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Börsenkrach: 4 Frühwarnzeichen für das Jahr 2022

Bär im Anzug steht vor sinkendem Kurs Börsencrash Crash an der Börse
Foto: Getty Images

Drei Wochen nach Beginn des neuen Jahres ist es an der Zeit, eines meiner beliebtesten Themen wieder aufzugreifen. Wird es im Jahr 2022 einen Börsencrash geben? Und was könnten die ersten Warnzeichen für einen möglichen Zusammenbruch sein? Während ich jeden Tag stundenlang über die Finanzmärkte lese, suche ich nach Warnhinweisen und Alarmglocken, die auf einen Zusammenbruch der Märkte hinweisen. Hier sind vier Alarmsignale, die ich im Jahr 2022 im Auge behalten werde.

1. Der Januar-Effekt

Eine alte Redensart aus der Londoner City lautet: „Wie der Januar, so das Jahr“. Sie besagt, dass sich die jährliche Entwicklung des Aktienmarktes anhand des ersten Monats des Jahres vorhersagen lässt. Interessanterweise deuten historische Daten darauf hin, dass diese Korrelation stimmt, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Immerhin trägt der Januar ein Zwölftel (8,3 %) zum Gesamtergebnis eines Jahres bei, was diesen Zusammenhang teilweise erklärt. Im Jahr 2022 ist der US-Index S&P 500 bisher um 2,2 % gefallen. Das ist zwar eine relativ geringe Bewegung, aber dennoch eine negative. Warten wir jedoch ab, wie sich das Jahr 2022 insgesamt entwickelt. Für mich ist dieses Signal zu schwach, um mir jetzt schon Sorgen um einen Börsencrash zu machen.

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2. Verlangsamtes chinesisches Wachstum

Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft, die lange Zeit als der Motor der Weltwirtschaft galt, verlangsamt sich. Im vierten Quartal 2021 verlangsamte sich das Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Vergleich zum Vorjahr auf 4 %. Das ist das langsamste Wachstumstempo seit 18 Monaten, so dass das BIP-Wachstum des Landes im Jahr 2021 insgesamt 8,1 % beträgt. Außerdem hat sich das Wachstum im vergangenen Jahr in jedem Quartal im Vergleich zum Vorjahr verlangsamt. Ein Viertel des weltweiten BIP-Wachstums im Jahr 2021 geht auf das Konto Chinas. Jeder Schwungverlust in der chinesischen Wirtschaft ist daher ein globales Problem. Auch die Probleme des hoch verschuldeten Bauunternehmens China Evergrande haben einen langen Schatten auf den chinesischen Immobilienmarkt geworfen. Auch hier könnte eine chinesische Immobilienkrise Folgen für die ganze Welt haben und möglicherweise sogar einen Börsencrash auslösen.

3. Heiße US-Inflation = Aktienmarktcrash?

Meine größte Angst ist derzeit die steigende Inflation in den USA (steigende Verbraucherpreise). Im Dezember 2021 stieg der US-Verbraucherpreisindex (CPI) mit einer Jahresrate von 7 %. Das übertrifft den Wert vom November (6,8 %) und ist der höchste Stand des US-Verbraucherpreisindex seit Juni 1982. Um die Inflation, die sich auf einem 40-Jahres-Hoch befindet, einzudämmen, wird die Federal Reserve zwei Dinge tun. Erstens wird sie die Geldpolitik straffen, indem sie ihre monatlichen Anleihekäufe von 120 Mrd. US-Dollar auf Null zurückfährt. Dies soll bis Ende März geschehen. Danach wird die US-Notenbank die Zinsen schrittweise anheben. Analysten rechnen mit drei bis vier Anhebungen um je einen Viertelpunkt im Jahr 2022. Während die Jahre 2020-21 eine Zeit massiver Liquiditätsspritzen durch die Zentralbanken waren, wird die globale Liquidität 2022-23 abnehmen. Ob die Inflation den Aufschwung der US-Wirtschaft abwürgt und einen Börsencrash auslöst, kann nur vermutet werden, aber Anfang der 1980er Jahre war dies der Fall.

4. Tech-Aktien und Bitcoin kommen vom Fleck

Die hoch bewerteten US-Tech-Aktien sind in letzter Zeit zurückgegangen. Der technologielastige Nasdaq-Index erreichte am 22. November 2021 ein Allzeithoch von 16.212,23 Punkten. Während ich diese Zeilen schreibe, steht er bei 14.893,75 Punkten, 8,1 % unter seinem Höchststand und 5,9 % unter dem Jahr 2022. Auch die führende Kryptowährung Bitcoin hat seit Dezember 7,5 % verloren und ist seit ihrem Höchststand im November um 38,1 % abgestürzt. Ich glaube jedoch nicht, dass der Absturz der Kryptowährungen einen Börsencrash auslösen wird. Für mich ist eher das Gegenteil der Fall.

Außerdem habe ich nicht mehr so viel Angst vor Börsencrashs wie früher. Deshalb kaufe ich vorerst weiter billige britische Aktien wegen der Dividende!

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Dieser Artikel wurde von Cliff D'Arcy auf Englisch verfasst und am 17.01.2022 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Die Ansichten über die in diesem Artikel erwähnten Unternehmen sind die des Verfassers und können daher von den offiziellen Empfehlungen abweichen, die wir in unseren Abonnementdiensten wie Share Advisor, Hidden Winners und Pro geben. Wir bei The Motley Fool sind der Meinung, dass wir durch die Berücksichtigung einer Vielzahl von Erkenntnissen bessere Investoren werden.

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