The Motley Fool

22 Aktien, die das Investment im Jahr 2022 verdoppeln könnten

Top-Aktie 2022
Foto: Getty Images

In 3 Sätzen:

  • Egal, wie hoch der Aktienmarkt steigt, Schnäppchen lassen sich immer noch finden.
  • Diese bunte Mischung aus Aktien kleiner, mittlerer und großer Unternehmen kann Anleger in diesem Jahr um einiges vermögender machen.
  • Neues Jahr, neue Möglichkeiten, klüger, glücklicher und vermögender zu werden!

Trotz der Turbulenzen durch die anhaltende Pandemie hatte die Wall Street ein weiteres gutes Jahr. Der S&P 500 verzeichnete den zweithöchsten Schlussstand in einem Jahr und konnte seine durchschnittliche jährliche Gesamtrendite von 11 %, die seit 1980 erzielt wurde, mehr als verdoppeln.

4 "inflationssichere" Aktien, die man heute kaufen kann! Kein Zweifel, die Inflation steigt sprunghaft an. Investoren sind verunsichert. Geld, das nur auf der Bank liegt, verliert Jahr für Jahr an Wert. Aber wo solltest du dein Geld anlegen? Hier sind 4 Aktien-Favoriten der Redaktion von The Motley Fool, in die du bei steigender Inflation investieren kannst. Wir haben einige der profitabelsten Aktien dieser Generation wie Shopify (+ 6.878%), Tesla (+ 10.714%) oder MercadoLibre (+ 10.291%) schon früh empfohlen. Schlag bei diesen 4 Aktien zu, solange du noch kannst. Gib einfach unten deine E-Mail-Adresse ein und fordere diesen kostenlosen Bericht umgehend an. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab.

Doch ganz gleich, wie hoch die breiteren Marktindizes klettern, es wird immer Möglichkeiten für Anleger geben, ihr Vermögen zu vermehren und möglicherweise sogar zu verdoppeln. Daher stellen wir hier 22 Aktien vor, mit denen man das Investment im Jahr 2022 verdoppeln kann.

1 Pinterest

Auf dieser Liste findest du zwar viele Aktien von Unternehmen mit kleiner und mittlerer Marktkapitalisierung, die ein Wachstumspotenzial von über 100 % haben, aber man sollte auch Aktien von Unternehmen mit großer Marktkapitalisierung wie den Social-Media-Riesen Pinterest (WKN: A2PGMG) nicht übersehen. Schließlich bleiben Gewinner oft genug Gewinner.

Im Jahr 2021 hatte die Wall Street damit zu kämpfen, die bescheidenen vierteljährlichen Rückgänge bei den monatlich aktiven Nutzern (MAUs) von Pinterest zu verdauen. Dieser Rückgang war die erwartete Reaktion, da die Impfquoten immer weiter ansteigen und die Menschen zu einigen Aktivitäten außerhalb ihrer Häuser zurückkehren. Aber diese Besessenheit von den MAUs bei Pinterest lässt zwei kritische Punkte außer Acht, die das Unternehmen zu seinem aktuellen Aktienkurs zu einem schlauen Kauf machen.

Zunächst einmal hat sich die Monetarisierung von Pinterests MAUs nicht verlangsamt, auch wenn das Wachstum der neuen Nutzer zu historischen Normen zurückkehrt. Im September-Quartal stieg der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer (ARPU) weltweit um 37 %, wobei der internationale ARPU um 81 % stieg. Einfach ausgedrückt: Die Werbekunden waren mehr als bereit, für die 444 Millionen monatlichen Nutzer von Pinterest zu zahlen.

Zweitens vergisst die Wall Street offenbar, wie perfekt das Modell von Pinterest ist, um Werbeeinnahmen zu generieren. Die gesamte Prämisse beruht darauf, dass die Nutzer Dinge, Orte und Dienstleistungen teilen, die sie interessieren. So können Händler ihre Werbeeinnahmen gezielt auf Nutzer ausrichten, die eher einen Kauf tätigen würden. Damit ist Pinterest auf dem besten Weg, zu einer festen Größe im E-Commerce zu werden.

2 PubMatic

Eine der klügsten Möglichkeiten, das Investment im Jahr 2022 zu verdoppeln, ist die Investition in das Cloud-basierte Unternehmen für programmatische Werbetechnologie PubMatic (WKN: A2QJL6).

Bei PubMatic handelt es sich um eine sogenannte Sell-Side-Plattform. SSPs arbeiten für Verlage, indem sie deren Werbeflächen an Werbetreibende verkaufen. Die Kunden können zwar Eingaben machen, z. B. den Mindestpreis für den Verkauf von Werbeflächen festlegen, doch die Cloud-basierte Infrastruktur von PubMatic wickelt alles mithilfe von Machine-Learning-Algorithmen ab. Durch die Optimierung der Nachrichten, die den Nutzern angezeigt werden, kann PubMatic die Werbetreibenden bei Laune halten und gleichzeitig die Preissetzungsmacht seiner Kunden (d. h. der Publisher) im Laufe der Zeit steigern.

Was PubMatic wirklich zum Erfolg verhilft, ist sein Fokus auf digitale Werbung. Nach Angaben des Unternehmens dürften die weltweiten Ausgaben für digitale Werbung zwischen 2019 und 2024 um durchschnittlich 10 % pro Jahr steigen. PubMatic ist jedoch durchgängig mindestens zweimal so schnell gewachsen. Das liegt daran, dass fast zwei Drittel des Umsatzes aus mobilen und Omnichannel-Formaten stammen, zu denen auch Connected TV gehört.

Darüber hinaus scheinen die Kunden des Unternehmens den Service wirklich zu schätzen, wie vier aufeinanderfolgende Quartale mit einer Netto-Dollar-Bindungsrate von über 150 % belegen. Dies bedeutet, dass bestehende Kunden in den letzten vier Quartalen mindestens 50 % mehr als im Vorjahr ausgegeben haben. Da PubMatic die Erwartungen der Wall Street immer wieder übertrifft, könnte diese Verlagerung auf digitale Anzeigen die Aktien des Unternehmens in diesem Jahr deutlich nach oben schicken.

3 Planet 13 Holdings

Cannabis könnte eine der beständigsten zweistelligen Wachstumschancen des Jahrzehnts sein. Da die USA das Epizentrum dieses Wachstums darstellen, hat der Multistate Operator (MSO) Planet 13 Holdings (WKN: A2JPJ2) eine echte Chance, den Einsatz zu verdoppeln.

Bei den meisten MSOs geht es darum, in so vielen Staaten wie möglich präsent zu sein. Das ist nicht der Modus Operandi von Planet 13. Das Unternehmen konzentriert sich ebenso sehr darauf, seinen Kunden ein einzigartiges Erlebnis zu bieten, wie auf den Umsatz.

Planet 13 hat nur zwei Apotheken in Betrieb, aber es gibt nichts Vergleichbares in den USA. Der Las Vegas SuperStore erstreckt sich über 112.000 Quadratmeter (das ist größer als der durchschnittliche Walmart) und verfügt über ein Café, ein Veranstaltungszentrum und ein Verarbeitungszentrum. Der erst kürzlich eröffnete Orange County SuperStore hat eine Fläche von 55.000 Quadratmetern, von denen 16.500 Quadratmeter dem Verkauf gewidmet sind.

Die immersiven Planet 13-Läden funktionieren am besten in touristisch geprägten Gegenden. Die nächsten drei Läden, die eröffnet werden, befinden sich in Chicago, Orlando und Miami. Die Pandemie hat das Unternehmen jedoch gelehrt, wie wichtig es ist, die lokale Bevölkerung anzusprechen. Dank des stetigen Stroms einheimischer Kunden, die sich mit den Touristen mischen, kann das Unternehmen in diesem Jahr auf eine wiederkehrende Rentabilität hinarbeiten.

4 Axon Enterprise

Es kommt nicht oft vor, dass ein Large-Cap-Unternehmen seinen gesamten adressierbaren Markt (TAM) über Nacht verdoppelt, aber genau das hat Axon Enterprise (WKN: A2DPZU) in seinem Aktionärsbrief für das dritte Quartal den Anlegern mitgeteilt. Axon geht nun davon aus, dass sein TAM bei 52 Mrd. US-Dollar liegt, gegenüber einer vorherigen Prognose von 27 Mrd. US-Dollar.

Axon ist das Unternehmen, das hinter den weit verbreiteten Taser-Geräten steht, die von den US-Strafverfolgungsbehörden eingesetzt werden. Das Unternehmen ist auch für viele der Körperkameras verantwortlich, die von Polizeibeamten getragen werden, und bietet Software für Beweismitteldatenbanken an, die in Polizeidienststellen verwendet werden. Da sich viele Großstädte auf soziale Reformen konzentrieren, sind die Produkte von Axon zu zentralen Lösungen für mehr Transparenz bei der Strafverfolgung geworden.

Das Geheimnis, warum sich Axons TAM fast verdoppelt hat, ist die Ausweitung des Fokus auf den Verbrauchermarkt. Das Management plant, seine Taser-Produkte für Verbraucher einzuführen und eine verbraucherorientierte Smartphone-App anzubieten, die 2022 vorgestellt werden soll. Basierend auf den Schätzungen des Managements könnte der individuelle Verbrauchermarkt einen höheren TAM bieten als die Strafverfolgung.

Ebenso hat Axon großes internationales Potenzial. Obwohl die US-Verkäufe den Löwenanteil des bestehenden Umsatzes ausmachen, wuchs der internationale Umsatz im dritten Quartal doppelt so schnell wie der US-Umsatz (70 % gegenüber 34 %). Mit einem Gesamtumsatz von fast 15 Mrd. US-Dollar könnten die internationalen Märkte das i-Tüpfelchen sein, das für Axon bis 2022 zu einer Verdoppelung des Umsatzes führt.

5 EverQuote

Ein Unternehmen, auf das ich setze, ist der Online-Versicherungsmarktplatz EverQuote (WKN: A2JPMX). Ich war schon für 2021 vom Wachstum überzeugt, aber die Aktie fiel spektakulär. In diesem Jahr sollte sich das Blatt für diese rasante Small-Cap-Aktie hoffentlich wenden.

Obwohl die Versicherungsbranche gut im Geschäft ist, wächst sie im Allgemeinen nur langsam. EverQuote ist in dem wohl am schnellsten wachsenden Teilbereich tätig: der digitalen Werbung. Es wird erwartet, dass die Ausgaben für digitale Werbung im Versicherungsbereich bis 2024 jährlich um 16 % steigen werden. 

EverQuote arbeitet bereits mit 19 der 20 größten Autoversicherer zusammen und kann den Verbrauchern so umfassende Preisvergleiche anbieten. Gleichzeitig lockt die Plattform Käufer an, was im Wesentlichen bedeutet, dass die Versicherer ihre Marketingausgaben effektiver einsetzen können. Da sich die Kaufgewohnheiten der Verbraucher auf Onlineplattformen verlagern, wird die Rolle von EverQuote als führender Versicherungsmarktplatz im Laufe der Zeit nur noch zunehmen.

Darüber hinaus hat EverQuote in den letzten Jahren neue Geschäftsfelder erschlossen, darunter Haus-, Miet-, Kranken-, Lebens- und Gewerbeversicherungen. Diese Vertikalen sind sogar noch schneller gewachsen als das traditionelle Autoversicherungssegment und bieten eine gute Gelegenheit, margenstarke Zusatzeinnahmen zu erzielen.

6 Novavax

Es ist kein Geheimnis, dass die Aktien von Novavax (WKN: A2PKMZ) seit Beginn der Pandemie enorm gestiegen sind. Aber eine sogenannte Corona-Aktie bietet immer noch ein unglaubliches Kurspotenzial und die wahrhaftige Chance, sich 2022 zu verdoppeln. 

Obwohl das Feld der COVID-19-Impfstoffe weiter wächst, sticht Novavax hervor. Der Impfstoff des Unternehmens, NVX-CoV2373, wurde in zwei groß angelegten Studien getestet. Er erzielte eine Impfstoffwirksamkeit (VE) von 89,7 % in Großbritannien und von 90,4 % in der Studie in den USA/Mexiko. Einschließlich Novavax haben nur drei COVID-19-Impfstoffe eine Wirksamkeit von 90 % oder mehr erreicht, was es dem Unternehmen ermöglichen dürfte, sich als weltweite Nummer 3 unter den COVID-19-Impfstoffanbietern zu etablieren.

Die Wandlungsfähigkeit des SARS-CoV-2-Virus wirkt sich ebenfalls positiv auf Novavax aus. Anstatt nur von einer ersten Impfkampagne zu profitieren, bietet die Einführung neuer Virusvarianten Novavax eine Möglichkeit, wiederkehrende Einnahmen zu erzielen. Die Arzneimittelentwicklungsplattform des Unternehmens ist auf Schnelligkeit und Wirksamkeit ausgelegt, um Auffrischungsimpfungen und variantenspezifische Impfstoffe zu entwickeln.

Das Beste aber ist, dass man Novavax günstig bekommt. Kurzfristige Verzögerungen bei der Einreichung von Zulassungsanträgen und Produktionsprobleme haben den Aktienkurs des Unternehmens im Jahr 2021 belastet. Die meisten dieser Sorgen sind jetzt vorüber. Da das Unternehmen in diesem Jahr wahrscheinlich zahlreiche Genehmigungen für den Notfalleinsatz erhalten wird, ist es eine gute Wette, dass es im laufenden Kampf gegen COVID-19 eine Schlüsselrolle spielen wird.

7 GrowGeneration

Nach einer 21-monatigen Achterbahnfahrt scheint die Hydrokultur- und Biogartenkette GrowGeneration (WKN: A2H8U5) reif für eine Verdoppelung.

Zwischen März 2020 und Februar 2021 war GrowGen eine der heißesten Aktien an der Wall Street, die Aktien schnellten um mehr als das Zwanzigfache in die Höhe. Seit dem Erreichen des 52-Wochen-Hochs sind die Aktien jedoch um fast 80 % gefallen. Dieser enorme Rückgang scheint auf ein langsameres organisches Wachstum sowie eine höhere Inflation zurückzuführen zu sein, was die Gewinnspannen des Unternehmens belasten könnte. Auch wenn der 80-prozentige Abrutsch für bestehende Aktionäre nicht ideal ist, so ist er doch der perfekte Einstiegspunkt für neue Anleger.

Die zweigleisige Strategie, die GrowGeneration beflügeln soll, ist die anorganische Expansion und die Omnichannel-Präsenz. In Bezug auf die erste Strategie hat sich GrowGen regelmäßig auf Akquisitionen gestützt, um seine Reichweite in neuen und bestehenden Märkten zu erweitern. Es handelt sich um ein Unternehmen mit Beleuchtungs-, Nährstoff-, Boden- und Hydrokulturlösungen, die sowohl den Verbraucher- als auch den Unternehmensmarkt ansprechen, und es ist bei Cannabis-Züchtern besonders beliebt. GrowGen hat derzeit 62 Geschäfte in 13 US-Bundesstaaten. 

GrowGeneration stützt sich nicht nur auf Übernahmen, sondern baut auch seine E-Commerce-Präsenz aus und konzentriert sich auf Eigenmarken, um seine langfristigen Margen zu erhöhen.

Einst zum 10-Fachen des Umsatzes und mehr als dem 200-Fachen des prognostizierten Gewinns bewertet, wird GrowGen heute zu deutlich weniger als dem 2-Fachen des Umsatzes und eher mit dem 40-Fachen des Konsensgewinns der Wall Street für 2022 bewertet.

8 Bark

In den USA halten laut der American Pet Products Association 69 Millionen Haushalte einen Hund. Darüber hinaus haben Haustierbesitzer die Ausgaben seit über einem Vierteljahrhundert im Jahresvergleich nicht gesenkt. Das macht das auf Hundeprodukte und -dienstleistungen spezialisierte Unternehmen Bark (WKN: BARK01) zum perfekten Kandidaten für eine Verdoppelung des Kurswerts im Jahr 2022.

Was Bark so besonders macht, ist das Abo-Betriebsmodell des Unternehmens. Obwohl die Produkte des Unternehmens landesweit in mehr als 23.000 Einzelhandelsgeschäften zu finden sind, stammten im dritten Quartal 89 % der Einnahmen des Unternehmens aus dem Direktverkauf an den Verbraucher. Das Abonnementmodell führt in der Regel zu höheren Kundenbindungsraten, vorhersehbarem Cashflow und geringeren Gemeinkosten. Infolgedessen lag die Bruttomarge von Bark stets zwischen 58 und 60 %.

Auch die Marketingkampagnen des Unternehmens zahlen sich aus. In weniger als zwei Jahren hat sich die Zahl der Abonnenten von weniger als einer Million auf etwa 2,1 Millionen (Stand: September) mehr als verdoppelt. 

Und auch die Innovationen von Bark sind ein wichtiger Wachstumsfaktor. Die Einführung von Bark Home, das Grundbedarfsartikel wie Halsbänder und Betten anbietet, und Bark Eats, einem Service, der Besitzern dabei hilft, maßgeschneiderte Trockennahrung für den Hund zusammenzustellen, sind schlaue Ergänzungen.

9 Kinross Gold

Goldaktien hatten kein besonders gutes Jahr 2021. Aber das kommende Jahr könnte Kinross Gold (WKN: A0DM94) ermöglichen, seinen Glanz in großem Stil wiederzuerlangen.

Ganz klar: Goldminenaktien profitieren, wenn der Preis des Metalls, das sie aus dem Boden holen, steigt. Gold dürfte von den historisch niedrigen Anleiherenditen profitieren (d. h. es gibt nicht viele Möglichkeiten, mit Anleihen inflationssteigernde Renditen zu erwirtschaften) und wird wahrscheinlich von der Inflation angekurbelt, die seit der Reagan-Regierung nicht mehr so hoch war. Ein Erholungsjahr für Gold scheint wahrscheinlich.

Aber Kinross ruht sich nicht einfach auf seinen Lorbeeren aus und lässt den physischen Goldpreis die ganze Arbeit machen. Der spannendste Fortschritt ist das Projekt Tasiast 21k. Bis Ende März soll der Durchsatz des Unternehmens in der wichtigen Tasiast-Mine in Mauretanien 21.000 Tonnen pro Tag erreichen. Bis Mitte 2023 wird das Projekt Tasiast 24k abgeschlossen sein und der Durchsatz wird auf 24.000 Tonnen/Tag steigen. Diese Projekte werden die Jahresproduktion der Mine nahezu verdoppeln und die Betriebskosten auf lediglich 560 US-Dollar pro Goldunze senken.

Kinross Gold hat jede Menge langfristige Projekte, darunter Fort Knox, La Coipa und Chulbatkan. Das Unternehmen stockt seine Edelmetallreserven regelmäßig auf oder erweitert sie. 

Kinross will seine Produktion voraussichtlich von 2,1 Mio. Goldäquivalentunzen (GEO) im Jahr 2021 auf 2,7 Mio. GEO im Jahr 2022 steigern. Daher ist die Aktie beim 3,6-Fachen des für dieses Jahr geschätzten Cashflows pro Aktie zu günstig, um sie sich entgehen zu lassen.

10 Root

Alle Investitionen sind mit Risiken verbunden, aber einige sind riskanter als andere. Das innovative Versicherungsunternehmen Root (WKN: A2H5PE) ist riskant, aber bietet eine hohe Rendite. Wenn es im Jahr 2022 rundläuft, könnten sich die Aktien sehr leicht verdoppeln.

Root versucht, eine schwerfällige Branche aufzumischen, in der die Preise für Autoversicherungen anhand von Kriterien festgelegt werden, die absolut nichts mit der Qualität des Fahrverhaltens einer Person zu tun haben, wie z. B. Kreditwürdigkeit und Familienstand. Das Unternehmen will sich dabei auf Telematik stützen. Mithilfe empfindlicher Instrumente in Smartphones kann Root die G-Kräfte beim Bremsen, Abbiegen und Beschleunigen messen, um festzustellen, wie sicher sich ein Fahrer wirklich hinter dem Steuer verhält. Kurz gesagt, das Unternehmen glaubt, dass es Fahrern eine Autoversicherung mit exaktem Preis anbieten kann.

Die ersten Betriebsergebnisse von Root sind gemischt, aber ermutigend. Zurzeit verzeichnet das Unternehmen erhebliche Verluste pro Aktie, da es sich auf die Gewinnung neuer Kunden und den Aufbau seiner Marke konzentriert. Dies hat das Unternehmen jedoch nicht davon abgehalten, Verlustquoten von unter 100 % für die Bruttowertschöpfungsperiode zu melden. Jede Zahl unter 100 % steht für eine profitabel gezeichnete Police. Auch wenn die Schadenquoten aufgrund der Pandemie etwas schwankend waren, ist die erste Erkenntnis, dass ein telematikgestützter Ansatz funktionieren kann.

Wenn sich die Schadenquoten von Root im Jahr 2022 stabilisieren oder sinken (eine niedrigere Zahl bedeutet eine rentablere Police), könnte das Unternehmen ein großer Gewinner sein.

11 Nio

Vor einem Jahr war der Hersteller von Elektrofahrzeugen (EV) Nio (WKN: A2N4PB) ein Unternehmen, das ich nicht einmal geschenkt haben wollte. Aber nachdem ich das Management dabei beobachtet habe, wie es die zahlreichen Herausforderungen der Pandemie gemeistert hat, bin ich von der Leistung des Unternehmens äußerst beeindruckt und habe meine Meinung geändert. Und zwar so sehr, dass ich glaube, dass Nio unter den richtigen Umständen seinen Wert 2022 verdoppeln könnte.

Im zweiten und dritten Quartal 2021 wurde die Autoindustrie durch Engpässe bei Halbleiterchips und andere Pannen in der Lieferkette behindert. Diese Situation bremste die Expansionsbemühungen von Nio. Doch diese Probleme lassen jetzt nach und die Auslieferungen des Unternehmens steigen sprunghaft an. Im November lieferte Nio 10.878 Fahrzeuge aus, was einer jährlichen Produktionsrate von mehr als 130.000 E-Fahrzeugen entspricht. Bis zum Ende dieses Jahres strebt das Management eine jährliche Auslieferungsrate von 600.000 E-Fahrzeugen an. Wenn dieser Anstieg anhält, ist eine Vervierfachung der Verkäufe bis 2024 leicht möglich.

Neben dem Hochfahren der Produktion wird Nio auch von Innovationen angetrieben. Das Unternehmen wird in diesem Jahr drei neue E-Fahrzeuge auf den Markt bringen und sich weiterhin auf das im August 2020 eingeführte Battery-as-a-Service-Programm (BaaS) stützen. Das BaaS-Programm bietet den Besitzern von Nio EV gegen eine monatliche Gebühr die Möglichkeit, ihre Batterien aufzuladen und auszutauschen. Im Gegenzug erhalten die Käufer einen Rabatt auf den ursprünglichen Kaufpreis ihres Fahrzeugs. Nio tauscht einige kurzfristige Einnahmen gegen eine verbesserte Kundenbindung und eine saftige gebührenbasierte Marge auf lange Sicht.

Der Clou ist, dass das Unternehmen seinen Sitz in China hat, dem größten Automarkt der Welt. Es sieht so aus, als ob Nio im Jahr 2022 das internationale Parkett betreten wird.

12 Columbia Care

Eine weitere Marihuana-Aktie mit dem Potenzial, das Investment im neuen Jahr zu verdoppeln, ist der US-MSO Columbia Care (WKN: A2PL68).

Wie Planet 13 verfolgt auch Columbia Care eine einzigartige Strategie, die sich langfristig auszahlen dürfte. Erstens konzentriert sich das Unternehmen auf eine Reihe von US-Märkten mit begrenzten Lizenzen, wie Pennsylvania, Ohio und Massachusetts. Ein Markt mit begrenzten Lizenzen begrenzt die Anzahl der Einzelhandelslizenzen, die insgesamt und/oder an ein einzelnes Unternehmen vergeben werden. Für einige MSO kann dies ihre Fähigkeit, den Marktanteil in einem Staat zu dominieren, beeinträchtigen. Aber für viele MSOs, wie Columbia Care, bieten diese Beschränkungen einen gewissen Wettbewerbsschutz, der es ihnen ermöglicht, ihre Marken effektiv aufzubauen und eine treue Anhängerschaft zu gewinnen.

Der wichtigere Wachstumstreiber für Columbia Care ist seine Vorliebe für Übernahmen. Seit Juni hat das Unternehmen ein 240-Mio.-US-Dollar-Geschäft zur Übernahme von Green Leaf Medical und eine 42-Mio.-US-Dollar-Übernahme von Medicine Man abgeschlossen. Letzteres sollte den Anteil von Columbia Care am zweitgrößten Cannabis-Markt der Vereinigten Staaten, Colorado, erhöhen. Die erste Übernahme bescherte dem Unternehmen eine beträchtliche Präsenz an der US-Ostküste.

Dank einem nachhaltigen zweistelligen organischen Umsatzwachstum und stetigen Akquisitionen könnte Columbia Care bis 2023 leicht einen Jahresumsatz von über 1 Mrd. US-Dollar erreichen, nachdem es 2020 „nur“ 180 Mio. US-Dollar erwirtschaftet hatte.

13 Opendoor Technologies

Wer etwas Risiko ertragen kann, sollte das technologieorientierte Wohnimmobilienunternehmen Opendoor Technologies (WKN: A2QHR0) im Jahr 2022 auf dem Schirm haben.

Opendoor ist das führende Unternehmen im Bereich des sogenannten iBuying. Beim iBuying kauft ein Immobilienunternehmen ein Haus gegen Cash und macht damit die Immobilienmakler überflüssig, die sonst eine Provision kassieren würden. Das Verfahren ist in der Regel relativ schnell und kann denjenigen, die es brauchen oder die sich nicht monatelang mit den Schwierigkeiten einer Wohnungsbesichtigung herumschlagen wollen, schnell Geld in die Tasche stecken. Opendoor behält eine Gebühr von 5 % des Verkaufspreises einer Wohnung ein und zieht die Kosten für eventuell anfallende Reparaturen ab.

Besonders interessant an Opendoor ist, dass einer seiner größten Konkurrenten, Zillow (WKN: A14NX6), kürzlich angekündigt hat, sein iBuying-Programm einzustellen. Zillow kündigte im Oktober an, den Ankauf von Häusern zu pausieren, und kündigte dann im November die vollständige Einstellung des Segments an, nachdem es sich bei der Berechnung der Hauswerte verschätzt hatte. Dies war kein Problem für Opendoor, das seine Hausverkäufe im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr auf 5.988 fast verfünffacht hat. Das Unternehmen hat auch die Anzahl der Märkte, die es bedient, von 21 auf 44 mehr als verdoppelt. 

Das Risiko für Opendoor besteht darin, dass die US-Bank Federal Reserve mit ziemlicher Sicherheit im Jahr 2022 die Zinsen anheben wird. Meiner Meinung nach wird dies nur einen Anreiz für zaudernde Verkäufer schaffen, den Sprung zu wagen. Dank reichlich Liquidität und Häusern, die die Schulden in der Bilanz stützen, könnte 2022 ein Boomjahr für Opendoor werden.

14 Teva Pharmaceutical Industries

EverQuote ist nicht das einzige Unternehmen auf der Liste, das zum wiederholten Mal dabei ist. Der Marken- und Generikahersteller Teva Pharmaceutical Industries (WKN: 883035) scheint die Voraussetzungen für eine Verdoppelung des Aktienwerts zu haben.

Was die Bewertung anbelangt, gibt es keine billigeren Pharmaaktien. Die Aktien können zum etwa 3-Fachen der von der Wall Street für 2022 prognostizierten Gewinne pro Aktie erworben werden. Dieses außergewöhnlich niedrige Kurs-Gewinn-Verhältnis ist auf die Opioid-Prozesse zurückzuführen, mit denen Teva und seine Konkurrenten konfrontiert sind, sowie auf andere Faktoren wie die Preisschwäche bei Generika und eine fremdfinanzierte Bilanz.

Die Geheimwaffe von Teva ist nach wie vor der CEO Kare Schultz, ein Turnaround-Spezialist, der seit seiner Übernahme Ende 2017 die jährlichen Betriebskosten um Milliarden von Dollar gesenkt, sich von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswerten getrennt und die Nettoverschuldung des Unternehmens von über 34 auf etwa 22 Mrd. US-Dollar reduziert hat. Es steht außer Frage, dass Teva heute über mehr finanziellen Spielraum verfügt als noch vor vier Jahren.

Der Schlüssel zur Verdoppelung von Teva wäre eine Lösung für die mehr als 40 Opioid-Klagen in den USA. Teva und seine Konkurrenten haben kürzlich einen Opioid-Prozess in Kalifornien gewonnen. Da sich das Momentum nun verlagert, könnte Schultz in der Lage sein, einen US-weiten Deal auszuhandeln, der anstelle einer Barabfindung kostenlose oder verbilligte Generika beinhaltet. Wenn dieser Überhang an Rechtsstreitigkeiten verschwindet, könnte Teva einen Höhenflug erleben.

15 Alliance Resource Partners

Auch ertragreiche Dividendenaktie könnten 2022 ihren Wert verdoppeln. Bei dem Unternehmen Alliance Resource Partners (WKN: 925301) handelt es sich in erster Linie um einen Kohleproduzenten.

Es lässt sich nicht beschönigen, dass Alliance Resource ein miserables Jahr 2020 hatte. Die Nachfrage nach Kohle und die Preise pro Tonne sind erheblich gesunken, ebenso wie die Lizenzeinnahmen, die das Unternehmen aus seinen Öl- und Erdgasanlagen erzielt. Es war so etwas wie ein perfekter Sturm, der diesen grundsoliden Dividendenwert dazu veranlasste, seine Ausschüttung einzustellen. Doch nun ist eine Trendwende in vollem Gange.

Laut CEO Joseph Craft sind die Bedingungen für Kohle in Bezug auf Nachfrage und Preise bis 2023 weiterhin günstig. Ein starker Anstieg der Erdgaspreise im vergangenen Jahr hat die Nachfrage nach Kohle im Osten der USA angekurbelt. Die Auslastung der US-Kohleflotte des Unternehmens hat ein Dreijahreshoch erreicht. 

Das Unternehmen ist außerdem in der Lage, Kohlelieferungen und Preisverpflichtungen in den USA und in anderen Ländern weit im Voraus zu sichern. Ausgehend von der erwarteten Produktion im Jahr 2021 sind vielleicht 90 % oder mehr der Produktion des Jahres 2022 bereits vergeben.

Dank einer Rendite von 7,6 %, günstigen Branchentrends und einem voraussichtlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 4 kann diese Aktie tatsächlich glänzen.

16 Ping Identity Holdings

Einer der klügsten Trends, auf den Anleger in diesem Jahr setzen können, ist die Cybersicherheit. Obwohl die meisten Cybersecurity-Aktien hoch gehandelt werden, kann man mit Ping Identity (WKN: A2PQ5E) ein zweistelliges Wachstum und einen zweistelligen Wert erzielen.

Wie der Name schon sagt, hat sich Ping auf die Identitätsüberprüfung spezialisiert. Die Cloud-basierte Plattform des Unternehmens stützt sich auf künstliche Intelligenz, um im Laufe der Zeit intelligenter und effektiver bei der Erkennung und Reaktion auf potenzielle Bedrohungen zu werden. Ping ist besonders effektiv bei der Zusammenarbeit mit Anbietern von Sicherheitslösungen vor Ort, um eine einheitliche Plattform zu schaffen. Ping ist in der Lage, eine kontinuierliche Überprüfung, Authentifizierung und Autorisierungsüberwachung für Benutzer einzubauen, um den Datenschutz insgesamt zu verbessern.

Zugegebenermaßen hat Ping in der Anfangsphase der Pandemie nicht ganz so gut abgeschnitten. Da sich einige Kunden für Lizenzen mit kürzerer Laufzeit entschieden, kam das Umsatzwachstum ins Stocken. Das Wachstum des jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) ist jedoch ungebremst geblieben. ARR ist wohl ein besserer Maßstab für den Erfolg von Ping, da praktisch alle Einnahmen aus Abonnements stammen.

Die Anleger sollten sich auch über Pings Schritt freuen, Software-as-a-Service (SaaS)-Abonnementlösungen zu fördern. SaaS-Cybersicherheitslösungen haben eine hohe Gewinnspanne und sollten für Kunden einen zusätzlichen Anreiz bieten, Ping treu zu bleiben. Beim etwa 6-Fachen der von der Wall Street für 2022 prognostizierten Umsätze ist diese profitable Cybersecurity-Aktie ein Schnäppchen.

17 StoneCo

Für risikofreudige Anleger ist die Fintech-Aktie StoneCo (WKN: A2N7XN) ein hervorragender Kandidat, um sich im Jahr 2022 kräftig zu erholen und den Wert sogar zu verdoppeln.

Im vergangenen Jahr hatte das auf Brasilien fokussierte StoneCo mächtig zu kämpfen. Der Aktienkurs des Unternehmens fiel um rund 80 %, da die brasilianische Wirtschaft von einer rasch steigenden Inflation und höheren Zinsen geplagt wurde. Obwohl die Inflation hilfreich sein kann, wenn die Verbraucher weiterhin Waren und Dienstleistungen kaufen, werden die Kosten für die Bedienung der Darlehen von StoneCo, die durch die Schulden des Unternehmens gedeckt sind, mit steigenden Zinsen teurer.

Auch wenn es Brasilien im Jahr 2022 nicht viel besser geht, hat die Wall Street auf die jüngsten Schwierigkeiten von StoneCo wohl überreagiert. Als Beweis dafür genügt ein Blick auf die Nutzer- und Dienstleistungszahlen für Kleinst- und Kleinunternehmen, die allesamt rasant gestiegen sind. Die Zahl der aktiven zahlenden Kunden des Unternehmens hat sich auf 1,4 Millionen mehr als verdoppelt und die Zahl der Bankkunden hat sich innerhalb eines Jahres auf über 422.000 vervierfacht.

Irgendwann wird StoneCo die Preise für seine Bankdienstleistungen anheben müssen, um den höheren Zinssätzen Rechnung zu tragen. Die Nutzerdaten zeigen jedoch deutlich, dass Brasilien ein weitgehend ungenutzter Markt für digitale Käufe und Peer-to-Peer-Kredite ist, insbesondere für kleine Unternehmen und Unternehmer.

Darüber hinaus hat StoneCo in der Vergangenheit bereinigte Gewinne erwirtschaftet und das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist von über 30 auf etwa das 3,5-Fache des Konsensumsatzes der Wall Street für 2022 gesunken. Das ist ein potenzielles Schnäppchen.

18 Jushi Holdings

Unter den US-MSOs gibt es eine wahnsinnige Menge an Werten. Für mich steht die Small-Cap-Aktie Jushi Holdings (WKN: A2PMFM) an der Spitze der Liste.

Das Unternehmen ist im Vergleich zu anderen MSOs ein relativ kleiner Fisch. Letzten Monat eröffnete es gerade einmal seine 28. Verkaufsstelle und etwa 10 weitere Einzelhandelslizenzen warten auf ihren Einsatz. Was Jushi wirklich heraushebt, ist sein Fokus auf drei US-Bundesstaaten: Pennsylvania, Illinois und Virginia. Im vergangenen Jahr dürften diese drei rund 80 % des Gesamtumsatzes erwirtschaftet haben.

Warum Pennsylvania, Illinois und Virginia? Es handelt sich um Märkte mit begrenzter Lizenz. Wie schon bei Columbia Care angesprochen, beschränken die Regulierungsbehörden in Märkten mit begrenzter Lizenz absichtlich den Wettbewerb. Während dies für größere MSOs ein Ärgernis sein kann, kann eine kleinere Cannabis-Aktie wie Jushi von diesem zusätzlichen Schutz profitieren. Sowohl Pennsylvania, wo Jushi 18 seiner 28 Läden betreibt, als auch Illinois begrenzen die Anzahl der Einzelhandelslizenzen. In Virginia werden die Lizenzen auf der Grundlage der Gerichtsbarkeit vergeben.

Weitere Gründe, die für Jushi sprechen, sind die Bereitschaft des Managements, Kapital für Akquisitionen in hochdotierten Märkten einzusetzen, sowie die Tatsache, dass es über Insider verfügt, die mit von der Partie sind. Etwa 45 Mio. US-Dollar der ersten 250 Mio. US-Dollar, die das Unternehmen aufgebracht hat, stammen von Insidern. Es ist oft vorteilhaft, wenn Insider und Inhaber von Stammaktien das gleiche finanzielle Ziel haben.

19 Proto Labs

Ein in Vergessenheit geratener, aber unterbewerteter Titel ist das digitale Fertigungsunternehmen Proto Labs (WKN: A1JUHT).

Jeder, der in den letzten zehn Jahren in den Aktienmarkt investiert hat, ist wahrscheinlich mit dem Hype und dem anschließenden Platzen der Blase vertraut, die mit dem 3D-Druck einherging. Die Anwendungsmöglichkeiten für 3D-Drucker im Gesundheitswesen und in der Industrie sind nach wie vor enorm hoch. Die Akzeptanz einzelner Drucker, die im Handel verkauft werden, blieb jedoch weit hinter den hohen Erwartungen zurück. Nach vielen Jahren ist Proto Labs das Unternehmen, das sich als klarer Marktführer im Bereich der digitalen Fertigung herauskristallisiert hat.

Trotz der Probleme mit der Lieferkette und der Inflation im Jahr 2021 zeichnet sich Proto Labs durch seinen Betriebsansatz aus. Anstatt ständig neue 3D-Druckmaschinen zu entwickeln und an Unternehmen zu verkaufen, agiert das Unternehmen als One-Stop-Shop für digitale Fertigungsdienstleistungen. Wenn ein Unternehmen einen Prototyp in kürzester Zeit benötigt, kann Proto Labs auf Spritzguss, CNC-Bearbeitung oder 3D-Druck zurückgreifen, um den Auftrag zu erledigen. Proto Labs ist die margenstarke Lösung für den Prototypenbedarf.

Besonders ermutigend ist, dass alle Segmente des Unternehmens wachsen, einschließlich zweistelliger Zuwächse im Jahresvergleich bei 3D-Druck und CNC-Bearbeitung im dritten Quartal. Da Proto Labs jetzt zum Dreifachen des für 2022 erwarteten Umsatzes bewertet wird – vor einem Jahr war es noch mehr als das Zwölffache des Umsatzes –, sieht es wie ein Schnäppchen aus.

20 Lovesac

Wer an Innovation und Wachstum denkt, kommen einem wahrscheinlich keine Möbelaktien in den Sinn. Das liegt daran, dass die Möbelbranche in der Regel auf den Kundenbesuch in den Ladengeschäften angewiesen ist und jeder ähnliche Produkte im Großhandel kauft. Doch die Small-Cap-Aktie Lovesac (WKN: A2JP7B) krempelt das traditionelle Betriebsmodell von Möbelhäusern komplett um.

Die erste Möglichkeit, sich abzuheben, sind die Möbel. Obwohl das Unternehmen ursprünglich für seine Sitzsäcke, die so genannten Sacs, bekannt war, stammen heute etwa 85 % seiner Einnahmen aus dem Verkauf von modularen Sektionssofas – den sogenannten Sactionals.

Sactionals können in Dutzenden von Konfigurationen umgestellt werden, sodass sie in jeden Wohnbereich passen. Außerdem gibt es 200 verschiedene Bezüge für Sactionals, sodass sie zu jeder Farbe und jedem Thema einer Wohnung passen. Und das Beste ist, dass das für diese Bezüge verwendete Garn vollständig aus recycelten Plastikwasserflaschen hergestellt wird. Diese Kombination aus Funktionalität, Auswahl und Umweltfreundlichkeit hat Lovesac zu einem Favoriten bei Millennials gemacht.

Die Omnichannel-Präsenz von Lovesac ist eine weitere Schlüsselkomponente für den Erfolg des Unternehmens. In der Anfangsphase der Pandemie, als die Besucherzahlen in den stationären Möbelgeschäften zurückgingen, konnte das Unternehmen fast die Hälfte seines Gesamtumsatzes online abwickeln. Die Verknüpfung des Direktverkaufs mit Pop-up-Showrooms und einer wachsenden Zahl von Online- und Ladenpartnerschaften hat Lovesac geholfen, die Gemeinkosten drastisch zu senken. Und man ist schneller als erwartet wieder rentabel geworden.

21 Kulicke & Soffa

Obwohl das Unternehmen 2021 überdurchschnittlich gut abgeschnitten hat, scheint Kulicke & Soffa (WKN: 854118) ein noch besseres Jahr 2022 bevorzustehen.

Obwohl das Motto „weniger ist mehr“ an der Wall Street nur selten gilt, hat die Verknappung von Halbleiterchips Kulicke & Soffa eine einmalige Gelegenheit geboten, zu glänzen. Das Unternehmen erzielt den größten Teil seines Umsatzes mit der Bereitstellung von Ausrüstungen und Bearbeitungslösungen, die den Unternehmen helfen, ihren Bedarf an Hightech-Chips zu decken. Dies gilt insbesondere für die Einführung von 5G in vernetzten Geräten. Das stellt eine der nachhaltigsten Wachstumschancen für die Halbleiterproduktion in großen Stückzahlen dar.

Aber hinter dieser Wachstumsstory steckt viel mehr als nur alte Industrien und Sektoren, die ihre Produktion aufstocken wollen. Kulicke & Soffa wird vom Bedarf an komplexeren Montageanlagen in relativ neuen, aber wachstumsstarken Branchen profitieren. Als Beispiele nannte das Unternehmen bei seiner Präsentation auf dem Investorentag im vergangenen September die Automobilbranche und die industrielle Infrastruktur für Elektrofahrzeuge und deren Batterien. 

Mein Kollege Billy Duberstein hat sich ebenfalls mit der Entwicklung von Maschinen für Mikro- und Mini-LED-Displays durch Kulicke & Soffa befasst. Obwohl diese Premium-Displays noch nicht viel Geld einbringen, könnten sie innerhalb der nächsten drei Jahre zu einem bedeutenden Umsatzträger werden.

Dank eines Nettobarmittelbestands von fast 700 Mio. US-Dollar und eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses von rund 10 erscheint Kulicke & Soffa günstig. Es scheint durchaus in der Lage zu sein, die Erwartungen der Wall Street in diesem Jahr zu übertreffen.

22 LL Flooring

Die 22. und letzte Aktie, die das Investment im Jahr 2022 verdoppeln kann, ist LL Flooring (WKN: A0YGDM). Das Unternehmen war bis vor ein paar Tagen unter dem Namen Lumber Liquidators bekannt.

LL Flooring hatte im vergangenen Jahr mit einer Reihe von Herausforderungen zu kämpfen. Es gab pandemiebedingte Lieferprobleme, höhere Materialkosten und schwierige Umsatzvergleiche mit dem Vorjahr. Die Leute saßen im ersten Lockdown 2020 in ihren Häusern fest und gaben viel Geld für die Erneuerung von Hartböden aus. 

Im Jahr 2022 werden viele dieser Hindernisse verschwinden. Zum Beispiel wird das Unternehmen in diesem Jahr mit günstigeren Jahresvergleichen konfrontiert sein und die Verbraucher werden bei steigenden Holzpreisen nach Angeboten suchen. Kurz gesagt, LLs Ruf, qualitativ hochwertige Oberflächen zu niedrigeren Preisen anzubieten, sollte seine Läden zu einem Ziel für Hausumgestaltungen machen.

Das Unternehmen gewinnt auch dank seines Pro-Programms an Zugkraft. Dies ist das Segment, das Hand in Hand mit Fachleuten für die Installation von Hartbelägen arbeitet. Indem LL Flooring den Fachleuten die Produkte und die Software zur Verfügung stellt, die sie zum Ausbau ihres Geschäfts benötigen, hat das Unternehmen eine für beide Seiten vorteilhafte Beziehung aufgebaut.

LL dürfte im Jahr 2022 die Gewinnprognosen der Wall Street pro Aktie übertreffen.

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Sean Williams besitzt Aktien von Bark, Columbia Care, Everquote, Jushi Holdings, Pinterest, Teva Pharmaceutical Industries und The Lovesac Company. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Axon Enterprise, FedEx, GrowGeneration Corp, Jushi Holdings, Nio, Opendoor Technologies, Ping Identity Holding, Pinterest, Planet 13 Holdings, Proto Labs, PubMatic, Stoneco und Zillow Group. Dieser Artikel erschien am 3.1.2022 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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