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3 unaufhaltsame Biotech-Aktien, die jetzt sofort ein Kauf sind

Biotech Forschung
Foto: Getty Images

In 3 Sätzen

  • AstraZeneca verzeichnet weiterhin ein starkes Wachstum und verfügt über eine robuste Pipeline, die eine Fortsetzung des Erfolgs verspricht.
  • Moderna hat eine glänzende Zukunft vor sich, da es mRNA zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten und mehr nutzbar macht.
  • Vertex ist auf dem Mukoviszidose-Markt bereits unaufhaltsam und könnte seine Vormachtstellung auf weitere Bereiche ausdehnen.

Die enttäuschende Performance mancher Biotech-Aktien im vergangenen Jahr sollte einen nicht entmutigen. Die Zukunft sieht für einige Biotech-Unternehmen weiterhin rosig aus.

Wir haben drei unserer Autoren gebeten, starke Biotech-Aktien zu picken, die jetzt ein Kauf sind. Schauen wir doch mal, was sie von AstraZeneca (WKN: 886455), Moderna (WKN: A2N9D9) und Vertex Pharmaceuticals (WKN: 882807) überzeugt hat.

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Glänzende Zukunft

David Jagielski (AstraZeneca): Eine Biopharma-Aktie, die man kaufen und auf lange Sicht halten kann, ist AstraZeneca. Das Unternehmen erzielt nicht nur heute starke Wachstumszahlen, sondern verfügt auch über eine robuste Pipeline, die das zukünftige Wachstum sichern wird. Und in den letzten fünf Jahren hat sich AstraZeneca als zuverlässiger Wachstumswert erwiesen, der in diesem Zeitraum um 109 % gestiegen ist und den S&P 500, der im gleichen Zeitraum um 103 % zulegte, leicht übertroffen hat.

Einer der Gründe, warum ich langfristig bei dieser Aktie optimistisch bin, ist, dass sie Milliarden von Dollar an freiem Cashflow generiert. Geld kann Probleme lösen, Türen öffnen und eine Aktie um einiges sicherer machen. AstraZeneca hat in den letzten vier Quartalen einen freien Cashflow von 4,3 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet. Damit konnte das Unternehmen nicht nur seine Dividende zahlen, die 2,4 % beträgt (und damit deutlich über dem S&P-500-Durchschnitt von 1,3 % liegt), sondern auch seine Schulden im gleichen Zeitraum um 4,5 Mrd. US-Dollar abbauen.

Eine weitere Möglichkeit, die Barmittel zu nutzen, sind Übernahmen. Letztes Jahr schloss das Unternehmen den Kauf von Alexion Pharmaceuticals, das sich auf die Behandlung seltener Krankheiten spezialisiert hat, für 39 Mrd. US-Dollar ab.

Aber AstraZeneca muss nicht andauernd zukaufen, um zu wachsen. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2021 stieg der Umsatz des Unternehmens (ohne den Impfstoff COVID-19) um 17 % auf 23,2 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen meldete zweistellige Zuwachsraten in allen seinen Hauptsegmenten, wobei die Onkologie mit einem Anstieg von 16 % auf über 9,7 Mrd. US-Dollar das größte und auch das am schnellsten wachsende Segment ist. Für das Gesamtjahr rechnet AstraZeneca mit einer Wachstumsrate bei knapp 20 %. Unter Einbeziehung der COVID-19-Umsätze steigt diese Prognose auf über 25 %.

Einer der interessantesten Aspekte der Zukunft von AstraZeneca ist seine Pipeline. Das Unternehmen hat 175 Projekte, an denen es derzeit arbeitet. Allein in der Onkologie befinden sich mehr als ein Dutzend davon in Phase-3-Studien. Alexion hat seine Pipeline im Bereich der seltenen Krankheiten erweitert (einschließlich mehrerer Studien, die sich in späten Stadien befinden), und spätere Übernahmen könnten das Gleiche bewirken.

Angesichts des enormen Potenzials und der Tatsache, dass das Unternehmen bereits heute ein starkes Wachstum verzeichnet, ist AstraZeneca eine solide langfristige Investition. Und damit eine echte Chance fürs Depot.

Die Zukunft beginnt jetzt 

Prosper Junior Bakiny (Moderna): Moderna ist ein Biotech-Unternehmen, das durch die Entwicklung eines der führenden Coronavirus-Impfstoffe auf dem Markt, mRNA-1273, bekannt geworden ist. Insgesamt hat der Markt Moderna für seine Bemühungen reichlich belohnt, aber das könnte erst der Anfang sein.

Das Ausbleiben von Zulassungserfolgen hat Moderna vor 2020 schwer zu schaffen gemacht. Doch nun, da das Unternehmen das Potenzial seines Impfansatzes unter Beweis gestellt hat, eröffnet es sich und seinen Aktionären eine vielversprechende Zukunft. Es mangelt nicht an Viren und Infektionskrankheiten, für die wir noch wirksame Impfstoffe benötigen. Moderna hat es auf gleich mehrere abgesehen.

Das Unternehmen verfügt derzeit über etwa ein halbes Dutzend Impfstoffe gegen Nicht-Coronaviren, die sich zumindest in der klinischen Phase 2 befinden. Dazu gehören ein potenzieller Grippeimpfstoff, ein Impfstoff gegen das Zika-Virus und ein weiterer gegen das Cytomegalovirus. Von diesen drei Kandidaten zielen zwei auf Viren ab, für die es noch keine zugelassenen Impfstoffe gibt. Und obwohl es Möglichkeiten gibt, einer Grippeinfektion vorzubeugen, ist Moderna der Ansicht, dass nach wie vor ein Bedarf an neuen Impfstoffen besteht. Die derzeitigen Impfstoffe sind nur zu 40 bis 60 % wirksam, weitere weisen Einschränkungen auf.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Ziele, die das Biotech-Unternehmen ins Visier nehmen könnte. Von den mehr als 80 Viren, die in den letzten 40 Jahren entdeckt wurden, sind in den USA nur für 4 % Impfstoffe kommerziell zugelassen.

Der jüngste Erfolg von Moderna auf dem COVID-19-Markt wird dem Unternehmen helfen, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Das Unternehmen hat nun Erfahrung mit dem erfolgreichen Durchlaufen der Zulassungs- und Kommerzialisierungsprozesse.

Genauso wichtig ist jedoch, dass es eine Menge Barmittel generiert hat, die es ihm ermöglichen werden, seine aktuellen Kandidaten voranzubringen. Aus diesem Grund bleibt dieses Unternehmen trotz des Gegenwinds in den letzten vier Monaten eine hervorragende Option für langfristige Anleger.

An mehreren Fronten unaufhaltsam

Keith Speights (Vertex Pharmaceuticals): Es steht außer Frage, dass Vertex auf dem Markt für Mukoviszidose (CF) unaufhaltsam ist. Alle vier derzeit zugelassenen Therapien, die die Ursache der seltenen Erbkrankheit behandeln, gehören zu Vertex. Der nächste Konkurrent hat nur CF-Kandidaten in Phase 2 der Prüfung. 

Ich denke jedoch, dass Vertex auch an mehreren anderen Fronten unaufhaltsam ist (oder kurz davor steht). Das Unternehmen und sein Partner CRISPR Therapeutics wollen noch in diesem Jahr die Zulassung von CTX001 für die Behandlung von Beta-Thalassämie und Sichelzellenanämie beantragen. Aufgrund der bisherigen erfolgreichen klinischen Erprobung der Gen-Editierungstherapie scheinen die Aussichten auf eine Zulassung gut zu sein.

Apropos erfolgreiche klinische Tests: Im Dezember begeisterte Vertex die Anleger mit den Ergebnissen einer Phase-2-Studie zu VX-147 zur Behandlung der APOL1-vermittelten fokal segmentalen Glomerulosklerose (FSGS). Das Unternehmen führt das Programm im ersten Quartal 2022 in zulassungsrelevanten Studien weiter.

Vertex konzentriert sich jedoch nicht nur auf FSGS. Das Unternehmen erweitert die Phase-3-Studie auf mehrere APOL1-vermittelte Nierenerkrankungen. Für das Unternehmen bietet sich hier eine große Marktchance. Mehr als 100.000 Menschen haben eine proteinurische Nierenerkrankung, die durch Varianten im APOL1-Gen verursacht wird, verglichen mit etwa 83.000 Patienten mit Mukoviszidose weltweit. 

Darüber hinaus umfasst die Pipeline von Vertex weitere Programme, die ein enormes Potenzial aufweisen. Besonders interessant finde ich die Inselzelltherapien des Unternehmens, die auf Typ-1-Diabetes abzielen. 

Schließlich trägt auch der wachsende Cash-Bestand von Vertex zum Erfolg bei. Das Unternehmen beendete das dritte Quartal 2021 mit einem Cash-Bestand von 7 Mrd. US-Dollar. Das ist ein ausreichender Betrag, um Vertex in die Lage zu versetzen, weiterhin kluge Deals zu tätigen, zuzukaufen oder zu lizenzieren.

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David Jagielski besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights und Prosper Junior Bakiny besitzen Aktien von Vertex Pharmaceuticals. The Motley Fool besitzt und empfiehlt CRISPR Therapeutics und Vertex Pharmaceuticals und empfiehlt Moderna Inc. Dieser Artikel erschien am 23.1.2022 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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