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Wie tief können die Ölpreise fallen, ehe Royal Dutch Shell & BP Probleme bekommen?

Pferdekopfpumpe bei Sonnenuntergang langfristig
Foto: Getty Images

Bei Öl-Aktien wie Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) und BP (WKN: 850517) von Problemen zu sprechen, das wirkt im Moment äußerst kurios. Brent und WTI notieren bei deutlich über 80 US-Dollar je Barrel. Die Ölkonzerne dürften aufgrund dessen hohe Gewinne und freie Cashflows einfahren. Foolishe Investoren, die durchgehalten haben, konnten von diesem Turnaround profitieren.

Trotzdem bleibt die Abhängigkeit von den Ölpreisen eine Baustelle. Derzeit läuft es zwar, aber was, wenn die Wende kommt? Konkret wollen wir heute eine überaus entscheidende Frage beantworten: Wie tief können die Notierungen von Brent und WTI fallen, ehe Royal Dutch Shell und BP Probleme bekommen? Der Blick in die Zahlen könnte entscheidend sein.

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Royal Dutch Shell, BP & Co.: Probleme beim Öl weltweit

Grundsätzlich gilt natürlich, dass für die Öl- und Erdgasakteure Probleme sehr, sehr weit weg sind. Wenn wir einen Vergleich anstellen wollen: Bei einem durchschnittlichen Brent-Preis von knapp über 52 US-Dollar konnte Royal Dutch Shell im Jahre 2017 erstmals wieder die Dividende vom Gewinn decken. Aber ist das weiterhin das Maß aller Dinge? Nein, natürlich nicht.

Im Endeffekt benötigt Royal Dutch Shell beispielsweise keinen ausreichenden Ölpreis mehr, um 0,47 US-Dollar je Quartal als Ergebnis je Aktie auszuweisen, die Dividende ist gekürzt. Bei der BP-Aktie ist die Ausgangslage ähnlich. Wenn wir daraus eine allgemeine Aussage ableiten können, so lautet sie: Selbst unter 50 US-Dollar je Fass gibt es zumindest einen soliden, freien Cashflow und starke Ergebnisse, die für die Dividende ausreichend sind und die sich bei beiden Öl-Konzerne ungefähr auf die Hälfte des ursprünglichen Niveaus belaufen. Mit Blick auf die derzeitigen Notierungen von Brent und WTI erkennen wir daher einen „Puffer“ von ca. 40 %, ehe der Ölpreis operativ wirklich belastend wird.

Trotzdem stehen die Dividenden der Ölkonzerne nicht mehr so stark im Vordergrund. Idealerweise sollte es auch hier eine nachhaltige Basis geben. Royal Dutch Shell und BP müssen jedoch in den kommenden Jahren zwangsweise in nachhaltigere Projekte investieren. Beziehungsweise durch ihre Aktivitäten klimaneutraler werden. Insofern wäre ein Ölpreis zwischen 60 und 70 US-Dollar zumindest gut, um einen soliden freien Cashflow zu erwirtschaften, der in solche Projekte investierbar ist. Die Kapitalrückführungen sind definitiv nicht mehr alles.

Trotzdem: Ein Puffer

Wenn wir von einem Ölpreis von 60 US-Dollar als Untergrenze ausgehen, der für Royal Dutch Shell und BP ausreichend Spielraum lässt, so läge der Puffer nach unten trotzdem bei über 25 %. Das ist eine interessante Ausgangslage oder derzeitige Sicherheitsmarge, die viele Ziele unter einen Hut bringt und weiterhin eine Dividende ermöglichen sollte.

Ob das Gesamtpaket im Ölmarkt trotzdem für Foolishe Investoren weiterhin interessant ist, ist eine andere Frage. Im Moment sind die Aktien jedenfalls operativ in einer zumindest temporär deutlich besseren Situation.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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