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Zalando-Aktie in der Detailanalyse: Warum sie nach den Quartalszahlen um 9,5 % gefallen ist

Zalando HQ Zalando-Aktie
Foto: Peter Roegner

Die Quartalszahlen der Zalando-Aktie (WKN: ZAL111) haben den Anlegern überhaupt nicht geschmeckt. Am Mittwoch fiel die Aktie des Modehändlers um satte 9,46 %.

Die guten News aus dem Quartalsbericht

Zalando konnte im dritten Quartal 2021 den Umsatz um 23,4 % auf 2,3 Mrd. Euro steigern, obwohl das Unternehmen im Vorquartal noch erheblich von den nun aufgehobenen Corona-Einschränkungen profitierte. Der Gesamtwert der verkauften Waren (GMV) stieg sogar noch stärker um 25,3 %. Die Abweichung von Umsatz- und GMV-Wachstum entstammt dem wachsenden Partnerprogramm bei Zalando. Im Rahmen dessen treten die Berliner nicht als Händler, sondern lediglich als Plattformanbieter auf, der eine Provision einnimmt. Das Partnergeschäft gilt als profitabler als der reine Handel.

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Auch bei den wichtigsten nicht finanziellen Kennzahlen konnte Zalando deutlich zulegen. Die Seitenaufrufe nahmen im Vorjahresvergleich um 34,3 % zu, und Zalando verfügt nun über 30 % mehr aktive Kunden als noch vor einem Jahr. Die aktiven Kunden bestellen zudem etwas häufiger als vor einem Jahr. Die durchschnittliche Warenkorbgröße legte ebenfalls leicht zu. Das sind erfreuliche Ergebnisse, die zeigen, dass Zalando in der Pandemie viele treue Neukunden gewonnen hat. Seit Beginn der Corona-Krise ist die Zalando-Aktie um mehr als 55 % gestiegen.

Wie hoch war der Gewinn der Zalando-Aktie?

Dennoch näherte sich die Zalando-Aktie am Mittwoch wieder ihren Jahrestiefs an. Der Grund dafür lag in der schwachen Gewinnentwicklung: Das bereinigte operative Ergebnis lag bei lediglich 9,8 Mio. Euro, die Marge bewegte sich auf einem ähnlichen Niveau wie im dritten Quartal 2019. Aufgrund von Skaleneffekten und weil das profitablere Partnerprogramm mittlerweile für einen größeren Teil der Umsätze steht, hatten viele Anleger mit einer nachhaltigen Verbesserung der Gewinne gerechnet.

Das Management selbst sprach von einer „Normalisierung“ des Geschäfts. Die schwache EBIT-Marge ging einerseits auf gestiegene Marketingkosten infolge des Marktstarts in sechs neuen Ländern und andererseits auf gestiegene Materialkosten zurück. Die gestiegenen Materialkosten begründete das Management wiederum mit dem verzögerten Start der Wintersaison, nachdem es im September ungewöhnlich warm war, sowie mit gezielten Rabatten, die die Wettbewerbsfähigkeit mit dem wieder eröffnenden stationären Handel sicherstellen sollten.

Wie geht es weiter für die Zalando-Aktie?

Seit über einem Jahr scheint die Zalando-Aktie in einem Seitwärtstrend gefangen. Die schwache Gewinnperformance dürfte nicht unbedingt dabei helfen, diesen in nächster Zeit nach oben zu verlassen.

Immerhin bestätigte das Management die Prognose, die (unter anderem) auf Jahressicht ein bereinigtes EBIT von 437,5 bis 475 Mio. Euro erwartet. Im bisherigen Jahresverlauf erzielte das Unternehmen ein bereinigtes EBIT von 287,2 Mio. Euro. Für das Weihnachtsquartal dürfen sich Investoren der Zalando-Aktie also wieder über höhere operative Gewinne freuen.

Langfristige Investoren der Zalando-Aktie sollten diesen Quartalsbericht meiner Ansicht nach nicht überbewerten. Schließlich litt der Konzern teilweise unter Einmaleffekten wie dem unerwartet warmen Wetter im September. Dennoch sollten Anleger die Profitabilität ihres Unternehmens in nächster Zeit im Auge behalten. Schließlich ist eines der zentralen Versprechen von Zalandos Plattformstrategie eine verbesserte Umsatzrendite. Daran wird sich das Management messen lassen müssen.

Immerhin zeigen die starken Wachstumskennzahlen, dass der andere Teil der Strategie – nämlich Zalando zur führenden europäischen Modeplattform auszubauen – aufzugehen scheint. Das ist etwas, worüber sich die Aktionäre freuen können und was die Zalando-Aktie längerfristig gesehen wieder antreiben kann.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Zalando. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Zalando.

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