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Londons BREXIT-Schmerzen und Berlins DAX-Power: Das Chaos schafft geniale Investment-Chancen

Foto: Getty Images

2003 beschrieb Bürgermeister Klaus Wowereit Berlin als „arm, aber sexy“. Die wiedervereinigte Hauptstadt war über viele Jahre für linke Sozialprojekte, brotlose Kunst und hohe Schulden bekannt. London auf der anderen Seite schwelgte auch über viele Jahre in Opulenz und Reichtum, was ihr vor allem die mächtige Finanzindustrie bescherte.

Doch nun sind die Karten neu gemischt worden. England ächzt unter den drastischen Folgen des BREXITs, während Berlin einen unverhofften Aufschwung erlebt. Das Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) stellte im Juni fest, dass „arm, aber sexy“ längst der Vergangenheit angehört. Berlin liege mittlerweile 5 % über dem bundesdeutschen Durchschnitt, was das Pro-Kopf-Einkommen angeht. Noch 2017 lag der Wert auf einem unterdurchschnittlichen Niveau.

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Das IW Köln kommt zwar zum Schluss, dass Berlin trotz der guten Fortschritte „noch lange nicht die Bedeutung erlangen [wird], die vielen europäischen Hauptstädten an der Spitze ihrer Volkswirtschaften traditionell zukommt.“ Aber Stück für Stück arbeitet sich Berlin dorthin vor, wo typischerweise Städte wie München, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart den Ton angeben.

Berlins Weltkonzerne, die aus dem Chaos entstanden sind

Wie groß die Fortschritte sind, lässt sich auch am kürzlich erweiterten DAX 40 ablesen. Berlin ist dort der große Gewinner. Mit Delivery Hero, Zalando, und HelloFresh stellt die Hauptstadt plötzlich drei Mitglieder, wobei zusätzlich Siemens Energy und Siemens dort Zweithauptsitze unterhalten. Nur München hat noch mehr DAX-Power.

Dass drei der Berliner DAX-Mitglieder sehr junge Unternehmen sind, die sich aus der lokalen Startup-Szene heraus entwickelt haben, ist kein Zufall. In anderen Großstädten ist das Wagniskapitalgeschäft stark auf die Bedürfnisse der lokalen Konzerne ausgerichtet. Das mag in frühen Unternehmensphasen helfen, führt aber in vielen Fällen dazu, dass sich das Potenzial nicht vollständig entfalten kann, weil sie sich frühzeitig an ein Großunternehmen binden. In Berlin herrschen hingegen bessere Bedingungen, um eigenständige Champions zu schaffen, die die Welt erobern. Die Wagniskapitalszene ist agiler und weniger beeinflusst von Konzerninteressen.

Nun investieren Konzerne wie Bayer, SAP, BMW und Siemens jeweils dreistellige Millionenbeträge, um an der Dynamik des innovativen Standorts zu partizipieren. Startups werden es künftig vielleicht schwerer haben, an gute Leute zu kommen und ihre Eigenständigkeit zu bewahren. Dennoch: zunächst tragen diese Investitionen sicherlich dazu bei, dass die positive Entwicklung in Berlin noch auf Jahre hinaus anhalten wird.

London wird hingegen noch einige Zeit brauchen, um die Folgen des Doppelschlags aus BREXIT und COVID-19 zu verdauen.

London: Die Elemente ordnen sich neu an

Genau diese Zeit könnte jedoch die Saat für etwas Neues darstellen. Die Umwälzungen dürften zwar zunächst vielen Hochqualifizierten den Job kosten sowie in einigen Bereichen zu sinkenden Löhnen führen. Und andersherum hinterlässt der Wegzug vieler Immigranten Lücken, sodass händeringend nach Ersatz gesucht wird. Doch unter diesen disruptiven Bedingungen haben auch viele Menschen die Gelegenheit genutzt, um etwas Neues zu probieren, innovative Wege zu suchen oder die Ziele höher zu setzen.

Es ist unheimlich viel Bewegung in Großbritannien. Reibungsverluste sind da unvermeidlich. Aber im nächsten Schritt ordnen sich die Elemente neu an. Und meine Prognose lautet, dass daraus eine ähnliche Dynamik wie in Berlin entstehen wird, wo aus dem Chaos heraus innerhalb von wenigen Jahren einige der spannendsten DAX-Konzerne entstanden sind.

Wenn London — und letztlich die gesamte Insel — es richtig anstellt, dann wird dort mehr als je zuvor ein Testlabor für wegweisende Technologien entstehen, egal, ob es sich um Biotech, Fintech, Robotik, das autonome Fahren oder erneuerbare Energien dreht. Aus diesem Grund denke ich, dass es sich für Anleger lohnen könnte, den englischen Kapitalmarkt im Auge zu behalten.

Britische Aktienindices sind seit dem Coronacrash weit hinter DAX und Dow Jones Industrial zurückgeblieben. Doch vom Blick in den Rückspiegel sollten wir uns nicht beirren lassen. Es zählen die Aussichten. Ich bin sicher: In Großbritannien werden jetzt einige Champions für die nächste Dekade geschmiedet.

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Ralf Anders besitzt Aktien von Siemens Energy und partizipiert über ein von ihm betreutes Indexzertifikat an der Aktienentwicklung von Siemens. The Motley Fool empfiehlt BMW, SAP und Zalando.

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