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Auf welchen ETF würde ich setzen, um mich für einen Crash gut gerüstet zu fühlen?

MSCI World Index ETF
Foto: Getty Images

Kann man auf einen ETF setzen, um sich für einen Crash gut gerüstet zu fühlen? Das ist eine wirklich spannende Frage. Allerdings eine, die definitiv ein paar Anfangsbemerkungen benötigt: Gerade passive Produkte sind häufig einem Crash ausgesetzt. Indexfonds folgen schließlich dem breiten Markt und sind damit unmittelbar betroffen, wenn es dazu kommt. Macht sie das etwa für diesen Ansatz nicht geeignet? Auch das ist eine bemerkenswerte Frage für heute.

Zudem sollte man sich darauf einstellen: Für einen Crash gut gerüstet zu sein heißt nicht unbedingt, keinen maximalen Draw-Down mitmachen zu müssen. Auch das gilt möglicherweise gerade für einen ETF.

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Aber riskieren wir heute trotzdem einen Blick auf Möglichkeiten, wie man mit einem ETF für einen Crash gut gerüstet sein könnte. Grundsätzlich existieren Chancen und Möglichkeiten. Manche sind besser, andere wiederum schlechter.

ETF: Mit Indexfonds für den Crash gut gerüstet?

Die Quintessenz ist eigentlich klar: Mit einem Indexfonds als ETF ist man für einen Crash im Grunde marktbreit gerüstet. Das heißt, bricht der S&P 500 um 40 % in einer solchen Phase ein, dürften die meisten Indexfonds auf den S&P 500 näherungsweise dem Beispiel folgen. Tracking-Error oder andere Faktoren können den Abverkauf leicht bremsen. Näherungsweise bleibt es in der Regel jedoch dabei.

Aber ist das so verkehrt? Foolishe passive Investoren dürfen eines nicht vergessen: Eine Korrektur und ein Crash gehören dazu. Marktorientiert bleibt das Gesamtpaket jedoch das Gleiche. Das heißt, man kann weiterhin von der Entwicklung des breiten Marktes profitieren und langfristig eine marktübliche Rendite erhalten. Trotz Korrektur, Crash oder was auch immer. Auch historisch gesehen war das Teil des Gesamtpakets.

Insofern schützt ein Indexfonds nicht vor einem Crash. Nein, sondern dieses Vehikel folgt dem breiten Markt quasi genau ins Zentrum des Sturms. Das große Aber ist jedoch, dass man als Investor genau auf diesen Mix gesetzt hat.

Spezialisierungen: Das Mittel der Wahl …?

Vielleicht sind Spezial-ETFs das Mittel der Wahl, um für einen Crash gut gerüstet zu sein? Ja, das ist schon möglich. Wer als passiver Investor beispielsweise Megatrends abbildet, der kann den Markt outperformen. Auch in einer volatilen Phase. Wobei wir mehrere Faktoren bedenken sollten.

Zum einen kann das Abweichen vom breiten Markt auch das Risiko erhöhen. In den letzten zwei Jahren wollte ich zum Beispiel nicht auf Shoppingcenter oder Touristikkonzerne spezialisiert sein. Auch ein Value-Ansatz hat seine Tücken. Und selbst Wachstumsaktien könnten stärker einbrechen. Insofern: Fokus kann Chancen besitzen, aber eben auch Risiken.

Zum anderen darf man nicht vergessen: Das Abweichen vom breiten Markt führt im regulären Ansatz zu einer anderen Rendite. Natürlich kann das im Crash hilfreich sein. Aber langfristig auch ganz andere Resultate nach sich ziehen. Ob das den veränderten Ansatz mit mehr Aufwand wert ist? Das ist unterschiedlich und vor allem vom jeweiligen Markt oder Ansatz abhängig, auf den man sich spezialisiert. Es kostet jedenfalls mehr Zeit, als marktbreit aktiv zu sein.

ETF: Komische Konstrukte als Vorbereitung für den Crash?

Marktbreite ETFs oder auch Spezialisierungen sind natürlich nicht der einzige Ansatz für Investoren. Es könnte auch andere Varianten geben. Inzwischen kann man als Investor schließlich auch die Volatilität handeln. Oder ganz andere Dinge auf Passivfondsbasis, die eine Absicherung bieten können.

Bedenken sollten wir dabei das Folgende: Natürlich kann glückliches Timing hier sogar Rendite ermöglichen. Schlechtes Timing kann jedoch auch dein Vermögen zerstören. Gerade bei Volatilitätsindizes gibt es kein Unternehmen, sondern bloß ein künstliches Konstrukt mit einem hohen Risiko. Es könnte sogar verheerend sein, auf solche Varianten mit einem schlechten Timing zu setzen.

Selbst defensive Low-Volatilität-Konstrukte besitzen Nachteile. Beispielsweise das einer im Durchschnitt schlechten Performance. Insofern glaube ich, dass es kein Wundermittel beim Thema ETF gibt, um sich für einen Crash zu rüsten. Mit einem positiven Blick auf den Ansatz erkenne ich jedoch immer mehr, dass der marktbreite Ansatz den besten Kompromiss bildet. Zwar nicht im Rahmen der Volatilität. Aber grundsätzlich, wenn wir den Ansatz für den Vermögensaufbau im Allgemeinen betrachten.

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