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Hohe Cash-Bestände aufgebaut? Darum lohnt es sich meistens nicht, auf die nächste Korrektur zu warten!

Nel-Aktie Allianz-Aktie Geld
Foto: Getty Images

Es ist schon irgendwie verrückt. Als Aktieninvestor wird man nämlich des Öfteren auf teilweise harte Proben gestellt. Und zwar immer dann, wenn sich die Märkte in eine völlig andere Richtung entwickeln, als man es selbst erwartet hat. Wie zum Beispiel im Frühjahr des letzten Jahres. Oder hättest du etwa gedacht, dass sich die Aktienkurse nach dem Corona-Crash im März 2020 so schnell wieder erholen und die großen Indizes schon bald danach wieder neue Höchststände markieren würden?

Also ich hatte dieses Szenario wirklich nicht auf dem Schirm. Ich bin eher von einer längeren Korrektur ausgegangen, die mir in ihrem Verlauf massenhaft günstige Einstiegskurse hätte liefern sollen. Doch bekanntlich kam ja alles etwas anders. Und mit dem Geld, das ich mir für die Aktienkäufe zurückgelegt hatte, musste ich nun den Kursen beim Steigen zusehen.

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Dies hat mir wieder recht eindrucksvoll gezeigt, dass es nicht unbedingt Sinn machen muss, immer auf die nächste Korrektur für einen Einstieg zu warten. Aber wie sieht es mit der Vergangenheit aus? Könnte es vielleicht schon immer ein Fehler gewesen sein, zu lange auf vermeintlich günstige Kaufkurse warten zu wollen? Blicken wir dazu einfach einmal zurück.

Über Bullen- und Bärenmärkte

Um zu schauen, ob es Sinn machen könnte, einen mehr oder weniger großen Betrag für den nächsten Crash zurückzulegen, sollten wir uns am besten einmal ein paar Daten aus der Vergangenheit anschauen. Denn eventuell können wir so ja herausfinden, wie man sich in dieser Angelegenheit wohl am besten verhalten sollte.

Aus den Informationen, die man so erhält, kann man schon einmal eine wichtige Erkenntnis erlangen. Und zwar, dass es an den Börsen schon immer lange Phasen mit steigenden Kursen gab, die abgelöst wurden von kürzeren Phasen mit fallenden Kursen. Aber versuchen wir hier einmal etwas mehr Hintergrundwissen zu erhalten. Dies könnte gelingen, indem wir einmal einen Blick auf die vergangenen Bullen- und Bärenmärkte des größten und wichtigsten Aktienmarktes der Welt werfen.

Dazu gibt es eine interessante Studie der amerikanischen Firma Newfound Research. In ihr wurde die Entwicklung des US-Aktienindex S&P 500 über mehr als 100 Jahre untersucht. Dabei identifizierte man zwölf Bullenmärkte und fand heraus, dass diese im Schnitt über 8,1 Jahre andauerten. Gleichzeitig wurden von den Experten aber auch elf Bärenmärkte mit einer durchschnittlichen Dauer von 1,4 Jahren ermittelt.

Noch aufschlussreicher scheinen hier aber die Daten zur Wertentwicklung in den jeweiligen Phasen zu sein. Die Bullenmärkte kamen hier nämlich im Schnitt auf eine Wertsteigerung von 387 %, während die Bärenmärkte einen durchschnittlichen Verlust von 35 % zu verzeichnen hatten.

Mein Foolishes Fazit

Anhand der oben genannten Daten kann es meines Erachtens eigentlich nicht sinnvoll sein, auf eine Korrektur für seine Aktienkäufe zu warten. Warum, ist natürlich ganz klar. Weil es schließlich in einem Bärenmarkt im Schnitt wesentlich weniger mit den Kursen nach unten geht, als sie im vorherigen Bullenmarkt angestiegen sind.

Doch irgendetwas scheint uns immer davon abhalten zu wollen, in einen ansteigenden Markt hinein Aktien zu erwerben. Bei mir hat hier allerdings ein Umdenken stattgefunden. Ich habe mir vorgenommen, möglichst immer dann zu investieren, wenn genügend Geld dafür vorhanden ist. Beim Warten auf niedrigere Kurse habe ich nämlich leider schon zu oft wertvolle Rendite verschenkt.

Da dies sehr ärgerlich ist, habe ich mir Folgendes fest vorgenommen. Wenn ich aussichtsreiche Aktien entdeckt habe, werde ich auf keinen Fall auf die nächste Korrektur warten, sondern, wenn genügend Kapital vorhanden ist, sofort die entsprechende Kauforder aufgeben.

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