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Royal Dutch Shell, BP & Co.: Muss die OPEC handeln?!

Pferdekopfpumpe bei Sonnenuntergang langfristig
Foto: Getty Images

Grundsätzlich gilt weiterhin, dass Öl-Aktien wie Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) oder BP (WKN: 850517) von höheren Ölpreisen profitieren. Zugegebenermaßen haben einige Quartalszahlenwerke geschwächelt. Aber: Die Kernaussage steht und das Marktumfeld ist klar positiv.

Im Endeffekt ist es die OPEC, die weiterhin mit eher gemächlichen Fördererhöhungen für ein knappes Angebot sorgt. Brent und WTI befinden sich auf einem Niveau von über 80 US-Dollar je Barrel. Eine Energiekrise ist bereits in der Diskussion. Lediglich anderthalb Jahre, nachdem eigentlich niemand so recht etwas mit Öl anfangen konnte.

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Wie auch immer: Mit dem Monat November nähert sich ein weiteres Treffen der OPEC+. Investoren von Royal Dutch Shell und BP dürften auch gespannt auf dieses Meeting blicken. Muss das Kartell jetzt vielleicht in den Markt eingreifen?

OPEC in der Pflicht zu handeln …?

Wie Investoren von Royal Dutch Shell oder auch BP mit Sicherheit wissen, handelt die OPEC+ bereits Monat für Monat. Im Endeffekt erhöhen die Mitgliedstaaten des Kartells die Förderquoten um jeweils 400.000 Barrel pro Tag und Monat. Offensichtlich ist das jedoch ein Ausmaß, das vergleichsweise gering ist und die steigenden Notierungen von Brent und WTI nicht verhindern konnte.

Entsprechend wächst der Druck. Die USA appellierten zuletzt an die OPEC-Mitgliedsstaaten, den Output deutlich zu erhöhen. Ähnliche Äußerungen gibt es inzwischen von Japan, Indien und anderen politischen Vertretern. Genug ist genug, heißt es außerdem vonseiten einiger Verbraucher, die über die hohen Preise klagen. Anlass zu handeln? Am 4. November gibt es jedenfalls das nächste Treffen.

Allerdings scheint es widersprüchliche Ansichten darüber zu geben, wo wir uns derzeit im Öl-Markt befinden. Während es eigentlich offensichtlich ist, dass die Notierungen von Brent und WTI sehr hoch sind, spricht Saudi-Arabien vom Heilprozess während der Pandemie. Deshalb könne man mit Blick auf die Marktsituation nicht einfach die Förderquoten erhöhen. Fraglich bleibt für mich zumindest: Möchte die OPEC eher ihre Haushalte sanieren? Oder den Ölmarkt selbst?

Pflicht, Wollen, Wünsche: Royal Dutch Shell & BP im Fokus

Ob es eine Pflicht zum Handeln gibt? Nein, natürlich nicht. Die OPEC und die Partnerstaaten dürften erneut entscheiden, wie sie es für richtig halten. Es scheint ihnen eher zu gefallen, wie Brent und WTI sich entwickeln. Ein offenes Geheimnis ist es zudem, dass Saudi-Arabien gerne Notierungen um 80 US-Dollar für den Haushalt hat. Der Irak hat vor wenigen Monaten bestätigt, dass man auch einen Preis von 120 US-Dollar je Barrel nicht ablehnen werde. Haushaltsinteressen scheinen daher vordergründig ebenfalls mitzumischen.

Für Royal Dutch Shell und BP könnte die Marktsituation daher weiterhin solide bleiben. Sowie für alle anderen Öl-Akteure. Meine persönliche Meinung: Die OPEC+ nutzt die derzeitige Situation hoher Notierungen von Brent und WTI sowie trotzdem steigender Preise und Förderquoten. Sowie auch, dass alle Mitgliedsstaaten scheinbar mal zufrieden sind und man trotzdem die Macht behält. Das dürfte das Kartell vielleicht nicht so schnell aufgeben wollen.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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