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Aufgedeckt! Die zwei größten Fehler von Anfängern

Verkehrszeichen: Vorsicht Schleudergefahr
Foto: Public Domain

Neue Recherchen zeigen, dass Anfänger oft große Fehler machen, wenn sie sich zum ersten Mal an der Börse versuchen. Was sind diese häufigen Fehler? Und was kann man aus ihnen lernen? Sehen wir uns das mal an.

Welche großen Fehler beim Investieren machen angehende Investoren?

Laut Barclays sind zwei große Fehler, die Anfänger beim Investieren machen, impulsiv zu handeln und sich von persönlichen Emotionen leiten zu lassen.

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Zu diesem Ergebnis kam Barclays, indem es 2.000 Menschen zu ihren Entscheidungen beim Investieren befragte. Nach den Umfrageergebnissen gab genau die Hälfte der Befragten an, dass sie schon mal eine impulsive Entscheidung beim Investieren getroffen haben. 67 % dieser Gruppe gaben an, dass sie diese Entscheidung später bereut haben.

Die Recherche ergab auch, dass impulsives Investieren oft von Emotionen gesteuert wird. Denn die Recherche ergab auch, dass 32 % der Anfänger ihre Entscheidungen zum Investieren aufgrund von sozialen Medien getroffen haben. Interessanterweise gaben fast genauso viele (31 %) an, dass sie von Freunden beeinflusst wurden.

Interessanterweise gaben 30 % der Anfänger zu, dass sie aus Angst, etwas zu verpassen (FOMO), eine impulsive Entscheidung zum Investieren getroffen haben. Mit anderen Worten: Sie hatten Angst, große Gewinne zu verpassen, wenn sie nicht in eine bestimmte Aktie investierten. In diesem Zusammenhang wird das FOMO-Phänomen häufig mit Kryptowährungen in Verbindung gebracht, da es sich bei digitalen Währungen um einen sehr volatilen Wert handelt.

Die Recherchen von Barclays haben auch gezeigt, dass mehr als ein Drittel (34 %) der Anfänger eine spontane Entscheidung zum Investieren getroffen haben, weil sie „aufgeregt“ waren. 21 % trafen eine solche Entscheidung, weil sie „ungeduldig“ waren, und 16 % trafen eine Investition aus „Angst“.

Was hat die Recherche noch ergeben?

Fast die Hälfte (47 %) der Befragten gab an, dass sie sich oft wegen der Investitionen ängstlich fühlen. Im Gegensatz dazu gaben 66 % der Befragten an, dass sie aufgeregt sind, wenn sie die Leistung ihrer Investitionen überprüfen.

Die Recherche zeigte auch, dass 62 % der Befragten angaben, sie müssten die Investitionen genau im Auge behalten, um sich als erfolgreich zu betrachten.

Laut Rob Smith, Leiter des Bereichs Behavioral Finance bei Barclays Wealth & Investments, können Emotionen das Urteilsvermögen beim Investieren trüben. Er erklärt: „Eine emotionale Bindung zu deinen Investitionen zu haben, muss nicht immer etwas Schlechtes sein, vor allem, wenn man sie als Instrument nutzt, um in Fonds zu investieren, für die man sich begeistern kann.“

„Wenn deine Gefühle jedoch deine Entscheidungsfindung beeinträchtigen, ist es an der Zeit, einen Schritt zurückzutreten. Wenn du deine Gefühle verstehst, ist es einfacher, sie zu kontrollieren und ein diversifiziertes Portfolio zu erstellen, das nicht nur Marktchancen nutzen, sondern auch Stürmen trotzen kann.“

Smith schlug auch vor, hauptsächlich in „stabile und weniger aufregende“ Anlagen zu investieren, was eine bessere Investmentstrategie sein könnte. Trotzdem schlägt er vor, dass Anleger, die den Nervenkitzel des Investierens genießen, auch kleinere Summen in volatilere Anlagen investieren sollten.

Er erklärt: „Es ist verständlich, dass viele Anleger den Nervenkitzel und die Aufregung beim Investieren genießen. Ein Kompromiss, den Anleger eingehen können, ist der ‚Core-Satellite-Ansatz‘. Anleger können ihr Geld in etwas Stabiles und weniger Aufregendes investieren und dann eine kleine Satellitenkomponente von Investitionen hinzufügen, die ihnen mehr Freude bereitet, sie beschäftigt und ihnen eine emotionale Belohnung bietet – aber ohne dass die Anleger Entscheidungen treffen, die sie vielleicht bereuen.“

Warum ist es schlecht, sich von Emotionen leiten zu lassen?

Investoren, die Investitionsentscheidungen aufgrund von Impulsen oder Emotionen treffen, laufen eher Gefahr, Geld zu verlieren. Das liegt daran, dass „aufregende“ und oft stark schwankende Anlagen kurzfristig große Wertschwankungen erleben können. Das macht es relativ einfach, Wohlstand zu verlieren, besonders für Neulinge an der Börse.

Ähnlich verhält es sich mit Anlegern, die zu emotionalem Investieren neigen und bei fallenden Aktienkursen reflexartig reagieren. Ein rationaler, langfristiger Anleger hingegen weiß, dass Aktien sowohl steigen als auch fallen können. Daher ist es wahrscheinlicher, dass dieser Anlegertyp kurzfristige Kurseinbrüche mit seinem Portfolio übersteht.

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Dieser Artikel wurde von Karl Talbot auf Englisch verfasst und am 15.12.2021 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. The Motley Fool UK hat Barclays, Hargreaves Lansdown, HSBC Holdings, Lloyds Banking Group, Mastercard und Tesco empfohlen.

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