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Siemens Energy-Aktie und Nordex-Aktie in der Zwickmühle

Siemens Energy Offshore Transformer
Quelle: Siemens Energy

Siemens Energy (WKN: ENER6Y)-Aktien sind innerhalb einer Woche um mehr als 19 % gefallen. Seit dem Hoch Anfang 2021 sind es bereits 46,8 % (24.01.2022). Doch worunter leidet das Geschäft und warum gibt die Aktie kurzfristig noch einmal so stark nach?

Siemens Energy: Gas and Power verliert

Die Siemens (WKN: 723610)-Tochter hat mit ihren beiden Segmenten Gas and Power sowie Siemens Gamesa Renewable Energy (WKN: A0B5Z8), die für das Windkraftgeschäft steht, keinen einfachen Stand.

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Gas and Power entwickelt und vertreibt Gasturbinen, Dampfturbinen, Generatoren, Transformatoren und Kompressoren. Doch aufgrund der Energiewende verliert der Bereich an Bedeutung und Umsatz. Im ersten Geschäftsquartal 2022 sank der Spartenumsatz nach vorläufigen Zahlen um 3,54 % auf 4.140 Mio. Euro. Auf vergleichbarer Basis teilt Siemens Energy für Gas and Power einen Umsatzrückgang um 5,9 % mit. Das angepasste EBITA vor Sondereffekten sank um 9,7 % auf 242 Mio. Euro. Mit Einmaleffekten stieg es um 34,2 % auf 259 Mio. Euro.

Für das Geschäftsjahr 2022 bestätigt Siemens Energy die Segmentprognose mit einem vergleichbaren Umsatzwachstum von 1,0 bis 5,0 % und einer EBITA-Marge vor Sondereffekte von 4,5 und 6,5 %.

Windenergiegeschäft leidet

Der zweite Grund für den Fall der Siemens Energy-Aktie ist die hohe Siemens-Gamesa-Beteiligung. Zwar befindet sich das Unternehmen im Wachstumsmarkt Windturbinen, aber verschiedene Ursachen verhindern eine hohe Gewinnmarge.

So erzeugt die internationale Konkurrenz (vor allem aus China) einen hohen Preisdruck. Deutlich über den Herstellungskosten liegende Verkaufspreise sind so nicht möglich. Die birgt wiederum das Risiko, in Krisenphasen oder bei hoher Inflation schnell in den Verlustbereich zu rutschen. Das Windgeschäft und Siemens Energy sind derzeit von beiden Problemen betroffen.

Im ersten Geschäftsquartal 2022 stiegen die Stahlpreise so stark, dass die bereits verkauften Windturbinen nun Verluste erwirtschaften. Für sie kann Siemens Energy den Preis nachträglich nicht erhöhen. Aber auch für alle anderen Materialen und für Strom stiegen die Kosten.

Hinzu kommen Lieferkettenprobleme und stark gestiegene Logistikkosten. So wird der Hoffnungsträger Windkraft für Siemens Energy zu einem Verlustgeschäft. Im ersten Geschäftsquartal 2022 kam Siemens Gamesa so auf einen Umsatz von 1,8 Mrd. Euro und ein EBIT vor Kaufpreisallokationen und Integrations- und Restrukturierungskosten von -309 Mio. Euro.

Siemens Energy und Gamesa senken die Prognosen

Die EBIT-Marge-Prognose senkte Gamesa von 1,0 bis 4,0 % auf nun -4,0 bis 1,0 %. Für das Umsatzwachstum fielen die Erwartungen von -2,0 bis -7,0 % auf -2,0 bis -9,0 %.

Der Siemens-Energy-Konzern muss seine Prognose für das Geschäftsjahr 2022 und die vergleichbaren Umsätze von -1,0 bis 3,0 % auf -2,0 bis 3,0 % anpassen. Die Erwartung für die angepasste EBITA-Marge fällt von 3,0 bis 5,0 % auf 2,0 bis 4,0 %.

Nordex (WKN: A0D655)-Aktien sind seit dem Hoch Anfang 2021 ebenfalls bereits mehr als 53 % gefallen (24.01.2022) Hier sind wahrscheinlich ähnliche Ergebnisse und Aussichten wie bei Siemens Gamesa zu erwarten.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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