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Warum die Rivian-Aktie in nur einer Woche 30 % teurer wurde

Foto: Getty Images

Der Einstand der Rivian-Aktie (WKN: A3C47B) ist geglückt. Bei einem Aktienkurs von etwas über 100 US-Dollar ging es los. Mittlerweile kostet der Newcomer rund 130 US-Dollar (Stand für diese Zahl und alle weiteren Zahlen: 15.11.2021).

Ein Plus von 30 % innerhalb weniger Tage muss nichts bedeuten. Wenn die ganze Welt gierig ist, sollte man es ohnehin besser mit der Angst zu tun bekommen.

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Zumal das Unternehmen hinter der Rivian-Aktie noch gar nichts geliefert hat. Umsatz? Null!

Die Börse ist offensichtlich mal wieder dem Wahnsinn verfallen. Oder vielleicht doch nicht. Denn ein Detail macht die Wette auf die Rivian-Aktie zum Selbstläufer.

Große Worte, nichts dahinter?

Das Geschäftsmodell von Rivian ist schnell erklärt und leicht verständlich. Die US-Firma baut Elektroautos.

Oder, anders formuliert: Rivian beabsichtigt, Elektroautos zu bauen. Denn bisher wurde nicht ein einziges Fahrzeug ausgeliefert.

Große Ankündigungen, deren Umsetzung dann Jahre auf sich warten lassen, kennen wir bereits von E-Auto-Pionier Tesla (WKN: A1CX3T).

Die Vorstellung des gefeierten Cybertrucks ist bereits zwei Jahre her. Ausgeliefert wurde der Tesla-Pick-up aber immer noch nicht.

Die Rivian-Aktie hat etwas, was die Tesla-Aktie nicht hat

Das hat der Tesla-Aktie bisher nicht geschadet. Auf Sicht der letzten Monate konnte sich der Aktienkurs mal eben verdoppeln.

Trotz einiger Verkäufe an der 1.200-US-Dollar-Marke ist Tesla immer noch gigantische 900 Mrd. Euro wert. Dagegen sind die rund 11 Mrd. Euro Marktkapitalisierung von Rivian geradezu winzig.

Könnte der Börsengang der Rivian-Aktie womöglich der Startschuss für eine 100x-Aufwertung sein? Aber natürlich.

Vor allem weil Rivian etwas hat, was Tesla nicht hat: Einen mächtigen Verbündeten, der eines der wertvollsten Geschäftsmodelle der Welt betreibt.

Unter diesen Bedingungen ist ein Plus von 30 % geradzu bescheiden

Gemeint ist E-Commerce-Wunderkind Amazon (WKN: 906866). Der Megakonzern investierte schon vor dem Börsengang 1,3 Mrd. US-Dollar in Rivian.

Einhergehend mit dem klaren Auftrag, in den nächsten zehn Jahren 100.000 elektrisch angetriebene Transporter auszuliefern. Bis 2022 sollen bereits die ersten 10.000 Exemplare für Paketlieferungen zur Verfügung stehen.

Wer wundert sich da noch, dass die Rivian-Aktie schon kurz nach dem Börsengang 30 % teurer ist? Mich wundert eher, dass es keine 300 % sind.

Denn Rivian mag vielleicht keinen Tesla-Killer in der Pipeline haben. Dafür hat sich Rivian den Superkunden schlechthin geangelt. Jemand, der eines der dichtesten Logistiknetzwerke des Planeten elektrifizieren will und womöglich sogar muss.

Das Geschäftsmodell hinter der Rivian-Aktie hat einen Vorteil

Kaufen oder nicht kaufen? Die Rivian-Aktie ist klein, rund und mit dem besten Partner liiert, den man sich nur wünschen kann.

Im Gegensatz zur Tesla-Aktie erhält man allerdings keinen Elon Musk. Hand aufs Herz: Ohne das südafrikanische Wunderkind wäre Tesla niemals so weit gekommen.

Doch das Geschäftsmodell der Rivian-Amazon-Partnerschaft hat seinen Reiz. Vor allem, weil es viel einfacher ist.

Denn Amazon kann sich ohne Mühe einmalig eine interne Ladeinfrastruktur einrichten. Tesla kann seinen doch sehr diversen Endkunden in dieser Hinsicht nur begrenzt unter die Arme greifen. Kurzum: 1:0 für die Rivian-Aktie.

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Tesla und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2022 $1920 Call auf Amazon und Short January 2022 $1940 Call auf Amazon.

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