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KGV 11,8: 3 Gründe, warum die Allianz-Aktie wirklich so günstig ist

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Die Allianz-Aktie (WKN: 840400) ist weiterhin eher günstig. Wenn das vierte Quartal im Rahmen verlief und sich das Ergebnis am oberen Ende der Spannbreite befunden hat, so sollte das Kurs-Gewinn-Verhältnis des DAX-Versicherers jetzt bei ca. 11,8 liegen. Das wäre eine Bewertungsmaß, das mitsamt einer Dividendenrendite von 4,4 % für Foolishe Investoren weiterhin interessant ist.

Aber warum ist die Allianz-Aktie eigentlich so preiswert? Ich sehe derzeit drei Gründe, die im Allgemeinen oder kurzfristig eine Kursbremse darstellen. Trotzdem jedoch auch Chancen, dass der Markt derzeit einige Dinge falsch bewertet. Lass uns das ein wenig näher betrachten.

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Allianz-Aktie günstig? Ein wenig sensibel, operativ

Dass die Allianz-Aktie jetzt so günstig ist, liegt einerseits an einer gewissen Sensibilität für die Konjunktur und konjunkturelle Schwankungen. Sobald die Wirtschaft Gefahr läuft, in den Keller zu gehen, brechen die Anteilsscheine der Versicherer regelmäßig ein. Zuletzt beispielsweise im ersten Corona-Jahr 2020, wo wir zwischenzeitlich sogar einen Aktienkurs um ca. 130 Euro gesehen haben.

Versicherer sind nicht defensiv, zumindest nicht in Reinkultur. Verbraucher schauen, wo sie sparen können, wenn wirtschaftliche Zeiten schwieriger sind, und überprüfen ihre Policen. Zudem ist es schwieriger, dann in den Erneuerungsrunden ein Wachstum zu erreichen. Das ist es, was im Kern eine gewisse Zyklizität offenbart.

Allerdings können wir auch erkennen, dass die Allianz-Aktie solche Volatilität zuletzt ziemlich gut verkraftet hat. In knapp zwei Jahren notieren die Anteilsscheine inzwischen fast wieder dort, wo sie Anfang 2020 gestartet sind. Bloß, dass die Bewertung nun auch eben wieder günstiger erscheint.

Unsicherheit belastet

Ein zweiter Grund, warum die Allianz-Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 11,8 weiterhin so günstig ist, liegt in der Unsicherheit. Zwar sind die Anteilsscheine zuletzt wieder gestiegen. Trotzdem gibt es in den USA noch die Ermittlungen und das schwebende Verfahren zu den Structured Alpha Fonds. Sowie eine mögliche milliardenschwere Schadensersatzzahlung.

Das hängt im Moment wie eine belastende Wolke über dem DAX-Versicherer. Wobei das Bittere wirklich die Unsicherheit ist: Die Möglichkeit eines Schadensersatzes und die ungewisse Höhe sind Unsicherheitsfaktoren, mit denen Investoren wenig anfangen können. Auch deshalb dürften einige diese günstige Aktie meiden.

Selbst im Worst-Case-Szenario spricht jedoch vieles dafür, dass die Allianz-Aktie diesen Schadensersatz stemmen kann. Ja, sogar dass aufgrund der neuen Dividendenpolitik trotzdem eine konstante oder moderat wachsende Ausschüttung leistbar ist. Es wäre daher eher eine kurzfristige Belastung für den DAX-Versicherer.

Allianz-Aktie günstig? Markt bewertet falsch

Zu guter Letzt ist die Allianz-Aktie jedoch vielleicht auch günstig, weil der breite Markt sie anders bewertet. Es wird der sensible Zykliker gesehen sowie die Unsicherheit bei den Structured Alpha Fonds. Oder auch die Möglichkeit, dass einzelne Geschäftsjahre aufgrund von Großschäden nicht so solide verlaufen.

Im Gegensatz dazu rechnet das Management jedoch mit einem Wachstum in den nächsten drei Jahren beim Ergebnis zwischen 5 und 7 %. Gleichzeitig hat man sich zur Aufgabe gemacht, die Dividende in jedem Jahr um mindestens 5 % zu erhöhen. Faktoren, die zeigen, dass das Top-Management eigentlich solide und defensiv planend in einem mittelfristigen Zeitraum kalkuliert.

Wenn die Allianz-Aktie zeigt, dass sie eine solide, defensive Wachstumsklasse besitzt, ist womöglich eine Neubewertung möglich. Trotz Versicherungsgeschäft, trotz Structured Alpha: Das ermöglicht jetzt vielleicht sogar diese preiswerte Chance.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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