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Die Zalando-Aktie ist jetzt günstiger als vor einem Jahr – Kann man hier ein Schnäppchen machen?

Zalando-Paket Zalando-Aktie
Foto: Zalando

Die Aktie von Zalando (WKN: ZAL111) ist im letzten Monat um 17 % gefallen (Stand 01.10.21, gilt für alle Angaben). Damit steht der Aktienkurs jetzt 5 % tiefer als vor einem Jahr. Trotz starker operativer Entwicklung des Konzerns aus Berlin. Die Bewertung ist somit deutlich gesunken. Bietet sich hier ein Schnäppchen für Foolishe Investoren?

Geschäftsentwicklung

Um diese Frage zu beantworten, schauen wir zuerst auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens. Im ersten Halbjahr 2021 stieg die Anzahl der aktiven Kunden um 31 % auf 44,5 Mio. Der Umsatz konnte um 40 % gesteigert werden, das bereinigte EBIT gar um 145 %. Mit dieser starken Entwicklung knüpft Zalando an die Vorjahre an. Von 2014 bis 2020 konnte das Bruttowarenvolumen mit einer jährlichen Wachstumsrate von 26 % gesteigert werden. Damit wuchs Zalando deutlich stärker als der Markt und stieg zum größten Onlinemodehändler in Europa auf.

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Wachstumstreiber

Diese starke Entwicklung hat mehrere Gründe. Zum einen profitiert Zalando von dem allgemein wachsenden Onlinehandel, besonders im Bereich Bekleidung. Die Corona-Pandemie hat den Trend zum Onlineshopping noch verstärkt. Zum anderen hat das Unternehmen in den letzten Jahren vieles richtig gemacht.

Insbesondere die Entscheidung, sich zu einer Plattform weiterzuentwickeln, auf der andere Unternehmen ihre Waren verkaufen können, war meiner Meinung nach goldrichtig. Dieses Partnergeschäft wächst überdurchschnittlich stark. Modeketten wie C&A, Marken wie Adidas und unzählige kleinere stationäre Modehändler verkaufen ihre Waren eigenständig über Zalando. Die Waren werden überwiegend über die App gekauft. Zuletzt gingen 88 % der Visits über mobile Endgeräte ein. Ich sehe dies positiv, da sich Zalando durch seine App von der Konkurrenz abgrenzen kann.

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Marke. Nach einer Studie von Splendid Research ist Zalando die stärkste Marke im Bereich Onlinehandel in Deutschland. Nachdem sich der Modehändler im Vorjahr aufgrund der Corona-Pandemie mit Marketingausgaben zurückgehalten hat, wurden im ersten Halbjahr 2021 wieder 9 % des Umsatzes für Marketing ausgegeben. Dies sollte der Marke weiteren Auftrieb geben.

Ein Blick in die Zukunft

Das klassische Onlinemodegeschäft in Europa soll weiterhin wachsen. In den 23 bestehenden Märkten wächst Zalando weiterhin stark, zudem soll ab Mitte 2021 in acht weitere osteuropäische Länder expandiert werden. Gleichzeitig dringt Zalando auch in neue Kategorien vor. So verkauft das Unternehmen mittlerweile auch Beauty-Produkte und Second-Hand-Mode. Außerdem können Kunden ein kostenpflichtiges Abo mit Liefervorteilen und Erstzugriff auf bestimmte Artikel erwerben.

Diese Initiativen sollen dazu führen, dass sich das Bruttowarenvolumen von 2020 bis zum Jahr 2025 ungefähr verdreifacht. Die Priorität des Unternehmens ist ganz klar Wachstum. Zalando soll die App für Mode schlechthin werden. Das Management hat das Ziel, dass langfristig mehr als 10 % des gesamten europäischen Modehandels über Zalando erfolgen sollen.

Bewertung und mein Fazit zu Zalando

Dies sind große Ziele. Sollte Zalando diese erreichen, wäre die heutige Bewertung mit einem KGV von 86 und einem KUV von 2,6 (jeweils bezogen auf das Geschäftsjahr 2020) günstig. Mit dem Fokus auf Wachstum, dem Plattform-Gedanken und der Optionalität, in weitere Bereiche vorzustoßen, bewegt sich das Unternehmen meiner Meinung nach auf den Spuren von Amazon. Auch wenn die aktuelle Bewertung dies nicht vermuten lässt, könnte Zalando daher zu dem aktuellen Preis langfristig gesehen tatsächlich ein Schnäppchen sein.

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Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Adidas und Amazon. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Zalando und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2022 $1920 Call auf Amazon und Short January 2022 $1940 Call auf Amazon.

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