorbei. Das Unternehmen kann nicht mehr einfach in einen weitgehend unerschlossenen Zielmarkt hineinwachsen, sondern muss sich in einem zunehmend gesättigten Zielmarkt mit finanzstarken Konkurrenten wie Amazon, Walt DisneyAT&T und Comcast herumschlagen.

All diese Trends führten zu dem unerwartet schwachen Wachstumsausblick für das erste Quartal 2022, der die Netflix-Aktie an einem einzigen Tag um 21,8 % abstürzen ließ.

Eine neue Zeitrechnung für die Netflix-Aktie

Die Netflix-Aktie ist dabei, den Kreis der Wachstumsaktien zu verlassen. Nun wird sie vermutlich dauerhaft mit niedrigeren Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV) bewertet werden, als es bisher der Fall war.

Wird sich die Netflix-Aktie langfristig bei einem KGV von 10, 20 oder 30 einpendeln? Maßgeblich dafür wird sein, wie gut das Unternehmen seinen Marktanteil und seine Gewinnmargen gegen die Konkurrenz halten kann.

Denn so viel steht fest: Verbraucher haben eine begrenzte Aufmerksamkeitsspanne und ein begrenztes Budget für Streaming. Falls Netflix sich langfristig als Marktführer mit dem beliebtesten und breitesten Angebot etablieren kann, wird es vielleicht etwas höhere Preise und Gewinnmargen durchsetzen können als die Konkurrenz. Dann würde die Netflix-Aktie eine höhere Bewertung verdienen.

Im schlimmsten Fall entwickelt sich im Streaming-Markt ein ruinöser Preiskampf. Anbieter könnten trotz hoher Content-Investitionen gerade so kostendeckend produzieren und würden erbittert um jedes Stückchen Marktanteil kämpfen. Ähnlich geht es im Volumensegment der Autoindustrie zu – das Ergebnis sind geringe Gewinnmargen, geringe Kapitalrenditen und geringe Aktienbewertungen.

Noch ist aus meiner Sicht unklar, in welche Richtung sich der Markt entwickeln wird. Darum verfolge ich das Geschehen rund um die Netflix-Aktie als Zuseher auf der Couch, aber nicht als Investor.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Amazon. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon, Netflix und Walt Disney. The Motley Fool empfiehlt Comcast und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2024 $145 Calls auf Walt Disney und Short January 2024 $155 Calls auf Walt Disney.

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