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Top-Aktien für Februar

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In den Augen unserer Autoren könnten diese Top-Aktien für Februar spannende Investitionsmöglichkeiten für langfristig orientierte Investoren darstellen.

Ralf Anders: Compleo Charging Solutions

Als Compleo (WKN: A2QDNX) im Oktober 2020 an die Börse ging, hatte ich meine Zweifel, ob der mittelständische Ladetechnik-Spezialist mit der softwaregetriebenen Konkurrenz aus den USA und den kapitalkräftigen Konzerntöchtern mithalten könne. Über die letzten 15 Monate hat das Management allerdings bewiesen, dass es die richtigen Schritte umsetzen kann, um das Unternehmen zu einem europäischen Marktführer aufzubauen.

4 "inflationssichere" Aktien, die man heute kaufen kann! Kein Zweifel, die Inflation steigt sprunghaft an. Investoren sind verunsichert. Geld, das nur auf der Bank liegt, verliert Jahr für Jahr an Wert. Aber wo solltest du dein Geld anlegen? Hier sind 4 Aktien-Favoriten der Redaktion von The Motley Fool, in die du bei steigender Inflation investieren kannst. Wir haben einige der profitabelsten Aktien dieser Generation wie Shopify (+ 6.878%), Tesla (+ 10.714%) oder MercadoLibre (+ 10.291%) schon früh empfohlen. Schlag bei diesen 4 Aktien zu, solange du noch kannst. Gib einfach unten deine E-Mail-Adresse ein und fordere diesen kostenlosen Bericht umgehend an. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab.

Durch die Übernahmen von Wallbe und innogy eMobility Solutions hat Compleo sein Leistungsspektrum ausgebaut. Die Internationalisierung wird konsequent vorangetrieben und die Kapazitäten erweitert. Zudem klingt die jüngste Partnerschaft mit Diebold Nixdorf zum Aufbau von europaweiten Servicepaketen vielversprechend. 

All das mag die Börse jedoch nicht würdigen. Die Aktie tauchte im Januar sogar unter den Ausgabepreis von 49 Euro ab. Für mich riecht das nach einer Turnaround-Chance!

Ralf Anders besitzt keine Aktien von Compleo.


Florian Hainzl: Alphabet

Die Inflation ist aktuell nicht aufzuhalten, und die US-Notenbank reagiert mit Zinserhöhungen. Viele Technologiewerte wurden in der Folge in den letzten Wochen abverkauft. Im Fall einer weiteren Kursschwäche der Alphabet-Aktie (WKN: A14Y6H) sollten alle Anleger, die bisher den Einstieg verpasst haben, jetzt genauer hinschauen.

Alphabet hatte in den letzten vier Quartalen eine durchschnittliche Bruttomarge von rund 57 %. Mit seiner starken Ausrichtung auf digitale Dienstleistungen kann der Konzern steigende Rohstoffpreise fast vollständig ignorieren. Die Liquidität des Unternehmens reicht aus, um alle Schulden bequem zu tilgen. Steigende Zinssätze interessieren die Führung von Alphabet daher ebenfalls eher weniger. 

Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Unternehmen den Umsatz auch in Zukunft mit zweistelligen Raten steigern kann. Derzeit kann man bei einer freien Cashflow-Rendite von 4,8 % (21.01.2022) einsteigen. Die anderen Wetten, wie Waymo oder Deepmind, gibt es damit mehr oder weniger kostenlos zum Hauptgeschäft mit Werbung dazu.

Florian Hainzl besitzt Aktien von Alphabet.


Peter Roegner: Fashionette AG

Im Zuge des Kursrückgangs an den Börsen ist auch die Aktie der Fashionette AG (WKN: A2QEFA) kräftig unter die Räder gekommen. Dabei laufen die Geschäfte des Onlinehändlers für hochwertige Mode-Accessoires im Premium- und Luxussegment gut.

In den ersten drei Quartalen 2021 konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27,1 % auf 137 Mio. Euro gesteigert werden. Im November mit der wichtigen Black-Friday-Woche legte der Bestellwert um 25 % im Vergleich zum Vorjahr zu. Bei Bestandskunden und -kundinnen betrug der Anstieg der Bestellungen sogar 35 %.

Der Aktienkurs liegt mit 18,00 Euro (24.01.2022) inzwischen deutlich unter dem IPO-Preis von 31,00 Euro aus Oktober 2020. Damit beträgt die Marktkapitalisierung von gut 110 Mio. Euro erheblich weniger als der Umsatz – das dürfte für einen schnell wachsenden Onlinehändler einmalig sein.

Peter Roegner besitzt keine Aktien der Fashionette AG.


Stefan Naerger: Microsoft

Die Microsoft-Aktie (WKN: 870747) erlebt einen grandiosen Jahresauftakt. Damit meine ich nicht den Aktienkurs. Sondern die angekündigte Übernahme von Spielehersteller Activision Blizzard.

Für satte 69 Mrd. US-Dollar möchte Microsoft das Schwergewicht der Spieleszene mit an Bord holen. Das schmeckt manchem Investor offenbar gar nicht. Denn Activision Blizzard machte zuletzt vor allem mit Mobbing-Skandalen von sich reden. Doch es zählt, was drin ist. Und hier darf Microsoft im Erfolgsfall tief in die Wundertüte greifen. 

Der Mobil-Hit Candy Crush ist mit dabei. Auch renommierte Klassiker wie Warcraft und Diablo. Kenner der Szene wissen, dass derart starke Marken durchaus 69 Mrd. US-Dollar wert sein können. Jetzt müssen es nur noch alle anderen verstehen. Die Konkurrenz zittert bereits. Einen besseren Jahresauftakt kann man sich nicht wünschen!  

Stefan Naerger besitzt keine Aktien von Activision Blizzard oder Microsoft.


Hendrik Vanheiden: Unity Software

Viele hoch bewertete Wachstumsaktien haben in den letzten Wochen Federn lassen müssen. Eine davon ist Unity Software (WKN: A2QCFX). Mit einem KUV von ungefähr 30 (23.01.2022) ist die Aktie jetzt immer noch nicht günstig, aber meiner Meinung nach fair bewertet.

Denn das Wachstumspotential des noch unprofitablen Unternehmens ist immens. Die Software von Unity wird genutzt, um 3D Inhalte in Videospielen zu entwickeln. Darüber hinaus findet sie in Architektur und Industrie Anwendung und könnte bei der Entwicklung des Metaverse eine tragende Rolle spielen. Doch auch ohne Metaverse laufen die Geschäfte blendend. Das Umsatzwachstum im letzten Quartal betrug 44 %, der Free Cashflow war positiv.

Zudem wurde die Übernahme von Weta Digital angekündigt. Hierdurch bekommt Unity Zugang zu Spezialeffekten, die unter anderem in Filmen wie Herr der Ringe und Avatar genutzt wurden. All dies macht Unity Software für mich zu einem heißen Nachkaufkandidaten im Februar.

Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Unity Software.


Vincent Uhr: Innovative Industrial Properties

Mit einer soliden, wachsenden Dividendenrendite von über 3 % in den Februar starten? Innovative Industrial Properties (WKN: A2DGXH) bringt das jetzt im Rahmen der aktuellen Korrektur mit. Allerdings ist das nicht alles.

Der US-amerikanische Real Estate Investment Trust bringt mit jetzt knapp über 100 verschiedenen Immobilien eine diversifizierte Basis mit. Wobei sich die Dividende in den vergangenen viereinhalb Jahren genau ver-10-facht hat. Das ist ein außergewöhnliches Dividendenwachstum bei einem sehr starken REIT.

Auch ein Kurs-FFO-Verhältnis von derzeit unter 30 (21.01.2022) ist für Innovative Industrial Properties eine vergleichsweise günstige Ausgangslage. Oder: Eine Top-Dividendenaktie für Februar, die Wachstum und Dividende unter einen Hut bringt.

Vincent Uhr besitzt Aktien von Innovative Industrial Properties.


Frank Seehawer: Travelers

Meine Top-Aktie für den Februar 2022 ist der amerikanische Versicherungskonzern Travelers (WKN: A0MLX4). Travelers ist ein Urgestein der Branche, dessen Ursprünge sich bis in das Jahr 1853 zurückverfolgen lassen.

Erst kürzlich wurden die Zahlen des vierten Quartals 2021 veröffentlicht, die zusammengefasst besser ausfielen als erwartet. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13 sowie einer Dividendenrendite von 2,2 % (21.01.2022) ist die Value-Aktie nicht wirklich hoch bewertet. Darüber hinaus könnte sich ein steigendes Zinsniveau langfristig auch positiv auf das operative Geschäft auswirken.

Trotz Marktkorrektur schlägt sich die Aktie tapfer. Erst kürzlich erreichte die Travelers-Aktie ein neues Allzeithoch.

Frank Seehawer besitzt Aktien von Travelers.


Christof Welzel: Gaztransport & Technigaz

Gaztransport & Technigaz (WKN: A1XEHR) entwickelt und liefert kryogene Membransysteme für die Schifffahrt und die Lagerung von Flüssiggas und verflüssigtem Gas (LNG). Zu den größten Abnehmern zählen derzeit Südkorea und China, wo neben LNG auch Wasserstoff an Bedeutung gewinnt.

Das Unternehmen entwickelt darüber hinaus LNG-Lager und -Tanksysteme für Schiffe, die verflüssigtes Gas als Treibstoff nutzen. Denkbar ist, dass die Systeme zukünftig auch für den Transport und die Lagerung von grünem Wasserstoff zum Einsatz kommen. Gaztransport & Technigaz konstruiert und installiert Elektrolyseure. Erst im Oktober 2020 wurde die heutige Elogen-Tochter übernommen.   

Im Juni und November schüttet das Unternehmen jeweils eine Dividende aus.

Christof Welzel besitzt Aktien von Gaztransport & Technigaz. 


Caio Reimertshofer: Zoom Video Communications

Im Februar sollte man sich die Zeit nehmen, um einen genaueren Blick auf Zoom Video Communications (WKN: A2PGJ2) zu werfen. Die jüngste Börsenkorrektur ist nicht spurlos an dem Corona-Profiteur vorbeigegangen. Ganz im Gegenteil: Der Aktienkurs hat sich im Vergleich zum Höchststand im Jahr 2020 mittlerweile sogar um mehr als zwei Drittel verringert. Und es sieht momentan nicht nach einer Kehrtwende aus.

Dennoch sollte man das Unternehmen nicht zu früh abschreiben. Es ist klar, dass das Wachstum bei weniger vorhandenen Lockdown-Maßnahmen abnimmt. Doch Zoom wächst noch immer deutlich zweistellig und investiert bereits in neue Produkte. Dabei ist das Unternehmen sogar profitabel – mittlerweile eine Seltenheit unter High-Growern.

Der jüngste Kurssturz dürfte daher eine spannende Möglichkeit sein, eine erste Position zu eröffnen oder nachzukaufen. Immerhin bedient Zoom mit seinem Geschäftsmodell noch immer Zukunftstrends wie Digitalisierung, Augmented-Reality und die Dezentralisierung der Arbeitsplätze.

Caio Reimertshofer besitzt keine Aktien von Zoom Video Communications.


Henning Lindhoff: Netflix

Du kennst bestimmt das Zitat von John D. Rockefeller, der gesagt hat, die beste Zeit, um Aktien zu kaufen, sei, wenn Blut in den Straßen fließt. Und wenn wir uns heute Netflix (WKN. 552484) ansehen, scheint hier eine solch ideale Kauf-Phase angebrochen zu sein. Immerhin purzelte der Kurs seit dem 21. Dezember um fast 35 % auf aktuell 343,35 Euro (21.01.2022).

Der Markt ist enttäuscht von den Quartalszahlen. 607 Mio. US-Dollar verdiente Netflix im vierten Quartal nach Steuern. Das ist nur halb so viel wie in den Vorquartalen, aber dennoch ein stolzes Sümmchen. Wer cool ist, greift jetzt zu. Der Streaming-Weltmarktführer sieht trotz des Kurs-Gewinn-Verhältnisses von 34,4 so günstig aus wie nie. 

Netflix bleibt ein hochqualitatives Unternehmen mit stabilen Wachstumsaussichten. Wer weiß, wann wir die Aktie noch einmal so günstig bekommen werden?

Henning Lindhoff besitzt keine Aktien von Netflix.


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Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Activision Blizzard, Alphabet (A-Aktien), Innovative Industrial Properties, Microsoft, Netflix und Zoom Video Communications. The Motley Fool empfiehlt Alphabet (C-Aktien) und Unity Software Inc.

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