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Vergiss Wasserstoff! Die profitable Tech-Revolution läuft schon längst

Digitalisierung, Vernetzung
Foto: Getty Images

Börsianer neigen dazu, das nächste große Ding finden zu wollen. Nicht anders sind die luftigen Bewertungen bei vielen Wasserstoffaktien zu erklären. Ob die Technologie jemals funktionieren wird und welche der Unternehmen im Segment damit dann Geld verdienen, ist im höchsten Maße ungewiss. Trends, die längst da sind, werden bei dieser Hatz oftmals übersehen.

Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten. Dabei stehen die großen amerikanischen Technologiekonzerne mit heutigem Stand als klare Gewinner da. Baki Irmak, der Fondsmanager des Digital Leaders Fund, hat dazu bei der Baader Investment Conference einige interessante Punkte genannt, weshalb die Verschiebung wohl weiterhin nur am Anfang steht.

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Konzentration auf Big Tech

Alleine Apple (WKN: 865985) und Amazon (WKN: 906866) sind gemäß einer Berechnung seines Unternehmens seit 2020 an der Börse mehr wert als alle gelisteten deutschen Aktien. Und die Schere geht immer stärker auseinander. In meinen Augen lässt sich der Grund darin finden, dass viele deutsche Unternehmen vor der Pandemie nicht auf einen Lockdown vorbereitet waren. Dagegen sind die amerikanischen Tech-Konzerne die großen Profiteure des pandemiebedingten Sprungs in der Digitalisierung. Ohne ihre Plattformen und Produkte kommen nur die wenigsten Konsumenten heute aus.

Viele Menschen fürchten sich allerdings vor der Bewertung der großen Tech-Aktien. Hier hat Baki Irmak einen spannenden Vergleich mit den Nifty Fifty aus dem Jahr 1972 mitgebracht. Diese Unternehmen waren damals ähnliche Favoriten der Börsianer wie heute die FAAAM-Aktien. McDonald’s (WKN: 856958) war als Mitglied dieser Gruppe mit einem KGV von 86 bewertet. Diese hohe Bewertung hat die Aktie nicht davon abgehalten, von einem Preis von ungefähr 1 US-Dollar je Aktie auf ein Allzeithoch von 248 US-Dollar je Aktie am 27.09.2021 zu steigen.

Im Vergleich dazu wirkt die Einstufung von Amazon mit einem KGV von 63 gleich nicht mehr so ambitioniert. Zumal bei den großen Tech-Konzernen derzeit eine nicht vergleichbare Revolution zu beobachten ist. Die großen Player wie Amazon, Alphabet (WKN: A14Y6H) oder Microsoft (WKN: 870747) beschränken sich nicht mehr nur auf eine Zielgruppe. Stattdessen erobern sie mit ihren Cloud-Angeboten auch noch die Welt der Geschäftskunden. Die Machtkonzentration wächst dadurch ungebremst weiter.

Die Welt teilt sich auf

Die spannendste Folie der gesamten Präsentation drehte sich allerdings um die Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Laut jüngsten Zahlen von Destatis (Statistisches Bundesamt) lagen die Aufwände der deutschen Wirtschaft 2019 bei 75,0 Mrd. Euro. Im Corona-Jahr 2020 ist hier nicht unbedingt mit einem bedeutenden Sprung zu rechnen. Zum Vergleich die FAAAM-Unternehmen gaben in 2020 108,7 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung aus.

Angesichts dieser Investitionen ist es äußerst unwahrscheinlich, dass die großen amerikanischen Tech-Konzerne durch neue Konkurrenten auf breiter Front getroffen werden. Es ist viel wahrscheinlicher, dass sie selbst durch zunehmende Digitalisierung weitere Branchen erobern. Daher sehe ich mein Geld hier auch besser investiert als in irgendwelchen Zukunftsbranchen ohne Gewissheit über deren Erfolg.

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Florian besitzt Aktien von Alphabet und Amazon. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool owns shares of and recommends Alphabet (A- & C-Aktien), Amazon, Apple und Microsoft. The Motley Fool empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2022 $1,920 Call auf Amazon, Long March 2023 $120 Call auf Apple, Short January 2022 $1,940 Call auf Amazon und Short March 2023 $130 Call auf Apple.

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