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25 Jahre Deutsche Telekom-Aktie: 1 legendärer Börsengang, 3 Lektionen

Deutsche Telekom Deutsche-Telekom-Aktie
Foto: Deutsche Telekom AG

Im Börsenkapitel der Deutschen jährt sich ein wichtiges Element: der Börsengang der Deutschen Telekom (WKN: 555750). Genauer gesagt jährt sich dieses Happening bereits zum 25. Mal. Am 18. November des Jahres 1996 feierte die vermeintliche Volksaktie schließlich ihr Debüt.

Es folgte ein Run auf die Aktie, wie wir ihn selten gesehen haben. Alleine den Börsengang machten 1,9 Mio. Deutsche mit. Der Hype blieb auch in weiteren Runden erhalten. Unter anderem der Schauspieler Manfred Krug trug mit Werbe-Spots und Aussagen wie „Da geh’ ich mit“ oder wie „Wer wäre nicht gern Aktionär“ zum Hype bei. Wobei auf die Euphorie schnell die Ernüchterung im Jahre 2001 gefolgt ist.

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Aus dem Börsengang der Deutschen Telekom können wir als Foolishe Investoren noch immer drei Lektionen ziehen. Hier sind meine drei, wobei die letzte sogar inzwischen sehr versöhnlich klingt.

Deutsche Telekom: Hüte dich vor dem Hype!

Die Aktie der Deutschen Telekom hat ohne Zweifel einen Börsen-Hype rund um die Jahrtausendwende mit angefacht. Investoren sind gierig geworden, haben jeden Preis bezahlt. Ja, sogar teilweise einen dreistelligen, nachdem die Aktie immer weiter in die Höhe geschossen war. Wie gesagt: Wer wäre nicht gern Aktionär …?

Im Endeffekt hat es eine ganze Menge Fear of Missing out an dieser Stelle gegeben. Also die Angst, die eine Aktie zu verpassen, mit der alle Deutschen jetzt reich werden. Aber bei der man selbst in die Röhre schaut, weil man den Börsengang nicht mitgegangen ist. Eine Volksaktie für ein Volk, man wollte gewiss dazugehören.

Das Spiel ging eine gewisse Zeit lang gut. Die Aktie der Deutsche Telekom rauschte ausgehend von ihrem Ausgabepreis auch sehr deutlich in die Höhe. Wohl dem, der die Zeichen der Zeit erkannt hat und verkaufte. Aber wehe dem, der dabeigeblieben ist oder erst spät investiert hat. Der dürfte noch heute auf einem Verlust sitzen und sich teilweise sagen: Börse, nein danke. Mit dieser Aktie haben sich einige hierzulande börsentechnisch für immer verbrannt.

Alarmzeichen: Medien-Rummel und der Nachbar-Effekt

Manfred Krug ist leider stellvertretend auch Sinnbild für ein anderes Warnzeichen geworden: der Schauspieler und Laie, der für eine Aktie wirbt. Heute gibt es auch andere solcher Indikatoren. Beispielsweise, dass man vorsichtig sein sollte, wenn man beim Haareschneiden heiße Aktientipps bekommt. Oder auch, wenn eine bekannte überregionale Tageszeitung titelt, dass es an der Zeit ist, Aktien zu kaufen.

Auch hierbei geht es im Endeffekt um den Hype. Beziehungsweise darum, dass ab einem gewissen Zeitpunkt ein Großteil investiert ist und lediglich noch greater fools (mit kleinem f, das ist uns Fools wichtig!) gesucht werden. Bei der Aktie der Deutschen Telekom ist auch das im Nachhinein der Fall gewesen.

Aber schließen wir für heute positiv ab. Ich glaube nämlich, dass wir 25 Jahre nach dem Börsengang der Deutschen Telekom auch inzwischen eine andere Erkenntnis ziehen sollten.

Deutsche Telekom: Eine ganz andere Aktie!

Die Aktie der Deutschen Telekom ist für mich jedenfalls heute eine ganz andere Aktie. Die vergangenen zweieinhalb Jahrzehnte haben ein vollkommen verändertes Marktumfeld mitgebracht. Alleine die Internetnutzung ist signifikant gestiegen, Smartphones und die entsprechenden Verträge bilden eine neue Basis. Wir sehen eine bedeutende Netzerweiterung auf den 5G-Standard vor uns.

Insofern sollten Foolishe Investoren die Aktie der Deutschen Telekom nicht mehr als Volksaktie betrachten, mit der man auf die Nase fällt. Ich werde garantiert auch nicht sagen, dass man zwangsläufig mitgehen soll. Oder, dass ich mitgehe. Nein, sondern lediglich, dass die Aktie vielleicht wieder eine unternehmensorientierte Chance verdient haben könnte.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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