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Vergiss die Virgin Galactic-Aktie – so investierst du in den wachsenden Milliardenmarkt Weltraum

Eine Rakete startet in den Weltraum
Foto: Getty Images

Die Virgin Galactic-Aktie (WKN: A2PTTF) kommt derzeit aus den negativen Nachrichten nicht mehr heraus. Die Robustheit einiger im Raumschiff verwendeter Materialien könnte mit der Zeit abnehmen, berichtete das Unternehmen kürzlich.

Eine hohe Wiederverwendbarkeit des Vehikels ist der Kern des Geschäftsmodells des unprofitablen Unternehmens. Daher traf diese News den Aktienkurs des Weltraumtouristik-Unternehmens von Richard Branson besonders hart: Die Virgin Galactic-Aktie reagierte mit einem Kurssturz von rund 15 % auf die News. Seit Anfang Februar 2021 ist der Aktienkurs bereits um über zwei Drittel eingebrochen (Stand: 17. Oktober 2021).

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Der Start des regulären Flugbetriebs wurde aufgrund der weiteren Untersuchungen um drei Monate in das vierte Quartal 2022 verschoben. Investoren müssen also noch länger auf die ersten nennenswerten Umsätze warten.

Virgin Galactic-Aktie: Auch in Zukunft keine Chartrakete?

Seit dem erfolgreichen Testflug des Vorsitzenden Richard Branson stürzt die Virgin Galactic-Aktie ab, erreicht anders als fallende Objekte in der realen Welt jedoch keinen Boden. In vier Jahren will das Unternehmen 400 Starts im Jahr durchführen und damit 600 Mio. US-Dollar Umsatz erlösen. Doch es ist Pessimismus angebracht.

Nach Ansicht der Research-Firma Paragon Intel baut und testet das Unternehmen aktuell schlichtweg nicht genug Flieger, um seine Ziele zu erreichen. Gleichzeitig erhöht die Konkurrenz den Druck. Denn Elon Musks Weltraumfirma SpaceX könnte Mitte des Jahrzehnts ebenfalls touristische Ausflüge ins Weltall anbieten, die jedoch deutlich länger andauern. Während Passagiere von Virgin Galactics SpaceShipTwo nur einmal kurz an den Rand der Atmosphäre geschossen werden und anschließend hinuntergleiten, umkreisen SpaceX-Passagiere mehrmals die Erde, genau wie echte Astronauten auf der ISS.

SpaceX wird nicht an der Börse gehandelt, weshalb Anleger hier nicht investieren können. Dennoch gibt es wesentlich bessere Möglichkeiten als die Virgin Galactic-Aktie, vom Weltraumtourismus zu profitieren.

„To the moon“ – investieren in Weltraum-Aktien

Nachdem der Weltraum jahrzehntelang Regierungsbehörden wie der NASA vorbehalten war, drängen nun auch Privatunternehmen ins All. Das Potenzial ist riesig: Morgan Stanley zufolge könnte der Umsatz in der Weltraumwirtschaft 2040 1,1 Billionen US-Dollar betragen. Hier sind neben Erlösen aus dem Weltraumtourismus auch Raketenstarts, Satelliten und suborbitale Überschallflüge eingeschlossen.

Reine Weltraum-Aktien als Alternativen zur Virgin Galactic-Aktie sind schwer zu finden. Stattdessen besitzen viele bekannte Konzerne Weltraumsparten, darunter etwa die Flugzeugbauer Airbus (WKN: 938914), Boeing (WKN: 850471) und Lockheed Martin (WKN: 894648) sowie Triebwerkshersteller wie Aerojet Rocketdyne (WKN: A14RBW) und Raytheon Technologies (WKN: A2PZ0R). Jedoch sollten Anleger auch wissen, dass viele dieser Unternehmen nicht unerhebliche Umsätze im militärischen Bereich erzielen. Einige interessante Namen aus der zweiten Reihe finden sich in Weltraum-ETFs wie dem Ark Space Exploration & Innovation ETF.

Anleger, die ein reines Weltraum-Investment suchen, könnten mit der OHB-Aktie (WKN: 593612) glücklich werden. Das mit knapp 660 Mio. Euro bewertete Bremer Unternehmen baut Satelliten und Raumfahrtprodukte und ist Zulieferer für das europäische Raketenprogramm Ariane. Interessierte Investoren sollten weiterhin Ausschau nach möglichen IPO-Plänen der deutschen Raketen-Start-ups Isar Aerospace, Rocket Factory Augsburg und Hyimpulse halten.

Es gibt also genug Alternativen für Investoren, die auf das Wachstum der Weltraumökonomie setzen wollen. Es muss nicht die Virgin Galactic-Aktie sein.

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Christoph Gössel besitzt keines der erwähnten Wertpapiere. The Motley Fool empfiehlt Aktien von Lockheed Martin und OHB.

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