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Das Square wird zu Block. Ist das ein Schritt in Richtung Metaverse?

Foto: Getty Images

Wichtige Punkte

  • Der Wechsel von Square zu Block deutet eine neue Richtung an.
  • Bitcoin hat als Teil des gesamten Unternehmens zugenommen und bringt eine größere Volatilität mit sich.
  • Investoren sollten das potenziell erhöhte Risiko beachten, das mit dem Besitz von Aktien verbunden ist.

Jack Dorsey war sehr beschäftigt. Der Tech-Visionär trat am 29. November als CEO von Twitter zurück, und einen Tag später kündigte sein anderes Unternehmen an, dass es bald seinen Namen von Square in Block (WKN:A143D6) ändern wird, was nun offiziell ist. Diese Veränderung folgt der Umbenennung von Facebook in Meta Platforms im Oktober, um sich mit dem sich entwickelnden Metaverse zu identifizieren.

Ist die neue Identität von Square auch ein tieferer Vorstoß in das Metaversum? Und was bedeutet das für das Unternehmen?

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Kryptowährungen und mehr

Der Fintech-Pionier hat sich von seinen moderaten Anfängen als Anbieter von Finanzlösungen für kleine Unternehmen zu einem großen Unternehmen entwickelt, das sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen anspricht. Auf dem Weg dorthin hat sich das Unternehmen zu einem Verfechter von Kryptowährungen, insbesondere von Bitcoin, als natives Internet-Token entwickelt. Diese Veränderung des Unternehmens beginnt mit der Umbenennung von Square, einem Namen, der mit dem Verkäufergeschäft in Verbindung gebracht wird, zu Block, einem Namen, der über die Building-Block-Geschäfte hinausgeht, aber stark an Kryptowährungen erinnert.

Das Verkäufergeschäft hat als Teil des Ganzen an Bedeutung verloren und machte im dritten Quartal nur noch etwas mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes aus. Dieser Teil verzeichnete jedoch einen Umsatzanstieg von 44 %, da sich kleine Unternehmen von der Pandemie erholten, und eine Bruttomarge von 45 % im Vergleich zu 29 % für das Unternehmen insgesamt.

Der Bitcoin-Handel, den das Unternehmen zu den Einnahmen zählt, sorgte erneut für ein gutes Polster beim Gesamtumsatz. Er trug mit 1,8 Mrd. US-Dollar 75 % zum Gesamtumsatz der Cash App bei.

Das Unternehmen selbst investiert in erheblichem Umfang in Bitcoin und hat Token für mehr als 200 Millionen US-Dollar gekauft. Anfang dieses Jahres startete es Peer-to-Peer-Bitcoin-Zahlungen und finanziert die Open Source Bitcoin-Entwicklung durch das Unternehmen, das früher Square Crypto hieß und jetzt in Spiral umbenannt wurde.

Dorsey ist schon lange ein Verfechter von Bitcoin. Er verwendet ihn als Hashtag auf seinem persönlichen Twitter-Account und twittert häufig darüber. Im Juli erwähnte er außerdem, dass Bitcoin ein größerer Teil des Twitter-Programms werden soll. In der Telefonkonferenz von Square zum dritten Quartal war er ziemlich deutlich: „Unser Fokus liegt darauf, Bitcoin dabei zu helfen, die native Währung für das Internet zu werden.“

Was ist Block?

Für das Unternehmen umfasst der Name Block viele Aspekte dessen, was es zu erreichen versucht: Blöcke bauen, Blockpartys, Community-Blöcke, Kodierungsblöcke, zu überwindende Herausforderungen und, nicht zuletzt, Blockchains. Das Unternehmen nennt wirtschaftliche Befähigung und Zugang als seine Daseinsberechtigung und stellt sich vor, dass alle seine Teile – das Verkäufergeschäft, Cash App, Spiral und Tidal (seine Musikplattform) – zusammen auf diese Ziele hinarbeiten.

Diese Ziele ähneln den Zielen der Kryptowährung im Allgemeinen, die auf dezentraler Finanzierung (DeFi) basiert und ohne eine zentrale Behörde funktioniert. Kryptowährungen sind die Währung des Metaversums, das allen, die mitspielen wollen, gleiche Chancen bieten soll. Block sieht sich vielleicht als Vorreiter in diesem Bestreben, indem es den Menschen mehr Möglichkeiten bietet, Finanztransaktionen zu verwalten und gleichzeitig seine eigenen Einnahmen zu steigern.

Im Moment hat sich außer dem Namen nichts am Unternehmen geändert. Allerdings gibt es zwei Dinge, die Investoren im Auge behalten sollten. Erstens könnte Dorsey nach seinem Ausscheiden bei Twitter den neu gewonnenen Fokus auf Block nutzen, um das Unternehmen in eine neue Richtung zu lenken. Zweitens signalisiert diese Veränderung einen Wandel in der Denkweise des Managements über die Rolle des Unternehmens in der neuen Wirtschaft, die das zukünftige Handeln bestimmen könnte. Dies könnte zu Innovationen führen und den Anlegern zugute kommen, aber es birgt auch neue Risiken für die Aktionäre, die verstehen müssen, wie sich das Unternehmen verändert.

Die Block-Aktie hat sich für die Anleger gelohnt: In den letzten fünf Jahren hat sie um 1.200 % zugelegt. Bei den Montagskursen ist die Aktie jedoch im letzten Jahr um 18 % gefallen. Die Gesamtperformance schwankte, da das Verkäufergeschäft unter der Pandemie litt und Bitcoin von der Volatilität der Kryptowährungen betroffen war. Je mehr sich das Unternehmen auf Kryptowährungen und möglicherweise das Metaverse konzentriert, desto stärker ist Block der Volatilität ausgesetzt. Auch wenn das Unternehmen die gleichen Chancen hat wie vor der Umstellung, sollten die Anleger das erhöhte Risiko beachten.

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Dieser Artikel gibt die Meinung des Verfassers wieder, die von der "offiziellen" Empfehlungsposition eines Premium-Beratungsdienstes von The Motley Fool abweichen kann. Eine Investitionsthese zu hinterfragen - sogar unsere eigene - hilft uns allen, kritisch über Investitionen nachzudenken und Entscheidungen zu treffen, die uns helfen, klüger, glücklicher und reicher zu werden.

Randi Zuckerberg, ehemalige Direktorin für Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook und Schwester von Meta Platforms-CEO Mark Zuckerberg, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Dieser Artikel wurde von Jennifer Saibil auf Englisch verfasst und am 13.12.2021 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Bitcoin, Block, Inc., Meta Platforms, Inc. und Twitter.

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