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Omikron: Warum die Biontech-Aktie, Valneva-Aktie und Novavax-Aktie bis zu 9,72 % nachgeben!

BioNTech CureVac Corona Börsencrash
Foto: Getty Images

Um im Leben und an der Börse dazuzulernen, müssen wir oft zunächst erst Schmerzen erleiden. Die Masse der Anleger springt häufig erst auf Aktien auf, wenn sie bereits stark gestiegen sind. Doch in diesen Fällen haben die Großinvestoren oft bereits Tausende Prozent Gewinn erzielt und verkaufen an die Kleinanleger. Ähnlich scheint es sich derzeit wieder bei den Impfstoff-Aktien im Zusammenhang mit der Omikron-Virusvariante abzuspielen.

Während Biontech (WKN: A2PSR2), Valneva (WKN: A0MVJZ) und Novavax (WKN: A2PKMZ) seit Pandemieausbruch im Dezember 2019 stark gestiegen sind, geben sie heute (03.01.2021) teilweise um bis zu 9,72 % nach. Biontech verliert bereits seit August 2021 an der Nasdaq an Wert. Doch warum verkaufen die Investoren jetzt ihre Impfstoff-Aktien?

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Mit Omikron sinkt die Hospitalisierungsrate

Wer an der Börse erfolgreich sein will, muss sehr viel lesen. Nicht nur aktienspezifische News, sondern alle Meldungen, die das Unternehmen beeinflussen könnten. Im Fall der Impfstoff-Aktien gehören auch Studien dazu. So kam zuletzt große Angst vor der neuen Omikron-Virusvariante auf. Doch tatsächlich deutet sie wahrscheinlich eher auf ein Ausklingen und Ende der Pandemie hin. Darauf geben drei neue Studien aus Südafrika, Schottland und England einen Hinweis. Demnach kommt es mit Omikron zu geringeren Krankenhauseinweisraten und es treten insgesamt mildere Symptome auf.

So müssen Omikron-Infizierte bis zu 80 % seltener als bei den vorherigen Virusvarianten ein Krankenhaus aufsuchen. Forscher führen dies auf eine höhere Immunität innerhalb der Bevölkerung zurück. So kamen viele Menschen entweder bereits mit dem Virus in Kontakt oder sind zwei bis dreimal geimpft. Besonders dreifach geimpfte Menschen sind nach Studienangaben gut vor einem schweren Verlauf geschützt.

„Während die dritte Auffrischungsimpfung den größten Schutz gegen Delta bietet, schützt sie bei Omikron wesentlich besser vor dem Risiko einer symptomatischen COVID-19-Erkrankung, wenn sie 25 Wochen oder später nach der zweiten Impfdosis erfolgt“ heißt es in einer Studie.

Bei einer Krankenhauseinlieferung mit Omikron unterscheidet sich das Risiko eines schweren Verlaufs jedoch nicht gegenüber den vorherigen Virusvarianten. Die Studien aus Südafrika, England und Schottland kommen zu ähnlichen Ergebnissen. So mussten in Schottland (gegenüber der Deltavariante) etwa zwei Drittel weniger Infizierte eine Klinik aufsuchen. Bei der englischen Studie waren es 40 bis 45 % weniger Einweisungen gegenüber der Deltavariante.

Impfstoffabsatz könnte zukünftig sinken

Omikron führt zu einer höheren Übertragbarkeit, da aktuelle Impfstoffe eine Infektion kaum noch verhindern. In Summe könnten sich deshalb bei hohen Infektionszahlen die Intensivstationen schnell wieder füllen. Doch die hohe Übertragbarkeit führt auch zu einer Durchseuchung und fördert so die Herdenimmunität. Die Pandemie könnte deshalb 2022 weitgehend enden.

Somit ist es wahrscheinlich, dass die Impfstoffhersteller 2023 und darüber hinaus weniger Dosen als derzeit absetzen. Dann genügt voraussichtlich eine jährliche Impfung. Nimmt die Viruswirkung weiter ab, sinkt darüber hinaus wahrscheinlich die Impfbereitschaft. Kleine Firmen wie Biontech, Novavax und Valneva müssten somit Umsatzrückgänge hinnehmen.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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