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Just Eat Takeaway – übersehen alle den unterbewerteten Tenbagger?

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Foto: Getty Images

Nach Angaben von Statista wird der Markt zwischen 2021 und 2025 voraussichtlich um 10 % pro Jahr wachsen. COVID-19 hat hier als Katalysator gewirkt, aber die Entwicklung steht wohl erst am Anfang. So sah Just Eat Takeaway (WKN: A2ASAC) beim jüngsten Kapitalmarkttag noch erhebliches Potenzial, um den Umsatz zu versechsfachen.

Dazu müsste der Anteil der aktiven Kunden in der adressierbaren Bevölkerung auf 50 % steigen. Derzeit erreicht das Unternehmen dies nur im Ansatz in seinen stärksten Märkten. In den Niederlanden erreicht das Unternehmen 40 % und im Vereinigten Königreich 32 %. Insgesamt liegt Just Eat Takeaway auf allen Märkten nur bei 14 %. Zudem müssten diese fünf Mahlzeiten pro Monat bestellen. Aktuell liegt die Zahl bei monatlich aktiven Kunden in der ersten Hälfte des Jahres 2021 bei 2,9.

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Just Eat Takeaway – der Netzwerkeffekt wächst

Dabei profitiert Just Eat Takeaway von einem Netzwerkeffekt. Die Plattform des Unternehmens ist vergleichbar mit der von Booking (WKN: A2JEXP) für Hotels. Kunden bestellen auf der Plattform, auf der sie die größte Auswahl an Restaurants finden. Gleichzeitig lohnt es sich für die Restaurants, auf genau dieser Plattform zu sein, auf der es bereits eine ausreichende Anzahl von potenziellen Kunden gibt.

Im dritten Quartal 2021 ist es Just Eat Takeaway deswegen gelungen, die Zahl der bearbeiteten Bestellungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 % zu steigern. In diesem Zusammenhang profitiert das Unternehmen von seiner Position als Marktführer in Kanada, Brasilien, Israel, Australien und vielen europäischen Ländern. Aufgrund von Netzwerkeffekten profitiert JET von sinkenden Marketingausgaben pro Auftrag, sobald das Unternehmen die Marktführerschaft erreicht hat.

In starken Märkten wie Deutschland oder den Niederlanden lag das Verhältnis zwischen Umsatz und EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) in der ersten Hälfte des Jahres 2021 bei über 30 %. In diesen Märkten sorgt Just Eat Takeaway jedoch nur für einen kleinen Teil der Lieferungen selbst. Es stellt sich daher die Frage, wie tief der eingangs erwähnte Burggraben wirklich ist und ob es sich für Restaurants nicht lohnt, ihre Speisen auch über Wettbewerber von Just Eat Takeaway anzubieten.

Ist die Aktie unterbewertet?

Zu diesem Ergebnis kommt der offene Brief der Investmentgesellschaft Cat Rock Capital Management, die rund 6,5 % der Just Eat Takeway-Aktien hält. Der Investor kritisiert vor allem die negative Aktienkursentwicklung nach der Ankündigung der Übernahme von Grubhub im Juni 2020.

Angesichts der Bewertungen bei der Grubhub-Übernahme von 6,5 Mrd. Euro und 7,2 Mrd. bei Just Eat ist die Summe derzeit niedriger bewertet als deren Teile. Derzeit wird die entstandene Just Eat Takeaway-Gruppe mit 13,4 Mrd. Euro bewertet (Stand: 5. November 2021). Vor der Fusion mit Just Eat war Takeaway an der Börse 5,4 Mrd. Dollar wert. Angesichts des Wachstums in den letzten zwei Jahren spricht einiges dafür, dass eine Unterbewertung vorliegt.

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Florian Hainzl besitzt Aktien von Booking. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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