The Motley Fool

Die Autoindustrie ist selbst schuld am Chipmangel – und er verheißt nichts Gutes für die Zukunft

Import und Export der Autoindustrie
Foto: Getty Images

Die deutschen Autobauer haben sich überraschend schnell von der Coronakrise erholt. Längst schreiben sie schon wieder hohe Gewinne. Einzig der Chipmangel hält BMW (WKN: 519000), Daimler (WKN: 710000), Volkswagen (WKN: 766403) und die internationalen Hersteller zurück. Er könnte die Produktion dieses Jahr um 10 % drosseln und bis 2023 andauern.

Der Chipmangel gilt als eine unvorhersehbare externe Belastung für die Autoaktien; als eine Verkettung unglücklicher Ereignisse. Kommentare des Intel-Chefs Pat Gelsinger sowie anderer hochrangiger Halbleitermanager zeigen jedoch: Das Problem ist in erster Linie hausgemacht. Die Autohersteller haben eklatante Schwächen bei der Digitalisierung. Das wiederum verheißt nichts Gutes für den anstehenden Strukturwandel.

4 "inflationssichere" Aktien, die man heute kaufen kann! Kein Zweifel, die Inflation steigt sprunghaft an. Investoren sind verunsichert. Geld, das nur auf der Bank liegt, verliert Jahr für Jahr an Wert. Aber wo solltest du dein Geld anlegen? Hier sind 4 Aktien-Favoriten der Redaktion von The Motley Fool, in die du bei steigender Inflation investieren kannst. Wir haben einige der profitabelsten Aktien dieser Generation wie Shopify (+ 6.878%), Tesla (+ 10.714%) oder MercadoLibre (+ 10.291%) schon früh empfohlen. Schlag bei diesen 4 Aktien zu, solange du noch kannst. Gib einfach unten deine E-Mail-Adresse ein und fordere diesen kostenlosen Bericht umgehend an. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab.

Der Chipmangel – ein hausgemachtes Problem der Autoindustrie

Ein modernes Auto enthält Dutzende kleine Computerchips, die etwa in elektronischen Fensterhebern oder Airbags zum Einsatz kommen. Diese nutzen jedoch veraltete Technologie: Während die ganze Welt über die neuesten Halbleiterfertigungstechnologien im einstelligen Nanometer-Bereich redet, sind die Transistoren in den Automobilchips zwischen 45 und 90 Nanometern groß. Das war fortschrittlich, als der deutsche Bundeskanzler noch Gerhard Schröder hieß und Oliver Kahn für die Nationalmannschaft im Tor stand.

Die Pandemie hat die Chiphersteller dazu veranlasst, Kapazitäten für neuere Fertigungstechnologien aufzubauen, da die Nachfrage nach Homeoffice-Ausstattung und Unterhaltungselektronik stark anzog. Umgekehrt wurden Autos weniger nachgefragt. Nun dreht sich der Wind auf der Nachfrageseite. Doch die Chiphersteller sind wenig motiviert, ihre Kapazitäten wieder auf eine altbackene Technologie umzustellen. Für Auftragsfertiger wie TSMC oder Samsung ist das schlichtweg nicht lohnenswert. Und schon ist der Chipmangel perfekt.

Der Chipmangel ist nach Ansicht von Intel-Chef Gelsinger ein Engpass, der hätte vermieden werden können. Dafür hätte die Autoindustrie nur rechtzeitig auf modernere Chips umsteigen müssen.

Über träge Unternehmenskulturen und das Investieren

Zugegeben – die Lethargie der Autoindustrie ist nachvollziehbar. Die alten Designs sind kampferprobt, verlässlich und in fast allen Situationen bombensicher. Bis zum Beginn der Corona-Pandemie gab es wenig, was die Autohersteller und ihre Zulieferer dazu hätte bewegen können, auf neue Chips zu setzen. Zudem ist der Chipmangel doch ein vorübergehendes Problem. Warum also die Aufregung?

Meiner Ansicht nach hat uns die Corona-Krise eine wichtige Lektion gelehrt. Denn wir haben einen Einblick in die offenbar sehr träge Unternehmenskultur von BMW, Daimler, Volkswagen und anderen Autoherstellern erhalten. Der Chipmangel ist der eine Fall, von dem wir nun wissen. Doch wie viele andere Sachverhalte gibt es noch, wo die Autoindustrie die 2010er-Jahre komplett verschlafen hat?

Diese Trägheit mag hervorragend für die Erreichung kurzfristiger Unternehmensziele sein. Sie zahlt sich aus, wenn es niemanden gibt, der es anders macht. Aktuell erlebt die Autoindustrie jedoch einen Umbruch. Neue Akteure wie TeslaNio und andere chinesische Hersteller drängen in den Markt. Da kann die Trägheit schnell zum Wettbewerbsnachteil werden. Daher investiere ich am liebsten in Unternehmen, die an der Spitze der technologischen Entwicklung stehen. Da ist ein Chipmangel oder ein ähnliches Ereignis weniger wahrscheinlich.

Unsere Top-Aktie für das Jahr 2022

Es gibt ein Unternehmen, dessen Name zurzeit bei den Analysten von The Motley Fool sehr, sehr häufig fällt. Es ist für uns DIE Top-Investition für das Jahr 2022.

Du könntest ebenfalls davon profitieren. Dafür muss man zunächst alles über dieses einzigartige Unternehmen wissen. Deshalb haben wir jetzt einen kostenlosen Spezialreport zusammengestellt, der dieses Unternehmen detailliert vorstellt.

Klick hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.

Christoph Gössel besitzt Aktien von Taiwan Semiconductor Manufacturing und Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von NIO Inc., Taiwan Semiconductor Manufacturing, Tesla und Volkswagen. The Motley Fool empfiehlt BMW und Intel und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2023 57,50 $ Calls auf Intel und Short Januar 2023 57,50 $ Puts auf Intel.

Wo du jetzt 1.000 EUR investieren kannst

Anlage-Experte Bernd Schmid von Stock Advisor Deutschland hat soeben seine 5 Top Aktien veröffentlicht, in die du seiner Meinung nach jetzt investieren kannst. Immerhin schlägt Stock Advisor Deutschland den Markt um den Faktor 3.

Tausende von Anlegern vertrauen deshalb bereits seinen Aktien-Empfehlungen, von denen sich viele bereits verdoppelt, verdreifacht oder sogar vervielfacht haben. Plus: 6 Monate nutzen, nur 3 Monate zahlen.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!