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Gazprom & Nord Stream 2: In der Erdgaskrise wieder ein Politikum?

Foto: Gazprom

Gazprom (WKN: 903276) und Nord Stream 2 sollten eigentlich zur Ruhe kommen, oder nicht? Der Bau ist fertig, ein Strang bereits mit dem technischen Gas befüllt. Eigentlich fehlt es lediglich noch an der Zertifizierung, damit die Reise für die ersten Lieferungen in zumindest einem Strang losgehen kann.

Allerdings verändert sich gerade der Markt. Die Gazprom-Aktie ist gefragt, Nord Stream 2 offenbar jetzt ein gutes Vehikel, um die Energiekrise in Deutschland zu lösen. Auch das scheint jedoch nicht so einfach zu sein, wenn wir auf die aktuelle Nachrichtenlage blicken.

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Im Endeffekt erkennen wir, dass Russland derzeit harte Grenzen zieht. Das wiederum könnte dazu führen, dass das EU-Projekt erneut zum Politikum wird. Riskieren wir einen Blick auf aktuelle Wendungen, die Foolishe Investoren wissen sollten.

Gazprom & Nord Stream 2: Wieder politisch …?

Im Endeffekt steht der Vorwurf seit geraumer Zeit im Raum, auch wenn er vorher hypothetisch gewesen ist. Russland könnte Nord Stream 2 dazu verwenden, um mehr Druck auf die EU auszuüben. Auch eine gewisse Abhängigkeit könnte gegeben sein. Einerlei, was wir davon halten. Der Standpunkt zählt, der jetzt weitere Diskussionen nach sich ziehen könnte.

Nun jedenfalls hat sich mit Konstantin Kosachyov ein russischer Politiker zur aktuellen Situation in der Erdgas- und Energie-Krise geäußert und einen, hm, zumindest streitbaren Standpunkt gewählt. So spricht der Russe davon, dass zusätzliche Erdgaslieferungen zur Lösung der derzeitigen Baustellen an langfristige Verträge geknüpft werden sollten. Zudem müsse der Widerstand gegen Nord Stream 2 ein für alle Mal aufhören. Plausible Forderungen? Oder doch streitbare? Das werden wir sehen.

Weiter geht’s: Der Politiker verweist außerdem darauf, dass Russland nicht zur Rettung eilen müsse, um Fehler zu kompensieren, die man selbst nicht begangen habe. Man erfülle alle Verträge und alle Verpflichtungen, vermutlich auch mit Blick auf Gazprom und Nord Stream 2 und die EU-Beziehungen. Alles darüber hinaus sollte jedoch Gegenstand zusätzlicher und freiwilliger Vereinbarungen sein.

Damit zeigt zumindest ein russischer Politiker eines: Ein Entgegenkommen ist schwierig. Ein Aushelfen auch. Vermutlich ist genau das kontraproduktiv, was die Diskussionen um Gazprom und Nord Stream 2 und die Abhängigkeit von Russland als Energielieferanten angeht.

Kein Entgegenkommen in der Krise?

Es ist natürlich nur die Meinung eines offenbar hochrangigen Politikers in Russland. Hier könnte sich jedoch abzeichnen, dass Deutschland und die EU in Zeiten der Krise keine schnelle undiplomatische Hilfe zu erwarten hat. Sowie vielleicht auch, dass in solchen Situationen die Ausgangslage ausgenutzt wird, um Vorteile für die russische Seite zu erlangen. Natürlich ist das legitim. Aber es dürfte eben auch Diskussionen, Kritik und so manches Umdenken nach sich führen.

Natürlich könnte das zu langfristigen, unvorteilhaften Verträgen führen. Einen Freundschaftsdienst scheinen wir nicht erwarten zu dürfen. Ob das zu viel verlangt ist? Auch das ist natürlich eine andere Baustelle. Das Pochen auf langfristige Verträge könnte die Beziehungen im Hinblick auf Gazprom und Nord Stream 2 jedoch schwieriger machen. Oder angreifbarer für Kritik.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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