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Die Volkswagen-Aktie steigt in gleich zwei wachstumsstarke Zukunftsmärkte ein

Volkswagen ID. BUZZ study charged at a IONITY high power charging station.
Foto: Volkswagen AG

Die Volkswagen-Aktie (WKN: 766403) ist als die deutsche Wette auf Elektromobilität und Autosoftware bekannt. Kein anderer Autokonzern betreibt den Umbau so aggressiv und öffentlichkeitswirksam wie der Wolfsburger Hersteller.

Zwei spannende News der Volkswagen-Aktie unterstreichen nun einmal mehr, dass es der Traditionskonzern ernst meint mit der Aufholjagd auf den Pionier Tesla.

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Volkswagen setzt auf Vehicle-to-Grid-Technologie

Eine große Frage der Energiewende dreht sich rund um Stromspeicher. Wie können Produktions- und Nachfragespitzen im Stromnetz kurz- und langfristig ausbalanciert werden, damit erneuerbare Elektrizität effizient genutzt werden kann?

Große Fragen bedürfen oft großer Antworten – und deshalb kümmert sich nun die Volkswagen-Aktie um die Beantwortung. Denn die großen Batterien, die den immer populärer werdenden Elektroautos ihre Reichweite schenken, können in der Tat als Energiespeicher fungieren. Vorausgesetzt, die Fahrzeuge sind bidirektional ausgelegt, können also sowohl Strom aus dem Netz aufnehmen als auch an das Netz abgeben.

Ab 2022 sollen alle Volkswagen-Fahrzeuge, die auf der MEB-Plattform aufbauen, dazu in der Lage sein. Zehntausende ID.3 und weitere Fahrzeuge wären dann in der Lage, als virtuelles Kraftwerk zu fungieren. Volkswagen geht diesen Schritt sogar noch vor Tesla. Die Kalifornier haben bisher noch keine Vehicle-to-Grid-Technologie implementiert, da sie die Lebensdauer der Batterie auf lange Sicht schwächt.

Neuer Aufwind für die Volkswagen-Aktie dank autonomem Fahren?

Die Konzerntochter Moia ist bei Volkswagen für Mobilitätsdienstleistungen zuständig. In Teilen von Hamburg soll ab dem Jahresende das autonome Fahren vorangetrieben werden. Zunächst wird ein VW-Fahrzeug mittels Lidar die Umgebung zentimetergenau vermessen. Nach drei weiteren Jahren Testbetrieb mit Sicherheitsfahrer sollen ab 2025 einige Dutzend Robotaxis durch Hamburgs Straßen rollen. Über die Zeit sollen es immer mehr werden. Auch neue Städte sollen hinzukommen, sobald die Technologie funktioniert.

Der Vorteil der Volkswagen-Aktie beim autonomen Fahren ist, dass der Konzern recht viele Teile der Wertschöpfungskette integriert. Anders als die Google-Schwester Waymo baut der Konzern seine Autos selbst. Moia fungiert analog zu Uber als Plattform und Flottenverwalter. Die Beteiligung Argo AI, bei der auch Ford investiert ist, liefert die nötige Software.

Noch besser scheint mir nur Tesla aufgestellt zu sein. Denn die Kalifornier entwickeln auch die Software vollständig selbst und verfügen über einen extrem stark skalierbaren Ansatz, da die Straßen vor dem Betrieb nicht aufwendig vermessen werden müssen. Ein Erfolg bei Tesla könnte ein Risiko für die Ambitionen der Volkswagen-Aktie sein.

Foolishes Fazit

Die Wolfsburger meinen es ernst mit dem Konzernumbau. Das ist für einen Konzern dieser Größe ein gewaltiger Kraftakt und alles andere als selbstverständlich. Daher warten noch eine Menge operativer Risiken auf die Volkswagen-Aktionäre. Dennoch steigt meine Zuversicht, dass der Konzern vom Strukturwandel der Branche profitieren kann.

Aktuell (Stand: 28. September 2021) ist die Volkswagen-Aktie mit einem für 2021 erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 6,6 nicht teuer und steckt seit April in einem Abwärtstrend fest. Für Anleger könnte es sich lohnen, die Transformation des Konzerns verstärkt zu verfolgen und die Volkswagen-Aktie im Blick zu behalten.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla und Volkswagen AG. The Motley Fool empfiehlt Aktien von Uber Technologies.

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