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BMW, Daimler und VW: Warum stagnieren die Kurse, während Start-ups mit Milliarden bewertet werden?

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Foto: Getty Images

Die deutschen Automobilbauer können es den Anlegern einfach nicht recht machen. Nachdem das vergangene Jahr pandemiebedingt schlecht gelaufen ist, kam in diesem Jahr die Erholung. Zumindest im Hinblick auf die Gewinne. Die Fahrzeugauslieferungen liegen tatsächlich bisher nur bei BMW (WKN: 519000) über dem Niveau von 2019. Bei Daimler (WKN: 710000) und Volkswagen (WKN: 766403) dagegen liegen die Zahlen noch deutlich darunter.

Bei VW, BMW und Daimler sprudeln die Gewinne wie in besten Zeiten

Dennoch sprudeln die Gewinne bei allen drei Konzernen. Allein VW hat in der ersten Jahreshälfte beispielsweise mehr als 8,4 Mrd. Euro nach Steuern verdient! Und auch BMW und Daimler haben Milliardengewinne erzielt.

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Trotz der hervorragenden Zahlen treten die Aktienkurse auf der Stelle. Tatsächlich haben sich die Kurse von den Höchstständen aus dem Frühjahr inzwischen wieder deutlich entfernt und lassen die Aktien von BMW, Daimler und auch VW extrem günstig wirken. BMW beispielsweise ist beim beim aktuellen Aktienkurs von 81,47 Euro (Stand 22.09.2021, relevant für alle Kurse), gerade einmal mit knapp 48 Mrd. Euro bewertet.

Der erst vor wenigen Monaten an der Börse gestartete Autobauer Lucid (WKN: A3CVXG) dagegen wird aktuell bei einem Aktienkurs von 25,67 US-Dollar mit 41 Mrd. US-Dollar bewertet. Damit kommt das kalifornische Unternehmen, das bisher noch kein einziges Fahrzeug an seine Kunden ausgeliefert hat, der Bewertung von BMW schon sehr nah. Noch dazu hat Lucid in der ersten Jahreshälfte einen Milliardenverlust ausgewiesen.

Und Lucid ist nur eins von vielen Beispielen. Der Autobauer Rivian strebt Medienberichten zufolge ebenfalls bald an die Börse und peilt eine Bewertung von 80 Mrd. US-Dollar an! Auch Rivian hat noch nicht viel Erfahrung im Autobau und beginnt gerade erst mit der Auslieferung der ersten Fahrzeuge. Trotzdem ist man an der Börse wohl der Meinung, der Konzern könnte eine Bewertung ähnlich derer von VW verdienen.

Sind die Aktien gerade Schnäppchen?

Wie kann es also sein, dass diese jungen Unternehmen ohne Gewinn eine milliardenschwere Bewertung erreichen und die heimischen Autobauer auf der Strecke bleiben? Ist das vielleicht nur eine temporäre Schwächephase, sodass die Kurse schon bald wieder in neuem Glanz erstrahlen werden?

Ganz so einfach ist es vermutlich nicht. Zwar sind die Kurse der drei deutschen Autobauer aktuell auf dem Papier extrem günstig. VW beispielsweise wird beim aktuellen Kurs von 187 Euro etwa mit 117 Mrd. Euro bewertet. Gehen wir nun davon aus, dass VW im Gesamtjahr 16 Mrd. Euro verdient, bezahlt man aktuell nur etwa das 7-Fache des Jahresgewinns für die Aktie des Wolfsburger Konzerns. Das wirkt wie ein verlockendes Schnäppchen.

Das ist es aber nur, wenn VW es schafft, in der neuen Welt der Elektromobilität weiterhin so hohe Gewinne zu erzielen. Und genau das ist wohl der Grund, weshalb die deutschen Autobauer so günstig bewertet sind. Momentan ist es nicht absehbar, wie die Gewinne in der Zukunft aussehen werden, wenn Elektrofahrzeuge zum Standard werden und immer mehr finanzkräftige Konkurrenten aus dem Boden schießen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Volkswagen AG und empfiehlt BMW.

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