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Ein ETF auf den DivDAX? Ganz ehrlich: Ich würde nur in 3 Aktien investieren!

Anlageideen und Aktientipps
Foto: Getty Images

Ein ETF auf den DivDAX ist für dich eine Option? Möglicherweise, wenn man sich als passiver Investor auf deutsche Dividendenaktien spezialisieren möchte. Doch bedenke stets: Der Fokus orientiert sich an der Dividendenrendite. Das wiederum kann eine durchwachsenere Gesamtrendite nach sich ziehen. Oder anders ausgedrückt: Manchmal ist genau dieser Ansatz eine passive Falle mit Ausschüttungen im Vordergrund.

Bleiben wir bei einem ETF auf den DivDAX. Im Endeffekt ist er nicht nur mit lediglich 15 verschiedenen Aktien sehr dünn diversifiziert. Nein, ich kann dir außerdem auch sagen, dass für mich unternehmensorientiert und mit Blick auf die Dividenden nur drei Aktien wirklich infrage kämen. Vielleicht etwas, das zeigt: Die Qualität ist eher begrenzt.

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ETF auf den DivDax? Für mich daher keine Option

Wenn wir einen Blick auf den DivDAX und einen möglichen ETF-Ansatz riskieren, gibt es glücklicherweise eine gute Nachricht. Als passiver Investor weiß man sehr genau, in was man investiert. Wie gesagt: 15 verschiedene Aktien sind eher eine überschaubare Auswahl, die man sich genauer ansehen kann. Das macht es möglicherweise etwas transparenter.

Gesagt, getan. Wenn ich diesen speziellen Index ansehe, erkenne ich: Eigentlich kämen für mich unternehmensorientiert nur die Vonovia-Aktie, die der Allianz und der Münchener Rück infrage. Hier sehe ich Dividenden, die mir nachhaltig erscheinen, die ein wenig zyklisches Geschäftsmodell besitzen (wenn, dann jedoch ein zeitloses bei den Versicherern) sowie den Fokus derart auf die Dividende legen, dass sie mir stabil erscheinen. Nicht nur mit Blick auf die Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft gerichtet. Zudem gibt es bei diesen drei Top-DAX-Aktien ein beständiges Wachstum. Eine Eigenschaft, die ich ebenfalls sehr erstrebenswert finde.

Was den Rest der DivDAX-Aktien angeht, können wir sagen: Es sind viel die Zykliker, die vertreten sind. Chemie, Automobile. Oder auch Aktien, die teilweise ihre Dividende zuletzt gekürzt haben. Siemens zum Beispiel. Nichts, auf das ich selektiv jemals auch nur meinen Fokus als Einkommensinvestor legen würde.

Deshalb kann ich sagen: Ein ETF auf den DivDAX käme für mich nicht infrage. Übrigens: Die mangelnde Qualität in der Breite hat zuletzt dazu geführt, dass in diesem Passivfonds die Dividende im Gesamtjahr 2020 leicht rückläufig gewesen ist.

Eine andere Kehrseite

Ein weiterer Grund, warum ein ETF auf den DivDAX für mich außerdem nicht infrage käme, ist teilweise auch die mangelnde Qualität. Wenn ich beispielsweise bedenke, dass die Fresenius-Aktie als einziger Dividendenaristokrat nicht enthalten ist, wird mir das quantitative Kriterium erneut bewusst. Auch das ist etwas, in das ich ungern investieren würde.

Insofern kann ich sagen: Nein, der DivDAX kommt mir nicht ins Depot, wenn es die meisten der Einzelaktien nicht einmal schaffen würden. Was den Rest angeht? In einem selektiven Ansatz kann ich diese Chancen entsprechend würdigen. Und dabei so stark gewichten, wie ich das gerne hätte.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz, von Fresenius und der Münchener Rück. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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