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Wie verdient die Coca-Cola-Aktie eigentlich Geld? (nicht so, wie du denkst)

Coca-Cola Aktie
Foto: flickr/Elvis Fool

Wie verdient die Coca-Cola-Aktie (WKN: 850663) eigentlich ihr Geld? Das klingt zunächst wie eine, na ja, komische Frage. Jeder kennt die Produkte wie die gleichnamige Limonade. Oder Fanta, Sprite, MezzoMix. Selbst neuere Produkte wie den FuzeTea haben viele Investoren auf dem Schirm. Das Abfüllen und Verkaufen der Limonaden steht im Fokus, oder nicht?

Vielleicht sollten wir heute wirklich einmal einen näheren Blick darauf riskieren, wie die Coca-Cola-Aktie ihr Geld verdient. Natürlich haben die Getränke etwas damit zu tun. Allerdings nicht so, wie du denkst. Wenn die einleitenden Äußerungen deine Investitionsthese sind, könnte es sich anbieten, ein wenig feinzujustieren.

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Coca-Cola-Aktie: So verdient man Geld!

Das Management der Coca-Cola-Aktie hat sich nämlich vor einigen Jahren zu einem Entschluss durchgerungen: Es soll zukünftig nicht mehr so stark um das eigene Abfüllen und Verkaufen gehen. Nein, das ist etwas, das im Endeffekt jede Menge Aufwand und Margen kostet. Deshalb hat man sich zu dem Schritt entschieden, auf diesen Prozess zu verzichten.

Coca-Cola wird damit immer mehr zu einem Lizenzgeber für externe Abfüller. Wenn wir einen genaueren Blick auf aktuelle Aussagen und Zahlen werfen, fällt dieser Fokus weiter auf. Bereits im Jahre 2018 kam der US-Konzern lediglich noch auf einen Anteil von 36 % selbst gefertigter Produkte. Wohingegen 64 % der Umsätze durch das Lizensieren und das Verkaufen des Basis-Sirups erlöst worden sind. Ein wichtiges strategisches Merkmal, das sich inzwischen in Richtung ein, zwei Drittel weiter verschoben haben dürfte.

Warum geht das Management diesen Schritt? Ganz einfach: Das Lizensieren ist für den US-Konzern im Endeffekt profitabler. Man benötigt keine große Infrastruktur, keine Abfüllketten und keine nennenswerte Logistik in allen Märkten. Nein, sondern man kann diese Faktoren outsourcen und an ein Unternehmen vergeben, das im Auftrag und mit Genehmigung des US-Konzerns operiert.

Die Coca-Cola-Aktie ist dadurch konsequent profitabler geworden und hat die Margen gesteigert. Zwar fällt damit der eigene Absatz immer geringer aus, trotzdem winken stabile Umsätze und Gewinne, zumal sich die Preissetzungsmacht dadurch nicht verändert. Auch die Abfüller hängen schließlich an der Marke und an dem Produkt. Im Zweifel dürfte das Management entsprechend höhere Lizenzgebühren durchsetzen können.

Ein anderes Unternehmen, als du dachtest?

Hinter der Coca-Cola-Aktie könnte daher eines stecken: ein anderes Unternehmen, als du dachtest. Es geht nicht mehr primär um das Abfüllen und eigenständige Verkaufen. Wobei das in Teilen noch immer der Fall ist. Aber das Lizensieren und das Veräußern des Basis-Sirups für die Limonaden ist ein immer wichtigeres Merkmal der Erfolgsgeschichte.

Das ist eigentlich gar nicht verkehrt: Der Absatz gerät somit schließlich immer weiter in den Hintergrund. Trotzdem ist die Marke weiterhin entscheidend. Und auch die Abfüller werden als direkte Kunden dem US-Konzern vermutlich die Treue halten. Ein stärkeres oder bekannteres Produkt gibt es schließlich nicht.

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Vincent besitzt Aktien von Coca-Cola. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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