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Wasserstoff: BMW kooperiert mit schwedischem Start-up

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Foto: Getty Images

BMW (WKN: 519000) forscht bereits seit Jahrzehnten an Autos mit Wasserstoffantrieb. Im Laufe der Jahre wurden mehrere Modelle vorgestellt. Manche davon nutzen eine Brennstoffzelle, um Strom zu produzieren und damit einen Elektromotor zu betreiben. Andere Modelle nutzten Verbrennungsmotoren, in denen Wasserstoff verbrannt werden konnte. Noch sind die Fahrzeuge aber entweder Kleinserien oder nur Prototypen, die nicht für den Verkauf bestimmt sind. Nun wird das Thema Wasserstoff für BMW aber auch an anderer Stelle relevant.

BMW kauft mit Wasserstoff hergestellten Stahl in Schweden ein

BMW ist ein großer Abnehmer von Stahl. Da die Stahlherstellung sehr energieintensiv ist, werden bei der Produktion große Mengen an CO2 freigesetzt. Und genau an dieser Stelle möchte BMW ansetzen.

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Vor wenigen Tagen hat man eine Kooperation mit dem schwedischen Start-up H2 Green Steel bekannt gegeben. Demnach wird BMW ab dem Jahr 2025 Stahl von H2 Green Steel beziehen. Das Start-up verwendet nach Angaben von BMW für die Stahlherstellung Wasserstoff und ausschließlich Grünstrom. Deshalb soll der von dem schwedischen Start-up produzierte Stahl bis zu 95 % weniger CO2-Emissionen verursachen als traditionelle Produktionsverfahren, die auf fossile Brennstoffe setzen.

Die Stahlherstellung ist ein extrem energieintensiver Prozess. Die Verwendung von Wasserstoff wird hier als praktisch unverzichtbar angesehen, um die CO2-Emissionen zu reduzieren oder sogar klimaneutral zu werden. Für einen Autohersteller wie BMW ist Stahl einer der wichtigsten Rohstoffe in der Fertigung. Dass man sich nun mit diesem schwedischen Start-up zusammentut, ist für beide Seiten von Vorteil. Denn BMW kommt damit seinem Ziel einer Reduktion der CO2-Emissionen in der Stahllieferkette um 2 Mio. Tonnen pro Jahr bis zum Jahr 2030 einen Schritt näher.

Für H2 Green Steel ist es als noch junges Unternehmen natürlich von Vorteil, einen so großen und prestigeträchtigen Kunden überzeugt zu haben. Darüber hinaus haben die beiden Unternehmen vereinbart, dass ein geschlossener Materialkreislauf etabliert werden soll. BMW wird als Teil dieser Vereinbarung Blechreste an den schwedischen Partner liefern. H2 Green Steel wird daraus dann wieder neuen Stahl produzieren.

Nur eine Marketingaktion?

Ob es sich hierbei nur um ein Prestigeprojekt handelt oder ob BMW signifikante Mengen mithilfe von wasserstoffproduziertem Stahl beziehen wird, ist unklar. Ebenso unklar ist, wie sich der innovative Herstellungsprozess auf die Kosten auswirken wird. Muss BMW ein deutliches Premium bezahlen, um die CO2-Emissionen zu senken, oder kann H2 Green Steel einen konkurrenzfähigen Preis bieten? Denn wenn das Start-up preislich mit Stahl konkurrieren kann, der ohne Wasserstoff hergestellt wird, dürften die Kunden bald Schlage stehen. Allen voran BMW wird dann sicherlich gerne seine Kooperation erweitern wollen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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